Samson Hermann Siegmund Altgenug: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Samson Hermann Siegmund Altgenug''' (* 25. Januar 1890 in Norden; † 28. Juli 1942 im Ghetto Minsk)<ref>[https://www.geni.com/people/Samson-Altgenug/6000000088227343182 Genealogische Aufzeichnung zu Samson Hermann Siegmund Altgenug], abgerufen am 24. Oktober 2022</ref> war ein Norder Viehhändler.<ref>Adressbuch der Stadt Norden von 1898</ref> Er war ein Sohn von [[Hermann Samson Altgenug]]. | '''Samson Hermann Siegmund Altgenug''' (* 25. Januar 1890 in Norden; † 28. Juli 1942 im Ghetto Minsk)<ref>[https://www.geni.com/people/Samson-Altgenug/6000000088227343182 Genealogische Aufzeichnung zu Samson Hermann Siegmund Altgenug], abgerufen am 24. Oktober 2022</ref> war ein Norder Viehhändler.<ref>Adressbuch der Stadt Norden von 1898</ref> Er war ein Sohn von [[Hermann Samson Altgenug]]. Sein Rufname war Siegmund Altgenug.<ref name=":0">Unbekannter Autor: Wir wohnten neben euch. Norden zur Zeit des Nationalsozialismus (Online-Publikation als .pdf-Dokument)</ref> | ||
Vor | Siegmund Altgenug heiratete Johanne Emanuel aus Bebra. Sie hatten zwei Kinder: Hermann und Fränzel. Nach dem Pogrom im November 1938 floh Johannas Vater aus Bebra zu ihnen. Baruch Emanuel hatte erleben müssen, wie sein Geschäft und sein Haus völlig zerstört und er selbst drangsaliert wurde. Die Familie suchte Zuflucht in Bremen, wo der alte Vater in ein jüdisches Altenheim kam. Von Bremen aus wurde fast die gesamte Familie im November 1941 über Hamburg in das Ghetto Minsk deportiert und im Juli 1942 zusammen umgebracht. Nur Baruch hat man von ihnen getrennt und mit 77 Jahren noch in das KZ Theresienstadt deportiert.<ref name=":0" /> | ||
Vor dem ehemaligen Wohnhaus erinnert heute noch ein [[Stolpersteine|Stolperstein]] an die Familie Altgenug. | |||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||
Aktuelle Version vom 28. Oktober 2024, 14:53 Uhr
Samson Hermann Siegmund Altgenug (* 25. Januar 1890 in Norden; † 28. Juli 1942 im Ghetto Minsk)[1] war ein Norder Viehhändler.[2] Er war ein Sohn von Hermann Samson Altgenug. Sein Rufname war Siegmund Altgenug.[3]
Siegmund Altgenug heiratete Johanne Emanuel aus Bebra. Sie hatten zwei Kinder: Hermann und Fränzel. Nach dem Pogrom im November 1938 floh Johannas Vater aus Bebra zu ihnen. Baruch Emanuel hatte erleben müssen, wie sein Geschäft und sein Haus völlig zerstört und er selbst drangsaliert wurde. Die Familie suchte Zuflucht in Bremen, wo der alte Vater in ein jüdisches Altenheim kam. Von Bremen aus wurde fast die gesamte Familie im November 1941 über Hamburg in das Ghetto Minsk deportiert und im Juli 1942 zusammen umgebracht. Nur Baruch hat man von ihnen getrennt und mit 77 Jahren noch in das KZ Theresienstadt deportiert.[3]
Vor dem ehemaligen Wohnhaus erinnert heute noch ein Stolperstein an die Familie Altgenug.
Einzelnachweise
- ↑ Genealogische Aufzeichnung zu Samson Hermann Siegmund Altgenug, abgerufen am 24. Oktober 2022
- ↑ Adressbuch der Stadt Norden von 1898
- ↑ 3,0 3,1 Unbekannter Autor: Wir wohnten neben euch. Norden zur Zeit des Nationalsozialismus (Online-Publikation als .pdf-Dokument)