Bleiche: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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26506 Norden
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__TOC__
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==Geschichte==
==Geschichte==
Die Bleiche, die schon vor 1719 existierte, verfügte dazu über weite Rasenflächen, die sich von der Bleicherslohne bis zur [[Rosenthallohne]] erstreckten und war von einer Graft (wasserführende Gräben) umgeben.<ref>Schreiber, Gretje (1995): Nordens Häuser und ihre Bewohner (XIV), Die Leute in der Osterstraße, in: Ostfriesischer Kurier 17./18. Juni 1995, S. 8.</ref><ref>Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 34</ref><ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Zum Bleichen wurde oftmals einfach die noch nasse Wäsche auf der Rasenfläche ausgelegt. Dadurch nahm sie durch natürliche Vorgänge ihre ursprüngliche, weiße Farbe wieder an.<ref>[https://flurnamen-ostfriesland.de/flurnamensammlung?state=item:58522 Schreiber, Gretje (2011): Historische Flurnamensammlung] der Ostfriesischen Landschaft, Nr. 58522</ref> Eine [[Außenbleiche|weitere Bleiche]] befand sich bei [[Vierzig Diemat]].
Die Bleiche, die schon vor 1719 existierte, verfügte dazu über weite Rasenflächen, die sich von der Bleicherslohne bis zur [[Rosenthallohne]] erstreckten und war von einer Graft (wasserführender Graben) und einem Wall (''Zingel'') umgeben.<ref>Schreiber, Gretje (1995): Nordens Häuser und ihre Bewohner (XIV), Die Leute in der Osterstraße, in: Ostfriesischer Kurier 17./18. Juni 1995, S. 8.</ref><ref>Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 34</ref><ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Zum Bleichen wurde oftmals einfach die noch nasse Wäsche auf der Rasenfläche ausgelegt. Dadurch nahm sie durch natürliche Vorgänge ihre ursprüngliche, weiße Farbe wieder an.<ref>[https://flurnamen-ostfriesland.de/flurnamensammlung?state=item:58522 Schreiber, Gretje (2011): Historische Flurnamensammlung] der Ostfriesischen Landschaft, Nr. 58522</ref>
 
Deutlich verzeichnet ist die Bleiche mitsamt Grundstück auf den Karten von 1858, 1882 und 1894. Insbesondere letztere Karte liefert eine maßstabsgerechte Abbildung.<ref name=":0">Keunecke, Friedrich (2023): Die Bleiche. In: Dat Blattje (Heimatverein Norderland) Nr. 10, März 2023, S. 14ff.</ref>


Die Bleiche existierte noch bis etwa 1930. Nach ihrem Abbruch wurde der nördliche Teil der Bleicherslohne erschlossen und erhielt sein heutiges Aussehen.
Die Bleiche existierte noch bis etwa 1930. 1920 wurde der nördliche Teil der Bleicherslohne erschlossen und bebaut.<ref name=":0" /> Zuvor war bereits die südliche Bleicherslohne seit der Jahrhundertwende mit mehreren Stadtvillen bebaut worden.


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Version vom 26. Oktober 2024, 12:16 Uhr

Bleiche

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Basisdaten
Entstehungszeit vor 1719
Erbauer unbekannt
Bauweise Ziegelsteinbau
Erhaltungszustand 1920 abgebrochen
Genaue Lage Bleicherslohne

26506 Norden

Die Bleiche war eine Bleicherei in der heutigen Bleicherslohne. Hier wurde Wäsche gebleicht, sprich von Vergilbungen und ähnlichem befreit. Eine weitere Bleiche (Außenbleiche) befand sich bei Vierzig Diemat.

Geschichte

Die Bleiche, die schon vor 1719 existierte, verfügte dazu über weite Rasenflächen, die sich von der Bleicherslohne bis zur Rosenthallohne erstreckten und war von einer Graft (wasserführender Graben) und einem Wall (Zingel) umgeben.[1][2][3] Zum Bleichen wurde oftmals einfach die noch nasse Wäsche auf der Rasenfläche ausgelegt. Dadurch nahm sie durch natürliche Vorgänge ihre ursprüngliche, weiße Farbe wieder an.[4]

Deutlich verzeichnet ist die Bleiche mitsamt Grundstück auf den Karten von 1858, 1882 und 1894. Insbesondere letztere Karte liefert eine maßstabsgerechte Abbildung.[5]

Die Bleiche existierte noch bis etwa 1930. 1920 wurde der nördliche Teil der Bleicherslohne erschlossen und bebaut.[5] Zuvor war bereits die südliche Bleicherslohne seit der Jahrhundertwende mit mehreren Stadtvillen bebaut worden.

Einzelnachweise

  1. Schreiber, Gretje (1995): Nordens Häuser und ihre Bewohner (XIV), Die Leute in der Osterstraße, in: Ostfriesischer Kurier 17./18. Juni 1995, S. 8.
  2. Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 34
  3. Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)
  4. Schreiber, Gretje (2011): Historische Flurnamensammlung der Ostfriesischen Landschaft, Nr. 58522
  5. 5,0 5,1 Keunecke, Friedrich (2023): Die Bleiche. In: Dat Blattje (Heimatverein Norderland) Nr. 10, März 2023, S. 14ff.

Siehe auch