Haus Vienna: Unterschied zwischen den Versionen
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Während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] wurde auch das - natürlich erst später so genannte - Haus Vienna von den gefürchteten Söldnern des Peter Ernst II. von Mansfeld heimgesucht und schwer beschädigt. Die Mansfelder hielten sich seinerzeit schadlos an der Bevölkerung und ihrer Habe. Flohen die Bewohner eines Hauses, wurde dieses meist in Brand gesetzt.<ref>Schreiber, Gretje (2020): Die Bewohner des Bürgerhauses in Norden. Haus der Bürgerstiftung Norden, Norden, S. 13</ref> Bedingt durch die schweren Gebäudeschäden sollte das Haus am 20. April 1627 in einer Versteigerung im [[Weinhaus]] meistbietend versteigert werden. Aus unbekannten Gründen kam es hierzu nicht mehr.<ref>Schreiber, Gretje (2020): Die Bewohner des Bürgerhauses in Norden. Haus der Bürgerstiftung Norden, Norden, S. 15</ref> Die Lütetsburger Grafen blieben sodann Eigentümer des Gebäudes.<ref name=":6" /> | Während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] wurde auch das - natürlich erst später so genannte - Haus Vienna von den gefürchteten Söldnern des Peter Ernst II. von Mansfeld heimgesucht und schwer beschädigt. Die Mansfelder hielten sich seinerzeit schadlos an der Bevölkerung und ihrer Habe. Flohen die Bewohner eines Hauses, wurde dieses meist in Brand gesetzt.<ref>Schreiber, Gretje (2020): Die Bewohner des Bürgerhauses in Norden. Haus der Bürgerstiftung Norden, Norden, S. 13</ref> Bedingt durch die schweren Gebäudeschäden sollte das Haus am 20. April 1627 in einer Versteigerung im [[Weinhaus]] meistbietend versteigert werden. Aus unbekannten Gründen kam es hierzu nicht mehr.<ref>Schreiber, Gretje (2020): Die Bewohner des Bürgerhauses in Norden. Haus der Bürgerstiftung Norden, Norden, S. 15</ref> Die Lütetsburger Grafen blieben sodann Eigentümer des Gebäudes.<ref name=":6" /> | ||
Ab 1722 wechselte das Haus mehrfach den Besitzer. So wohnte hier beispielsweise um 1748 der [[Amtsverwalter]] des [[Amt Norden|Amtes Norden]], [[Hajo Laurenz Damm|Dr. Hajo Laurenz Damm]]. Später stand das Haus im Eigentum von Kaufleuten und anderen Personen.<ref name=":1" /> So erwarb am 11. November 1793 ein Abkömmling der niederländisch-ostfriesischen Familie ''Thoden van Velsen'' (Ausmiener zu Norden) das Haus, denen zuvor auch das [[Gräfliches Haus|Gräfliche Haus]] gehörte, von Damms Witwe. Ab 1838 wohnte hier ein [[Carl Friedrich Arndt]]. Ihm folgt nach 1872 ein Kaufmann namens Gerdes bzw. dessen Witwe.<ref name=":3">Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 38</ref> | Ab 1722 wechselte das Haus mehrfach den Besitzer. So wohnte hier beispielsweise um 1748 der [[Amtsverwalter]] des [[Amt Norden|Amtes Norden]], [[Hajo Laurenz Damm|Dr. Hajo Laurenz Damm]]. Später stand das Haus im Eigentum von Kaufleuten und anderen Personen.<ref name=":1" /> So erwarb am 11. November 1793 ein Abkömmling der niederländisch-ostfriesischen Familie ''Thoden van Velsen'' ([[Ausmiener]] zu Norden) das Haus, denen zuvor auch das [[Gräfliches Haus|Gräfliche Haus]] gehörte, von Damms Witwe. Ab 1838 wohnte hier ein [[Carl Friedrich Arndt]]. Ihm folgt nach 1872 ein Kaufmann namens Gerdes bzw. dessen Witwe.<ref name=":3">Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 38</ref> | ||
Aus Verkaufsunterlagen aus dem Jahr 1864 geht hervor, dass zum Haus eine Scheune gehörte, die im Zusammenhang mit dem Verkauf an den [[Johann Rösingh|Nachbarn Rösingh]] ([[Am Markt 56]]) erwähnt wird.<ref name=":1" /><ref name=":7">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 132</ref> Das Haus an sich verblieb im Eigentum Arndts, bis um 1872 dann im Brandkataster ein [[Johannes Gerdes|Johannes P. Gerdes]] aufgeführt wurde. Nach dessen Tode erbte seine Witwe das Haus.<ref name=":7" /> | Aus Verkaufsunterlagen aus dem Jahr 1864 geht hervor, dass zum Haus eine Scheune gehörte, die im Zusammenhang mit dem Verkauf an den [[Johann Rösingh|Nachbarn Rösingh]] ([[Am Markt 56]]) erwähnt wird.<ref name=":1" /><ref name=":7">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 132</ref> Das Haus an sich verblieb im Eigentum Arndts, bis um 1872 dann im Brandkataster ein [[Johannes Gerdes|Johannes P. Gerdes]] aufgeführt wurde. Nach dessen Tode erbte seine Witwe das Haus.<ref name=":7" /> | ||