Fridericussiel: Unterschied zwischen den Versionen
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Das '''Fridericussiel''' (auch: ''Addinggaster Siel'') ist ein 1775 erbautes [[Siel]], mit dessen Fertigstellung die Landrückgewinnung von [[Süderneuland]] abgeschlossen wurde. Es wurde nach König Friedrich (dem Großen; lateinisch: ''Fridericus Rex'') benannt, in dessen Regierungszeit der Bau des Siels fiel. Ostfriesland war zu dieser Zeit eine preußische Provinz. | Das '''Fridericussiel''' (auch: ''Addinggaster Siel'') ist ein 1775 erbautes [[Siel]], mit dessen Fertigstellung die Landrückgewinnung von [[Süderneuland]] abgeschlossen wurde. Es wurde nach König Friedrich (dem Großen; lateinisch: ''Fridericus Rex'') benannt, in dessen Regierungszeit der Bau des Siels fiel. Ostfriesland war zu dieser Zeit eine preußische Provinz. Es ist das älteste noch erhaltene Siel Ostfrieslands. | ||
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
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Bereits ab 1818 verlor das Fridericussiel weitestgehend seine Bedeutung für die Entwässerung des Süderneulands. Nachdem die [[Norder Fehngesellschaft]] gegen Ende des 18. Jahrhunderts den [[Berumerfehnkanal|Fehnkanal]] erbaute, nahm die Wassermenge am [[Großes Norder Siel|Großen Norder Siel]] zu, sodass die zuständige [[Sielacht]] verlangte, dass die Fehngesellschaft einen Kanal zum Fridericussiel zu graben hatte, damit der Fehnkanal dorthin entwässern könne. Später errichtete die Gesellschaft einen Nebenarm vom Fehnkanal zum [[Addinggaster Tief]].<ref>Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 34</ref> Die Fehngesellschaft musste dafür der [[Sielacht]] eine neue Ausmündung ihres Tiefs schaffen.<ref>Janssen, Theodor (1967): Gewässerkunde Ostfrieslands, Aurich, S. 133</ref> Seit 1929 wird der Großteil des städtischen Wassers schließlich über das [[Leybuchtsiel]] sowie ab 1991 durch das [[Leysiel]] entwässert. | Bereits ab 1818 verlor das Fridericussiel weitestgehend seine Bedeutung für die Entwässerung des Süderneulands. Nachdem die [[Norder Fehngesellschaft]] gegen Ende des 18. Jahrhunderts den [[Berumerfehnkanal|Fehnkanal]] erbaute, nahm die Wassermenge am [[Großes Norder Siel|Großen Norder Siel]] zu, sodass die zuständige [[Sielacht]] verlangte, dass die Fehngesellschaft einen Kanal zum Fridericussiel zu graben hatte, damit der Fehnkanal dorthin entwässern könne. Später errichtete die Gesellschaft einen Nebenarm vom Fehnkanal zum [[Addinggaster Tief]].<ref>Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 34</ref> Die Fehngesellschaft musste dafür der [[Sielacht]] eine neue Ausmündung ihres Tiefs schaffen.<ref>Janssen, Theodor (1967): Gewässerkunde Ostfrieslands, Aurich, S. 133</ref> Seit 1929 wird der Großteil des städtischen Wassers schließlich über das [[Leybuchtsiel]] sowie ab 1991 durch das [[Leysiel]] entwässert. | ||
Aufgrund starker Baufälligkeit wurde die Überwegung über das Siel ab 2015 für breite Kraftfahrzeuge durch Baumaßnahmen verengt, ohne seine Substanz anzugehen. Eine Sanierung | Aufgrund starker Baufälligkeit wurde die Überwegung über das Siel ab 2015 für breite Kraftfahrzeuge durch Baumaßnahmen verengt, ohne seine Substanz anzugehen. Eine Sanierung war längst dringend erforderlich, scheiterte jedoch lange Zeit an den nicht unerheblichen Kosten. Hinzu kamen bauliche Schwierigkeiten aufgrund des Denkmalschutzes. Ende 2024 begann schließlich die Sanierung des Bauwerks, das bis heute das älteste, erhaltene Siel Ostfrieslands ist. Die Kosten beliefen sich auf etwa 1,07 Millionen Euro.<ref>[https://nachrichten.ostfriesischer-kurier.de/nachrichten/arbeiten-am-fridericussiel-in-norden-werden-erst-2024-abgeschlossen-3079.html Online-Bericht des Ostfriesischen Kuriers vom 21. Oktober 2023], abgerufen am 21. Oktober 2024</ref><ref>[https://nachrichten.ostfriesischer-kurier.de/nachrichten/fridericussiel-endlich-startet-die-sanierung-5430.html Online-Bericht des Ostfriesischen Kuriers vom 17. August 2024], abgerufen am 21. Oktober 2024</ref> Im Juni 2025 wurden die Arbeiten planmäßig abgeschlossen. | ||
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