Am Markt 47: Unterschied zwischen den Versionen
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Gegen Ende des 15. Jahrhunderts stiftete Kirchvogt [[Folpt Boyen Metsena]] eine Wohnung für den Organisten der [[Ludgerikirche]]. [[Ufke Cremer]] verortete diese Stiftung noch auf der anderen Seite des westlichen [[Marktplatz|Marktplatzes]] und zwar in einem der Häuser [[Am Markt 40]], [[Am Markt 41]] oder [[Am Markt 42]].<ref name=":0">Schreiber, Gretje (1994): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 122</ref> | Gegen Ende des 15. Jahrhunderts stiftete Kirchvogt [[Folpt Boyen Metsena]] eine Wohnung für den Organisten der [[Ludgerikirche]]. [[Ufke Cremer]] verortete diese Stiftung noch auf der anderen Seite des westlichen [[Marktplatz|Marktplatzes]] und zwar in einem der Häuser [[Am Markt 40]], [[Am Markt 41]] oder [[Am Markt 42]].<ref name=":0">Schreiber, Gretje (1994): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 122</ref> | ||
Vor der Tür des Hauses soll sich einst eine kleine ''Leufe'' (vermutlich ist damit eine Treppe mit Handlauf gemeint) sowie ein ''Schutzdach'' (Dachüberstand) befunden haben. Das Grundstück ragte offenbar etwas nach vorne, sodass die Rede davon ist, dass vor den Fenstern ein freier Platz so breit wie die ''Leufe'' und so lange wie das Haus angebracht war.<ref name=":0" /> | Vor der Tür des Hauses soll sich einst eine kleine ''Leufe'' (vermutlich ist damit eine Treppe mit Handlauf gemeint) sowie ein ''Schutzdach'' (Dachüberstand) befunden haben. Das Grundstück ragte offenbar etwas nach vorne, sodass die Rede davon ist, dass vor den Fenstern ein freier Platz so breit wie die ''Leufe'' (Vordach) und so lange wie das Haus angebracht war.<ref name=":0" /> | ||
Haus und Garten blieben noch bis zum 2. März 1801 im Besitz der Kirche und wurde danach an den Kircheninspektor Kirchhoff verkauft. Nicht ganz drei Jahre später wurde das Haus von ihm weiterveräußert. In einem Kaufvertrag vom 31. Januar 1804 wird der Fuhrmann [[Jacob Claessen]] erwähnt, der das Haus für 2.300 erworben hatte. Kirchhoff sicherte sich in dem Kaufvertrag das Recht, die von ihm im Garten gepflanzten Bäume mitzunehmen. Zudem verpflichtete sich der Käufer Claessen dazu, die von Kirchhoff gekauften hölzernen Fensterrahmen zum Einkaufspreis zu übernehmen. Nicht unüblich für damalige Zeiten lagen auf dem Haus neben den üblichen Lasten (Steuern) auch die Pflicht, Einquartierungen durch Soldaten zu dulden.<ref name=":0" /> | Haus und Garten blieben noch bis zum 2. März 1801 im Besitz der Kirche und wurde danach an den Kircheninspektor Kirchhoff verkauft. Nicht ganz drei Jahre später wurde das Haus von ihm weiterveräußert. In einem Kaufvertrag vom 31. Januar 1804 wird der Fuhrmann [[Jacob Claessen]] erwähnt, der das Haus für 2.300 erworben hatte. Kirchhoff sicherte sich in dem Kaufvertrag das Recht, die von ihm im Garten gepflanzten Bäume mitzunehmen. Zudem verpflichtete sich der Käufer Claessen dazu, die von Kirchhoff gekauften hölzernen Fensterrahmen zum Einkaufspreis zu übernehmen. Nicht unüblich für damalige Zeiten lagen auf dem Haus neben den üblichen Lasten (Steuern) auch die Pflicht, Einquartierungen durch Soldaten zu dulden.<ref name=":0" /> | ||