Am Markt 54: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 10: | Zeile 10: | ||
26506 Norden | 26506 Norden | ||
}} | }} | ||
'''Am Markt 54''' befand sich ein seit 1926 im Besitz von [[Anton Götz]] befindliches Gebäude. Im Zuge des Ausbaus der [[Norddeicher Straße]] wurde das Gebäude 1971 abgebrochen. Heute verläuft hier ein Geh- und Radweg. | '''Am Markt 54''' befand sich ein seit 1926 im Besitz von [[Anton Götz]] befindliches Gebäude. Im Zuge des Ausbaus der [[Norddeicher Straße]] wurde das Gebäude 1971, wie auch das westliche Nachbarhaus [[Am Markt 53]], abgebrochen. Heute verläuft hier ein Geh- und Radweg. | ||
__TOC__ | __TOC__ | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Der erste Nachweis für ein Haus an dieser Stelle stammt aus dem Jahre 1744. In dem Register der Warfs- und Zaunheuer findet sich der Name [[Gerriet Gerrits]] bzw. [[Garrelt Jaspers]]. 1751 erwarben [[Ihmel Willms]] und seine Ehefrau [[Elisabeth Ufen]] das Haus von [[Heje Hibben]] zum Preis von 1.500 Gulden mitsamt einigem Mobiliar. In ihrem Testament setzten sie [[Edde Ufen Ihmels|Edde Ihmels]] als Erben ein. Der Besitz wurde am 10. Dezember 1801 im Grundbuch eingetragen. Per Testament vom 24. August 1804 erben dessen Witwe [[Teelke Janssen Fischer]] und die fünf Kinder zu gleichen Teilen das Haus mitsamt Garten.<ref name=":0">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 129</ref> | |||
<ref> | Im Brandkataster aus der Zeit um 1863 ist erkennbar, dass die Witwe des H. C. Rosenboom nun Eigentümerin des Hauses war. Ihr folgte um 1875 [[Arend Ihben|Arend I. Ihben]]. Um 1896 war Chr. I. Ihben und anschließend [[Ihbo Ibben]] Eigentümer. Bald darauf folgte [[Johannes Bartels]].<ref name=":0" /> | ||
1926 übernahm hatte das Haus von dem Kaufmann [[Johann Bohlen]].<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 196</ref> | |||
Götz, der hier eine Filiale betrieb, die als Tante-Emma-Laden einer der Vorläufer des späteren Supermarktes [[EDEKA Anton Götz]] war, Zuvor wurde der Kaufmannsladen von [[Johann Bohlen]] betrieben, dessen Witwe ihn schließlich an Götz verkaufte. | |||
==Trivia== | |||
In der Zeit um 1812 hatte das Gebäude die [[Hausnummerierung|Hausnummer]] 555.<ref>Cremer, Ufke (1938): Die Hausnummern Nordens im Jahre 1812, Norden, S. 2</ref> | |||
==Galerie== | ==Galerie== | ||
Version vom 16. Juli 2024, 08:55 Uhr
Am Markt 54 | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Entstehungszeit | unbekannt |
| Erbauer | unbekannt |
| Bauweise | Ziegelsteinbau |
| Erhaltungszustand | 1971 abgebrochen |
| Genaue Lage | Am Markt 54
26506 Norden |
Am Markt 54 befand sich ein seit 1926 im Besitz von Anton Götz befindliches Gebäude. Im Zuge des Ausbaus der Norddeicher Straße wurde das Gebäude 1971, wie auch das westliche Nachbarhaus Am Markt 53, abgebrochen. Heute verläuft hier ein Geh- und Radweg.
Geschichte
Der erste Nachweis für ein Haus an dieser Stelle stammt aus dem Jahre 1744. In dem Register der Warfs- und Zaunheuer findet sich der Name Gerriet Gerrits bzw. Garrelt Jaspers. 1751 erwarben Ihmel Willms und seine Ehefrau Elisabeth Ufen das Haus von Heje Hibben zum Preis von 1.500 Gulden mitsamt einigem Mobiliar. In ihrem Testament setzten sie Edde Ihmels als Erben ein. Der Besitz wurde am 10. Dezember 1801 im Grundbuch eingetragen. Per Testament vom 24. August 1804 erben dessen Witwe Teelke Janssen Fischer und die fünf Kinder zu gleichen Teilen das Haus mitsamt Garten.[1]
Im Brandkataster aus der Zeit um 1863 ist erkennbar, dass die Witwe des H. C. Rosenboom nun Eigentümerin des Hauses war. Ihr folgte um 1875 Arend I. Ihben. Um 1896 war Chr. I. Ihben und anschließend Ihbo Ibben Eigentümer. Bald darauf folgte Johannes Bartels.[1]
1926 übernahm hatte das Haus von dem Kaufmann Johann Bohlen.[2]
Götz, der hier eine Filiale betrieb, die als Tante-Emma-Laden einer der Vorläufer des späteren Supermarktes EDEKA Anton Götz war, Zuvor wurde der Kaufmannsladen von Johann Bohlen betrieben, dessen Witwe ihn schließlich an Götz verkaufte.
Trivia
In der Zeit um 1812 hatte das Gebäude die Hausnummer 555.[3]
Galerie
-
Links im Hintergrund die Marktschule, rechts das Haus Am Markt 54 (um 1900).
-
Aufgenommen in der Zeit zwischen 1926 und 1929.
-
Aufnahme aus der Zeit um 1960.
-
Der Pannkooksboom vor dem Haus im Jahre 1963. Erkennbar ist am Haus bereits der Schriftzug Anton Götz. Im Hintergrund das Haus Vienna.
-
Abriss im Februar 1971.