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Die Stadt Norden versorgte sich bis in die 1930er Jahre über ein weit verzweigtes Brunnennetz mit Wasser. So soll es 1898 neben den fünf öffentlichen noch rund 540 private Brunnen gegeben haben. Dieser Umstand war längst nicht mehr zeitgemäß, sodass die [[Stadtwerke Norden|Stadtwerke]] ab 1905 mit den Plänen für den Bau einer zentralen Wasserversorgung begannen. Das Vorhaben scheiterte letztlich vor allem an der Finanzierung, sodass es ein gutes Vierteljahrhundert dauerte, bis die Stadtwerke die Pläne erneut aufnahmen. In Hage wurde schließlich ein geeigneter Platz für den Bau eines Wasserwerks begonnen, das sich dort bis heute in der Bahnhofstraße in unmittelbarer Nähe zur Hager Umgehungsstraße befindet. Das Wasserwerk nahm seinen Betrieb am 2. August 1939, also etwa einen Monat vor Beginn des Zweiten Weltkriegs, auf.<ref name=":0" />
Die Stadt Norden versorgte sich bis in die 1930er Jahre über ein weit verzweigtes Brunnennetz mit Wasser. So soll es 1898 neben den fünf öffentlichen noch rund 540 private Brunnen gegeben haben. Dieser Umstand war längst nicht mehr zeitgemäß, sodass die [[Stadtwerke Norden|Stadtwerke]] ab 1905 mit den Plänen für den Bau einer zentralen Wasserversorgung begannen. Das Vorhaben scheiterte letztlich vor allem an der Finanzierung, sodass es ein gutes Vierteljahrhundert dauerte, bis die Stadtwerke die Pläne erneut aufnahmen. In Hage wurde schließlich ein geeigneter Platz für den Bau eines Wasserwerks begonnen, das sich dort bis heute in der Bahnhofstraße in unmittelbarer Nähe zur Hager Umgehungsstraße befindet. Das Wasserwerk nahm seinen Betrieb am 2. August 1939, also etwa einen Monat vor Beginn des Zweiten Weltkriegs, auf.<ref name=":0" />


Um die Wasserleitungen mit einem ausreichenden und gleichmäßigen Druck zu versorgen, war zunächst geplant, den Turm der Firma [[Doornkaat]] mit einem Hochbehälter auszurüsten. Hierbei wurden jedoch Probleme mit der Baustatik dieses alten Gebäudes festgestellt, was die Pläne zunichte machte. Die Stadtwerke erwarben daraufhin das Grundstück an der [[Alleestraße]], wo sie zwischen 1938 und 1939 den Wasserturm bauten und in Betrieb nahmen. Wie damals üblich, wurde auf diesem hohen Gebäude ein Fahnenmast errichtet, später kam eine Flugabwehrkanone (Flak) hinzu.<ref name=":0">Aschenbeck, Nils / Schmidt, Jens (2003): Wassertürme im Nordwesten, Oldenburg, S. 52</ref><ref name=":1" /> Möglicherweise war die Stellung verbunkert.<ref name=":1">[http://www.luftschutzbunker-wilhelmshaven.de/umkreis/wasserturm_norden.html Luftschutzbunker Wilhelmshaven, Standort Norden], abgerufen am 24. Februar 2021</ref> Inzwischen befinden sich Mobilfunkantennen auf dem Gebäude.
Um die Wasserleitungen mit einem ausreichenden und gleichmäßigen Druck zu versorgen, war zunächst geplant, den Turm der Firma [[Doornkaat]] mit einem Hochbehälter auszurüsten. Hierbei wurden jedoch Probleme mit der Baustatik dieses alten Gebäudes festgestellt, was die Pläne zunichte machte. Die Stadtwerke erwarben daraufhin das Grundstück an der [[Alleestraße]], wo sie zwischen 1938 und 1939 den Wasserturm bauten und in Betrieb nahmen. Wie damals üblich, wurde auf diesem hohen Gebäude ein Fahnenmast errichtet, später wurde hier eine Flugabwehrkanone (Flak) errichtet.<ref name=":0">Aschenbeck, Nils / Schmidt, Jens (2003): Wassertürme im Nordwesten, Oldenburg, S. 52</ref><ref name=":1" /> Möglicherweise war die Stellung verbunkert.<ref name=":1">[http://www.luftschutzbunker-wilhelmshaven.de/umkreis/wasserturm_norden.html Luftschutzbunker Wilhelmshaven, Standort Norden], abgerufen am 24. Februar 2021</ref> Inzwischen befinden sich Mobilfunkantennen auf dem Gebäude.


Aufgrund hoher Betriebskosten, einer anstehenden, kostenintensiven Sanierung sowie technischen Fortschritts in der Erzeugung des Wasserdrucks begannen ab etwa 1960 Überlegungen, den Turm von den Aufgaben der städtischen Wasserversorgung zu entbinden. Als dann nach einer Sturmflut das Stromnetz der Stadt zusammenbrach, funktionierte die Wasserversorgung jedoch weiter reibungslos, da diese weitgehend ohne elektrische Pumpen auskam. So entschied man sich, den Wasserturm in Betrieb zu halten.<ref name=":0" />
Aufgrund hoher Betriebskosten, einer anstehenden, kostenintensiven Sanierung sowie technischen Fortschritts in der Erzeugung des Wasserdrucks begannen ab etwa 1960 Überlegungen, den Turm von den Aufgaben der städtischen Wasserversorgung zu entbinden. Als dann nach einer Sturmflut das Stromnetz der Stadt zusammenbrach, funktionierte die Wasserversorgung jedoch weiter reibungslos, da diese weitgehend ohne elektrische Pumpen auskam. So entschied man sich, den Wasserturm in Betrieb zu halten.<ref name=":0" />