Weinhaus: Unterschied zwischen den Versionen
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Ursprünglich war das Weinhaus im Besitz der Kirche, die wohl auch Erbauer des Gebäudes ist. Es handelte sich ursprünglich um einen Gulfhof, der in einigen Räumlichkeiten gastwirtschaftlich genutzt wurde. Genannt wurde es erstmals 1539, als Ernst Friedrichs [[von Wicht]] von einem Unfall am Weinhaus (''"ante oenopolium"'') berichtet. | Ursprünglich war das Weinhaus im Besitz der Kirche, die wohl auch Erbauer des Gebäudes ist. Es handelte sich ursprünglich um einen Gulfhof, der in einigen Räumlichkeiten gastwirtschaftlich genutzt wurde. Genannt wurde es erstmals 1539, als Ernst Friedrichs [[von Wicht]] von einem Unfall am Weinhaus (''"ante oenopolium"'') berichtet. Ein Diener von [[Enno II. Cirksena|Graf Enno II.]] nahm die Zügel eines Pferdes zu kurz, sodass das geführte Tier den Unglücklichen an die Wand des Hauses drängte und ihm den Brustkorb zerdrückte. Eine Schank- und Gastwirtschaft wird hier zu dieser Zeit bereits betrieben.<ref name=":0">Schreiber, Gretje (1994): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 104ff.</ref> | ||
In der Zeit um 1579 war [[Everwien von Colln]] Pächter des Weinhauses.<ref>Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 93</ref> Im Jahre 1586 wird [[Frans Wyntapper]] als Pächter des Weinhauses genannt. Auch er betreibt hier eine Schank- und Gastwirtschaft.<ref name=":1">[https://www.teetied-ostfriesland.de/artikel-und-geschichten/der-weinkeller-des-norder-hotel-zum-weinhaus/ Der Weinkeller des Norder Hotel Zum Weinhaus], abgerufen am 14. April 2021</ref> Zudem belieferte er die [[Ludgerikirche]] mit Wein für das Abendmahl.<ref>Bach, Adolf (1943): Deutsche Namenkunde / Band 1: Die deutschen Personennamen, Berlin, S. 415</ref> Auch war das Weinhaus im 16. Jahrhundert Versammlungsort der [[Theelacht]].<ref name=":0" /> Seitdem und - vermutlich noch bis zum Neubau des [[Amtsgericht Norden|Amtsgerichts]] im Jahre 1836 - war es zudem oftmals Räumlichkeit für Zeugenvernehmungen in Gerichtsprozessen des [[Stadtgericht Norden|Stadtgerichts]].<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 27</ref> | In der Zeit um 1579 war [[Everwien von Colln]] Pächter des Weinhauses.<ref>Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 93</ref> Im Jahre 1586 wird [[Frans Wyntapper]] als Pächter des Weinhauses genannt. Auch er betreibt hier eine Schank- und Gastwirtschaft.<ref name=":1">[https://www.teetied-ostfriesland.de/artikel-und-geschichten/der-weinkeller-des-norder-hotel-zum-weinhaus/ Der Weinkeller des Norder Hotel Zum Weinhaus], abgerufen am 14. April 2021</ref> Zudem belieferte er die [[Ludgerikirche]] mit Wein für das Abendmahl.<ref>Bach, Adolf (1943): Deutsche Namenkunde / Band 1: Die deutschen Personennamen, Berlin, S. 415</ref> Auch war das Weinhaus im 16. Jahrhundert Versammlungsort der [[Theelacht]].<ref name=":0" /> Seitdem und - vermutlich noch bis zum Neubau des [[Amtsgericht Norden|Amtsgerichts]] im Jahre 1836 - war es zudem oftmals Räumlichkeit für Zeugenvernehmungen in Gerichtsprozessen des [[Stadtgericht Norden|Stadtgerichts]].<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 27</ref> | ||