Oldeborg: Unterschied zwischen den Versionen
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{{Infobox Gebäude | |||
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|Entstehungszeit=um 1285 | |||
|Erbauer=unbekannt | |||
|Bauweise=Großes Steinhaus (vermutlich) | |||
|Erhaltungszustand=um 1744 abgebrochen | |||
|Genaue Lage=[[Am Markt]] 26 | |||
26506 Norden | |||
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| Title = Olde Borg | | Title = Olde Borg | ||
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Die Olde Borg steht in keiner Verbindung zum gleichnamigen Ort (''Oldeborg'') in der Gemeinde Südbrookmerland, wenngleich die beiden Bezeichnungen die selbe Bedeutung haben. | Die Olde Borg steht in keiner Verbindung zum gleichnamigen Ort (''Oldeborg'') in der Gemeinde Südbrookmerland, wenngleich die beiden Bezeichnungen die selbe Bedeutung haben. | ||
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Es ist zu vermuten, dass diese Burg im Stil typisch ostfriesischer Burgen als größeres Steinhaus, möglicherweise mit Wehrturm errichtet wurde. Erbauer war vermutlich das Häuptlingsgeschlecht der [[Idzinga]], die zu dieser Zeit großen Einfluss in und um Norden hatten und wohl auch die [[Idzingaburg]] in [[Ostlintel]] und die [[Osterburg]] an der östlichen Stadtgrenze von [[Norden (Stadtteil) |Norden]] errichtet haben. Andere Quellen gehen davon aus, dass die Burg hingegen nicht von einer speziellen Familie, sondern den drei sogenannten ''Vreedmannen'' (= Friedensrichtern) mit ihrem Sprecher (''orator'') erbaut wurden.<ref>Pühl, Eberhard (2007): Flurnamenforschung. Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland, Oldenburg, S. 37</ref> Diese bildeten ab 1277 neben den ''consules'' ([[Ostfriesische Häuptlinge|Häuptlinge]]) den [[Magistrat]] und damit die Verwaltungsspitze des [[Norderland|Norderlandes]]. Die Burg sollte der Sicherung der Stadt dienen, da anhaltende Konflikte zwischen den einflussreichen Geschlechtern dies notwendig erschienen ließ.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 25</ref> Als Baujahr wird das Jahr 1285 angenommen.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 195</ref> In einigen Quellen kommt die Vermutung auf, dass es sich bei der Olde Borg um die [[Ennenburg]] (Attenaburg) handelt. Diese ist jedoch wahrscheinlich ein Nachfolgebau der [[Osterburg]] und befand sich damit weiter abseits des Hafens. | Es ist zu vermuten, dass diese Burg im Stil typisch ostfriesischer Burgen als größeres Steinhaus, möglicherweise mit Wehrturm errichtet wurde. Erbauer war vermutlich das Häuptlingsgeschlecht der [[Idzinga]], die zu dieser Zeit großen Einfluss in und um Norden hatten und wohl auch die [[Idzingaburg]] in [[Ostlintel]] und die [[Osterburg]] an der östlichen Stadtgrenze von [[Norden (Stadtteil) |Norden]] errichtet haben. Andere Quellen gehen davon aus, dass die Burg hingegen nicht von einer speziellen Familie, sondern den drei sogenannten ''Vreedmannen'' (= Friedensrichtern) mit ihrem Sprecher (''orator'') erbaut wurden.<ref>Pühl, Eberhard (2007): Flurnamenforschung. Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland, Oldenburg, S. 37</ref> Diese bildeten ab 1277 neben den ''consules'' ([[Ostfriesische Häuptlinge|Häuptlinge]]) den [[Magistrat]] und damit die Verwaltungsspitze des [[Norderland|Norderlandes]]. Die Burg sollte der Sicherung der Stadt dienen, da anhaltende Konflikte zwischen den einflussreichen Geschlechtern dies notwendig erschienen ließ.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 25</ref> Als Baujahr wird das Jahr 1285 angenommen.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 195</ref> In einigen Quellen kommt die Vermutung auf, dass es sich bei der Olde Borg um die [[Ennenburg]] (Attenaburg) handelt. Diese ist jedoch wahrscheinlich ein Nachfolgebau der [[Osterburg]] und befand sich damit weiter abseits des Hafens. | ||
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==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||
<references /> | <references/> | ||
==Siehe auch== | ==Siehe auch== | ||