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1722 wurde [[Weyert Jansen Spohrmacher]] genannt. Dann folgte [[Jann Weers]], der das Haus geerbt hatte. Nachdem Weers 1758 kinderlos verstorben war, gelangte das Haus an seinen Bruder [[Jann Reiner Liemann]] und nach ihm wiederum dessen minderjährige Kinder.<ref name=":0" />
1722 wurde [[Weyert Jansen Spohrmacher]] genannt. Dann folgte [[Jann Weers]], der das Haus geerbt hatte. Nachdem Weers 1758 kinderlos verstorben war, gelangte das Haus an seinen Bruder [[Jann Reiner Liemann]] und nach ihm wiederum dessen minderjährige Kinder.<ref name=":0" />


1800 wurde das Haus öffentlich versteigert, wodurch [[Tiede Thieden]] und [[Peter Willms Brauer]] für 5.610 Gulden neue Besitzer wurden, dieses aber offenbar nicht selbst bewohnten.<ref name=":1">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 23</ref> Im Jahre 1812 wurde das Haus von drei Familien (Backer, Claßen und Rauhe) bewohnt, zudem befand sich dort eine Bäckerei.<ref>Cremer, Ufke (1938): Die Hausnummern Nordens im Jahre 1812, Norden, S. 1</ref> Thieden verstarb am 22. Februar 1821, sodass seine Witwe und die sechs Kinder gemeinsam die Hälfte seines Eigentumanteils erbten.<ref name=":0" /><ref name=":1" /> Neben den üblichen Lasten (Steuern) hatten sie auch für den Unterhalt des [[Brunnen|Brunnens]] an der [[Mühlenstraße]] zu sorgen. Weiterhin hatten sie (bis 1870) entgeltlos den Unterhalt der [[Gotteskammer]] an der [[Sielstraße]] (ehemals [[Liste der Häuser an der Sielstraße|Sielstraße 76]]) zu gewährleisten.<ref name=":1" /><ref name=":2">Schreiber, Gretje (1998): Norder Häuser. Die Bewohner der Sielstraße (Heim und Herd-Serie im Ostfriesischen Kurier)</ref>
1800 wurde das Haus öffentlich versteigert, wodurch [[Tiede Thieden]] und [[Peter Willms Brauer]] für 5.610 Gulden neue Besitzer wurden, dieses aber offenbar nicht selbst bewohnten.<ref name=":1">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 23</ref> Im Jahre 1812 wurde das Haus von drei Familien (Backer, Claßen und Rauhe) bewohnt, zudem befand sich dort eine Bäckerei.<ref>Cremer, Ufke (1938): Die Hausnummern Nordens im Jahre 1812, Norden, S. 1</ref> Thieden verstarb am 22. Februar 1821, sodass seine Witwe und die sechs Kinder gemeinsam die Hälfte seines Eigentumanteils erbten.<ref name=":0" /><ref name=":1" /> Neben den üblichen Lasten (Steuern) hatten sie auch für den Unterhalt des [[Brunnen|Brunnens]] an der [[Mühlenstraße]] zu sorgen. Weiterhin hatten sie (bis 1870) entgeltlos den Unterhalt der [[Gotteskammer]] an der [[Sielstraße]] (ehemals [[Liste der Häuser an der Sielstraße|Sielstraße 75]]) zu gewährleisten.<ref name=":1" /><ref name=":2">Schreiber, Gretje (1998): Norder Häuser. Die Bewohner der Sielstraße (Heim und Herd-Serie im Ostfriesischen Kurier)</ref>


Im Brandkataster 1803 wurden [[Thiede Sjabben]], in den Jahren 1830 und 1841 Conr. A. Valentin und 1857 [[Hermann Büssemaker]] als Eigentümer genannt. Ab 1885 war [[Christian Bünting]], 1890 [[Hibbo Bünting]] Hauseigentümer. Nach Hibbo folgte ab spätestens 1926 [[Bertha Bünting]], danach (spätestens 1950) Christian Bünting II., welcher das Haus ca. 1972 abbrechen und durch nichtssagenden, schmucklosen Neubau ersetzen ließ.<ref name=":2" /> Seither erfuhr das Haus diverse Nutzungen, unter anderem als Apotheke (Post-Apotheke), Fahrschule und Zahnarztpraxis. Die Familie Bünting führte zudem seit 1924 das Traditionsunternehmen [[C. E. Popken]].<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 176</ref> Die Bünting'sche Eisenwarenhandlung existiert nicht mehr.
Im Brandkataster 1803 wurden [[Thiede Sjabben]], in den Jahren 1830 und 1841 Conr. A. Valentin und 1857 [[Hermann Büssemaker]] als Eigentümer genannt. Ab 1885 war [[Christian Bünting]], 1890 [[Hibbo Bünting]] Hauseigentümer. Nach Hibbo folgte ab spätestens 1926 [[Bertha Bünting]], danach (spätestens 1950) Christian Bünting II., welcher das Haus ca. 1972 abbrechen und durch nichtssagenden, schmucklosen Neubau ersetzen ließ.<ref name=":2" /> Seither erfuhr das Haus diverse Nutzungen, unter anderem als Apotheke (Post-Apotheke), Fahrschule und Zahnarztpraxis. Die Familie Bünting führte zudem seit 1924 das Traditionsunternehmen [[C. E. Popken]].<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 176</ref> Die Bünting'sche Eisenwarenhandlung existiert nicht mehr.