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|Entstehungszeit=1972
|Entstehungszeit=1972
|Erbauer=
|Erbauer=[[Christian Bünting]]
|Bauweise=
|Bauweise=Ziegelsteinbau u.a.
|Erhaltungszustand=erhalten
|Erhaltungszustand=erhalten
|Genaue Lage=[[Am Markt]]  
|Genaue Lage=[[Am Markt]]  
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==Geschichte==
==Geschichte==
Das Gebäude wurde um 1972 durch nichtssagenden, schmucklosen Neubau ersetzt, der über mehrere Etagen verfügt. Hier befinden sich unter anderem eine Zahnarztpraxis und eine Fahrschule. Früher befand sich in den Räumlichkeiten dieser Fahrschule die ''Post-Apotheke''.
Erstmals erwähnt wird das Gebäude im September 1552 im Zusammenhang mit dem Verkauf des südlichen Nachbarhauses ([[Am Markt 2]]). Zu dieser Zeit soll das hier in Rede stehende Haus dem [[Theelacht]]-Erbbauern (''Arvbur'') [[Simon Hayen]] gehört haben. Spätestens seit 1602 gehörte das Haus seinem Sohn [[Ulfert Simons]]. Diesem wiederum folgte [[Folpt Ulferts]], der 1618, 1638 und 1645 in Steuerlisten aufgeführt wurde. 1663 wurde [[Haye Folpts]], vermutlich ebenfalls ein Sohn des Folpt Ulferts, neuer Hauseigentümer. Folpts war buchhaltender [[Armenvorsteher]].<ref name=":0">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 22</ref>


Im Jahre 1812 wurde das Haus noch von drei Familien (Backer, Claßen und Rauhe) bewohnt, zudem befand sich dort eine Bäckerei.<ref>Cremer, Ufke (1938): Die Hausnummern Nordens im Jahre 1812, Norden, S. 1</ref>
1722 wurde [[Weyert Jansen Spohrmacher]] genannt. Dann folgte [[Jann Weers]], der das Haus geerbt hatte. Nachdem Weers 1758 kinderlos verstorben war, gelangte das Haus an seinen Bruder [[Jann Reiner Liemann]] und nach ihm wiederum dessen minderjährige Kinder.<ref name=":0" />
 
1800 wurde das Haus öffentlich versteigert, wodurch [[Tiede Thieden]] und [[Peter Willms Brauer]] für 5.610 Gulden neue Besitzer wurden, dieses aber offenbar nicht selbst bewohnten.<ref name=":1">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 23</ref> Im Jahre 1812 wurde das Haus von drei Familien (Backer, Claßen und Rauhe) bewohnt, zudem befand sich dort eine Bäckerei.<ref>Cremer, Ufke (1938): Die Hausnummern Nordens im Jahre 1812, Norden, S. 1</ref> Thieden verstarb am 22. Februar 1821, sodass seine Witwe und die sechs Kinder gemeinsam die Hälfte seines Eigentumanteils erbten.<ref name=":0" /><ref name=":1" /> Neben den üblichen Lasten (Steuern) hatten sie auch für den Unterhalt des [[Brunnen|Brunnens]] an der [[Mühlenstraße]] zu sorgen. Weiterhin hatten sie (bis 1870) entgeltlos den Unterhalt der [[Gotteskammer]] an der [[Sielstraße]] (ehemals [[Liste der Häuser an der Sielstraße|Sielstraße 76]]) zu gewährleisten.<ref name=":1" /><ref name=":2">Schreiber, Gretje (1998): Norder Häuser. Die Bewohner der Sielstraße (Heim und Herd-Serie im Ostfriesischen Kurier)</ref>
 
Im Brandkataster 1803 wurden [[Thiede Sjabben]], in den Jahren 1830 und 1841 Conr. A. Valentin und 1857 [[Hermann Büssemaker]] als Eigentümer genannt. Ab 1885 war [[Christian Bünting]], 1890 [[Hibbo Bünting]] Hauseigentümer. Nach Hibbo folgte ab spätestens 1926 [[Bertha Bünting]], danach (spätestens 1950) Christian Bünting II., welcher das Haus ca. 1972 abbrechen und durch nichtssagenden, schmucklosen Neubau ersetzen ließ.<ref name=":2" /> Seither erfuhr das Haus diverse Nutzungen, unter anderem als Apotheke (Post-Apotheke), Fahrschule und Zahnarztpraxis. Die Familie Bünting führte zudem seit 1924 das Traditionsunternehmen [[C. E. Popken]].<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 176</ref> Die Bünting'sche Eisenwarenhandlung existiert nicht mehr.


==Galerie==
==Galerie==