Uvo Pauls: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
[[Datei:Neuer Friedhof Parkfriedhof Grab Pauls 20 11 2021 01.jpg|mini|Grabstätte des Uvo Pauls auf dem [[Parkfriedhof]] zu [[Ostlintel]].]] | [[Datei:Neuer Friedhof Parkfriedhof Grab Pauls 20 11 2021 01.jpg|mini|Grabstätte des Uvo Pauls auf dem [[Parkfriedhof]] zu [[Ostlintel]].]] | ||
'''Uvo Pauls''' (* 30. März 1902 in Norden; † 22. September 1989 in Göttingen) war ein in Norden geborener Luftraumingenieur und hoher Beamter. Er war maßgeblich an der Entwicklung deutscher ''Wunderwaffen'' während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] beteiligt und gelangte nach dem Krieg in eine führende Position bei der Bundeswehr. | '''Uvo Pauls''' (* 30. März 1902 in Norden; † 22. September 1989 in Göttingen) war ein in Norden geborener Luftraumingenieur und hoher Beamter. Er war maßgeblich an der Entwicklung deutscher ''Wunderwaffen'' während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] beteiligt und gelangte nach dem Krieg in eine führende Position bei der Bundeswehr. | ||
Sein Vater war Edward Uvo Pauls , der Ende des 19. Jahrhunderts Bilder von Landschaften in und um Norden gemalt hat. | |||
== Leben == | == Leben == | ||
Pauls wurde 1902 als Sohn des deutschstämmigen Briten Edward Uvo Pauls und seiner Frau Johanne Louise Clara | Pauls wurde 1902 als Sohn des deutschstämmigen Briten Edward Uvo Pauls und seiner Frau Julie Johanne Louise Clara Rykena, geb. Schatteburg in Norden geboren.<ref>[https://www.myheritage.de/names/uvo_pauls Genealogische Aufzeichnung zu Uvo Pauls], abgerufen am 22. November 2021</ref> Nach dem Besuch der Schule absolvierte er ein Hochschulstudium und wurde 1926 Diplomingenieur. Zwei Jahre später trat er eine Stelle bei der Firma Junkers im Bereich der Motoren-Flugerprobung an. Im Zuge der deutschen Aufrüstung stellte das Unternehmen zahlreiche Flugzeugtypen her, darunter die ''Junkers Ju 87'', die als ''Stuka'' (Sturzkampfbomber) von den Alliierten gefürchtet war. | ||
1932 wechselte Pauls zur Erprobungsstelle des Reichsverbands der Deutschen Luftfahrtindustrie in Travemünde und wurde 1936 Referent für Raketentriebwerke im Reichsluftfahrtministerium. Offenbar erkannte Hermann Göring sein Potential, sodass Pauls 1938 zum Leiter der neu gegründeten Versuchsstelle der Luftwaffe in Peenemünde-West ernannt wurde. Sie war das weniger bekannte Gegenstück zur Heeresversuchsanstalt in Peenemünde-Ost, wo die Wehrmacht unter dem bekannten Luftraumingenieur Wernher von Braun die erste Rakete konstruierte, die die Grenze zum Weltraum überschritt und damit den Grundstein für die bemannte Luftraumfahrt legte. | 1932 wechselte Pauls zur Erprobungsstelle des Reichsverbands der Deutschen Luftfahrtindustrie in Travemünde und wurde 1936 Referent für Raketentriebwerke im Reichsluftfahrtministerium. Offenbar erkannte Hermann Göring sein Potential, sodass Pauls 1938 zum Leiter der neu gegründeten Versuchsstelle der Luftwaffe in Peenemünde-West ernannt wurde. Sie war das weniger bekannte Gegenstück zur Heeresversuchsanstalt in Peenemünde-Ost, wo die Wehrmacht unter dem bekannten Luftraumingenieur Wernher von Braun die erste Rakete konstruierte, die die Grenze zum Weltraum überschritt und damit den Grundstein für die bemannte Luftraumfahrt legte. | ||
| Zeile 13: | Zeile 15: | ||
Nach dem Tode seiner Schwiegereltern gelangte er in den Besitz der [[Villa Soltau]] ([[Am Markt]] 57).<ref name=":3">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 135</ref><ref>Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 25</ref> | Nach dem Tode seiner Schwiegereltern gelangte er in den Besitz der [[Villa Soltau]] ([[Am Markt]] 57).<ref name=":3">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 135</ref><ref>Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 25</ref> | ||
Aufgrund seines umfangreichen Wissens im Bereich der Rüstungsindustrie wurde er 1957 zum Leitenden Regierungsdirektor beim neu gegründeten Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung der Bundeswehr berufen. 1967 wurde er pensioniert | Aufgrund seines umfangreichen Wissens im Bereich der Rüstungsindustrie wurde er 1957 zum Leitenden Regierungsdirektor beim neu gegründeten Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung der Bundeswehr berufen. 1967 wurde er pensioniert, ein Jahr später verstarb seine Frau Anna Margarete Ingeborg Pauls, geb. Soltau (1908-1968). Pauls ließ sich daraufhin in Göttingen nieder, wo er 1989 verstarb. Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem [[Parkfriedhof]] zu [[Ostlintel]]. | ||
== Literatur == | == Literatur == | ||