Keine Bearbeitungszusammenfassung
Markierung: Zurückgesetzt
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Markierung: Manuelle Zurücksetzung
Zeile 1: Zeile 1:
{{Infobox Gebäude
{| class="wikitable" style="float:right; margin-left: 10px;"
|center = 53.59730261133639, 7.2057422122487225
! colspan="2" |
|circles = 53.59730261133639, 7.2057422122487225 :20
==Zichorien-, Kaffeemehl- und Senffabrik Koch==
|zoom = 17
|-
|Entstehungszeit=1849
| colspan="2" |{{#display_map:
|Erbauer=[[Martin Koch]]
| Title = Zichorien-, Kaffeemehl- und Senffabrik Koch
|Bauweise=Fabrikgebäude
| Text = Betrieb in Norden
|Erhaltungszustand=vor 1958 abgebrochen
| center = 53.59732320389722, 7.206977284663118
|Genaue Lage=[[Große Mühlenstraße]] 25
| circles = 53.59732320389722, 7.206977284663118 : 20
| zoom = 17
| width = 300px
| height = 300px
}}
|-
! colspan="2" |Basisdaten
|-
|Gründung
|1849
|-
|Auflösung
|vor 1958
|-
|Rechtsform
|unbekannt
|-
|Hauptsitz
|[[Kleine Mühlenstraße]] 8
26506 Norden
26506 Norden
}} __NOTOC__
|} __NOTOC__
Die '''Zichorien-, Kaffeemehl- und Senffabrik Martin Koch''' war eine 1849 von [[Martin Koch]] gegründete Manufaktur. Sie hatte ihren Sitz in der [[Kleine Mühlenstraße|Kleinen Mühlenstraße]]. Das auf der unten aufgeführten Rechnung abgebildete Werksgelände entsprach nicht den tatsächlichen Gegebenheiten, wie alte Bilder zeigen.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 287</ref>
Die '''Zichorien-, Kaffeemehl- und Senffabrik Martin Koch''' war eine 1849 von [[Martin Koch]] gegründete Manufaktur. Sie hatte ihren Sitz in der [[Kleine Mühlenstraße|Kleinen Mühlenstraße]]. Das auf der unten aufgeführten Rechnung abgebildete Werksgelände entsprach nicht den tatsächlichen Gegebenheiten, wie alte Bilder zeigen.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 287</ref> Es handelte sich vielmehr um einfache, ärmliche Häuser mit Schornsteinen.


Sehr wahrscheinlich handelt es sich bei der Fabrik um die ehemalige von [[Enno Oldewurtel]], der ebenfalls Zichorien an der Mühlenstraße verarbeitete. In seiner Biographie wird jedoch angegeben, dass er diese erst 1879, also 30 Jahre nach der Gründung der Koch'schen Fabrik, veräußerte.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Oldewurtel.pdf Basse-Soltau, Ursula (2007): Biographie des Enno Ludwig Oldewutel], veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft</ref> Tatsächlich wird Koch auch 1874 als Betreiber der Zichorienfabrik genannt.<ref>Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 132</ref>
Sehr wahrscheinlich handelt es sich bei der Fabrik um die ehemalige von [[Enno Oldewurtel]], der ebenfalls Zichorien an der Kleinen Mühlenstraße verarbeitete. In seiner Biographie wird jedoch angegeben, dass er diese erst 1879, also 30 Jahre nach der Gründung der Koch'schen Fabrik, veräußerte.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Oldewurtel.pdf Basse-Soltau, Ursula (2007): Biographie des Enno Ludwig Oldewutel], veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft</ref> Tatsächlich wird Koch auch 1874 als Betreiber der Zichorienfabrik genannt.<ref>Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 132</ref>


1900 errichtete [[Carl Koch]], der Sohn des Gründers, eine Seilerbahn (Reeperbahn) im Garten der Fabrik. 1902 verlagerte er diese in die [[Westerstraße 13]].<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 201</ref> Die Produktion von Zichorienkaffee wurde 1938 oder 1939 eingestellt und das Haus mitsamt der großen Scheune auf Abbruch verkauft.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 236</ref><ref name=":0">Zeitzeugenbefragung vom 26. Oktober 2021</ref> Neuer Besitzer wurde Dr. Wahnbaeck, der es für 1.600 Reichsmark erwarb und abbrach.<ref name=":0" /> Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurden hier durch das Baugeschäft von [[Johann Wilken]] ein kleiner [[Liste der Bunker|Bunker]] sowie ein Lager für russische Kriegsgefangene errichtet.<ref>Zeitzeugenbefragung vom 29. Oktober 2021</ref>
1900 errichtete [[Carl Koch]], der Sohn des Gründers, eine Seilerbahn (Reeperbahn) im Garten der Fabrik. 1902 verlagerte er diese in die [[Westerstraße 13]].<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 201</ref> Die Produktion von Zichorienkaffee wurde 1938 oder 1939 eingestellt und das Haus mitsamt der großen Scheune auf Abbruch verkauft.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 236</ref><ref name=":0">Zeitzeugenbefragung vom 26. Oktober 2021</ref> Neuer Besitzer wurde Dr. Wahnbaeck, der es für 1.600 Reichsmark erwarb und abbrach.<ref name=":0" /> Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurden hier durch das Baugeschäft von [[Johann Wilken]] ein kleiner [[Liste der Bunker|Bunker]] sowie ein Lager für russische Kriegsgefangene errichtet.<ref>Zeitzeugenbefragung vom 29. Oktober 2021</ref>
Zeile 25: Zeile 43:


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==
<references/>
<references />


==Siehe auch==
==Siehe auch==