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{{Infobox Gebäude
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==Zichorien-, Kaffeemehl- und Senffabrik Koch==
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|-
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| colspan="2" |{{#display_map:
|Entstehungszeit=1849
| Title = Zichorien-, Kaffeemehl- und Senffabrik Koch
|Erbauer=[[Martin Koch]]
| Text = Betrieb in Norden
|Bauweise=Fabrikgebäude
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|Erhaltungszustand=vor 1958 abgebrochen
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|Genaue Lage=[[Große Mühlenstraße]] 25
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}}
|-
! colspan="2" |Basisdaten
|-
|Gründung
|1849
|-
|Auflösung
|vor 1958
|-
|Rechtsform
|unbekannt
|-
|Hauptsitz
|[[Kleine Mühlenstraße]] 8
26506 Norden
26506 Norden
|} __NOTOC__
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Die '''Zichorien-, Kaffeemehl- und Senffabrik Martin Koch''' war eine 1849 von [[Martin Koch]] gegründete Manufaktur. Sie hatte ihren Sitz in der [[Kleine Mühlenstraße|Kleinen Mühlenstraße]]. Das auf der unten aufgeführten Rechnung abgebildete Werksgelände entsprach nicht den tatsächlichen Gegebenheiten, wie alte Bilder zeigen.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 287</ref> Es handelte sich vielmehr um einfache, ärmliche Häuser mit Schornsteinen.
Die '''Zichorien-, Kaffeemehl- und Senffabrik Martin Koch''' war eine 1849 von [[Martin Koch]] gegründete Manufaktur. Sie hatte ihren Sitz in der [[Kleine Mühlenstraße|Kleinen Mühlenstraße]]. Das auf der unten aufgeführten Rechnung abgebildete Werksgelände entsprach nicht den tatsächlichen Gegebenheiten, wie alte Bilder zeigen.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 287</ref>


Sehr wahrscheinlich handelt es sich bei der Fabrik um die ehemalige von [[Enno Oldewurtel]], der ebenfalls Zichorien an der Kleinen Mühlenstraße verarbeitete. In seiner Biographie wird jedoch angegeben, dass er diese erst 1879, also 30 Jahre nach der Gründung der Koch'schen Fabrik, veräußerte.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Oldewurtel.pdf Basse-Soltau, Ursula (2007): Biographie des Enno Ludwig Oldewutel], veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft</ref> Tatsächlich wird Koch auch 1874 als Betreiber der Zichorienfabrik genannt.<ref>Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 132</ref>
Sehr wahrscheinlich handelt es sich bei der Fabrik um die ehemalige von [[Enno Oldewurtel]], der ebenfalls Zichorien an der Mühlenstraße verarbeitete. In seiner Biographie wird jedoch angegeben, dass er diese erst 1879, also 30 Jahre nach der Gründung der Koch'schen Fabrik, veräußerte.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Oldewurtel.pdf Basse-Soltau, Ursula (2007): Biographie des Enno Ludwig Oldewutel], veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft</ref> Tatsächlich wird Koch auch 1874 als Betreiber der Zichorienfabrik genannt.<ref>Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 132</ref>


1900 errichtete [[Carl Koch]], der Sohn des Gründers, eine Seilerbahn (Reeperbahn) im Garten der Fabrik. 1902 verlagerte er diese in die [[Westerstraße 13]].<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 201</ref> Die Produktion von Zichorienkaffee wurde 1938 oder 1939 eingestellt und das Haus mitsamt der großen Scheune auf Abbruch verkauft.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 236</ref><ref name=":0">Zeitzeugenbefragung vom 26. Oktober 2021</ref> Neuer Besitzer wurde Dr. Wahnbaeck, der es für 1.600 Reichsmark erwarb und abbrach.<ref name=":0" /> Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurden hier durch das Baugeschäft von [[Johann Wilken]] ein kleiner [[Liste der Bunker|Bunker]] sowie ein Lager für russische Kriegsgefangene errichtet.<ref>Zeitzeugenbefragung vom 29. Oktober 2021</ref>
1900 errichtete [[Carl Koch]], der Sohn des Gründers, eine Seilerbahn (Reeperbahn) im Garten der Fabrik. 1902 verlagerte er diese in die [[Westerstraße 13]].<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 201</ref> Die Produktion von Zichorienkaffee wurde 1938 oder 1939 eingestellt und das Haus mitsamt der großen Scheune auf Abbruch verkauft.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 236</ref><ref name=":0">Zeitzeugenbefragung vom 26. Oktober 2021</ref> Neuer Besitzer wurde Dr. Wahnbaeck, der es für 1.600 Reichsmark erwarb und abbrach.<ref name=":0" /> Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurden hier durch das Baugeschäft von [[Johann Wilken]] ein kleiner [[Liste der Bunker|Bunker]] sowie ein Lager für russische Kriegsgefangene errichtet.<ref>Zeitzeugenbefragung vom 29. Oktober 2021</ref>
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==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==
<references />
<references/>


==Siehe auch==
==Siehe auch==