Lütkehus: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Das '''Lütkehus''' ist ein denkmalgeschütztes Gebäude am westlichen [[Marktplatz]]. Es ist eines der wenigen eingeschossigen Bauwerke am [[Marktplatz|Norder Marktplatz]] und wurde in der Zeit um 1895 erbaut. Der Kern dieses Haus besteht jedoch wohl bereits seit dem 16. Jahrhundert.
Das '''Lütkehus''' ist ein denkmalgeschütztes Gebäude am westlichen [[Marktplatz]]. Es ist eines der wenigen eingeschossigen Bauwerke am [[Marktplatz|Norder Marktplatz]] und wurde in der Zeit um 1895 erbaut. Der Kern dieses Haus bestand jedoch wohl bereits seit dem 16. Jahrhundert. 1977 wurde das Haus bis auf die Fassade neu errichtet.


Der heute gängige Name des Hauses war ursprünglich nur der Name eines dort wohnenden Arztes, wird jedoch heute - da passend - auch synonym für das Gebäude an sich genutzt.
Der heute gängige Name des Hauses war ursprünglich nur der Name eines dort wohnenden Arztes, wird jedoch heute - da passend - auch synonym für das Gebäude an sich genutzt.
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Über die genaue Herkunft des Gebäudes ist nichts Näheres bekannt. Vermutlich war das Gebäude im Besitz einer Familie van den Bergen. [[Ubbo Emmius]] war mit Grete aus dieser Familie verheiratet und bekam dieses Haus möglicherweise zur Hochzeit als ''Brautschatz'' geschenkt.<ref name=":0">Pühl, Eberhard (2007): Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland. Backsteinbauten des 15. bis 19. Jahrhunderts, Oldenburg, S. 180f.</ref> Andere Quellen berichten, dass sich diese Erbschaft auf das Nachbarhaus [[Am Markt 33]] bezog.<ref>[http://www.familie-herlyn.de/webtrees/individual.php?pid=I18843&ged=familie_herlyn.ged Genealogische Aufzeichnung zu Theda Tjabbern], abgerufen am 29. Oktober 2021</ref>
Über die genaue Herkunft des Gebäudes ist nichts Näheres bekannt. Vermutlich war das Gebäude im Besitz einer Familie van den Bergen. [[Ubbo Emmius]] war mit Grete aus dieser Familie verheiratet und bekam dieses Haus möglicherweise zur Hochzeit als ''Brautschatz'' geschenkt.<ref name=":0">Pühl, Eberhard (2007): Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland. Backsteinbauten des 15. bis 19. Jahrhunderts, Oldenburg, S. 180f.</ref> Andere Quellen berichten, dass sich diese Erbschaft auf das Nachbarhaus [[Am Markt 33]] bezog.<ref>[http://www.familie-herlyn.de/webtrees/individual.php?pid=I18843&ged=familie_herlyn.ged Genealogische Aufzeichnung zu Theda Tjabbern], abgerufen am 29. Oktober 2021</ref>


Der Altbau wurde 1980 abgebrochen. Einzig der Giebel, der um 1900 dem Zeitstil entsprechend überformt wurde, blieb erhalten. Aufgrund der Proportionen kann der Bau des Giebels gesichert für das 16. oder 17. Jahrhundert angenommen werden.<ref name=":0" />
Der Altbau wurde 1977 abgebrochen. Einzig der Giebel, der um 1900 dem Zeitstil entsprechend überformt wurde, blieb erhalten. Aufgrund der Proportionen kann der Bau des Giebels gesichert für das 16. oder 17. Jahrhundert angenommen werden.<ref name=":0" />


== Beschreibung ==
==Beschreibung==
In der Zeit um 1700 wird das Haus wie folgt beschrieben: Der innere Eingangsbereich besteht aus einem Flur, von dem aus man nach rechts in eine ''Vorkammer'' mit Feuerstelle gelangte. Dann folgte die ''Mittelkammer'' mit einer Bettstelle, von der aus man in die mit roten Floren bepflasterte Hinterküche gelangte. Vom Flur aus konnte man zudem über eine Treppe in das Obergeschoss gelangen.<ref name=":0" />
In der Zeit um 1700 wird das Haus wie folgt beschrieben: Der innere Eingangsbereich besteht aus einem Flur, von dem aus man nach rechts in eine ''Vorkammer'' mit Feuerstelle gelangte. Dann folgte die ''Mittelkammer'' mit einer Bettstelle, von der aus man in die mit roten Floren bepflasterte Hinterküche gelangte. Vom Flur aus konnte man zudem über eine Treppe in das Obergeschoss gelangen.<ref name=":0" />


==Galerie==
==Galerie==
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Datei:Am Markt 30 bis 34 12 11 1977 01.jpg|[[Am Markt 30]], [[Am Markt 31]], [[Am Markt 32]], [[Am Markt 33]] und Am Markt 34 am 12. November 1977.
Datei:Am Markt 34 - 06042003.jpg|Am Markt 34 - Aufnahme vom 6. April 2003.
Datei:Am Markt 34 - 06042003.jpg|Am Markt 34 - Aufnahme vom 6. April 2003.
Datei:Am Markt 34 - 08032021.jpg|Am Markt 34 (zusammen mit [[Am Markt 33]]) - Aufnahme vom 8. März 2021.
Datei:Am Markt 34 - 08032021.jpg|Am Markt 34 (zusammen mit [[Am Markt 33]]) - Aufnahme vom 8. März 2021.

Version vom 23. Februar 2024, 08:41 Uhr

Lütkehus

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Basisdaten
Entstehungszeit um 1895 (16. Jhdt.)
Erbauer unbekannt
Bauweise Steinbau
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Am Markt 34

26506 Norden

Das Lütkehus ist ein denkmalgeschütztes Gebäude am westlichen Marktplatz. Es ist eines der wenigen eingeschossigen Bauwerke am Norder Marktplatz und wurde in der Zeit um 1895 erbaut. Der Kern dieses Haus bestand jedoch wohl bereits seit dem 16. Jahrhundert. 1977 wurde das Haus bis auf die Fassade neu errichtet.

Der heute gängige Name des Hauses war ursprünglich nur der Name eines dort wohnenden Arztes, wird jedoch heute - da passend - auch synonym für das Gebäude an sich genutzt.

Geschichte

Über die genaue Herkunft des Gebäudes ist nichts Näheres bekannt. Vermutlich war das Gebäude im Besitz einer Familie van den Bergen. Ubbo Emmius war mit Grete aus dieser Familie verheiratet und bekam dieses Haus möglicherweise zur Hochzeit als Brautschatz geschenkt.[1] Andere Quellen berichten, dass sich diese Erbschaft auf das Nachbarhaus Am Markt 33 bezog.[2]

Der Altbau wurde 1977 abgebrochen. Einzig der Giebel, der um 1900 dem Zeitstil entsprechend überformt wurde, blieb erhalten. Aufgrund der Proportionen kann der Bau des Giebels gesichert für das 16. oder 17. Jahrhundert angenommen werden.[1]

Beschreibung

In der Zeit um 1700 wird das Haus wie folgt beschrieben: Der innere Eingangsbereich besteht aus einem Flur, von dem aus man nach rechts in eine Vorkammer mit Feuerstelle gelangte. Dann folgte die Mittelkammer mit einer Bettstelle, von der aus man in die mit roten Floren bepflasterte Hinterküche gelangte. Vom Flur aus konnte man zudem über eine Treppe in das Obergeschoss gelangen.[1]

Galerie

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Pühl, Eberhard (2007): Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland. Backsteinbauten des 15. bis 19. Jahrhunderts, Oldenburg, S. 180f.
  2. Genealogische Aufzeichnung zu Theda Tjabbern, abgerufen am 29. Oktober 2021

Siehe auch