Posthalterschaft: Unterschied zwischen den Versionen
K Textersetzung - „circle =“ durch „circles =“ |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 36: | Zeile 36: | ||
Die Bewohner des Hauses [[Fräuleinshof 8]] hatten 1821 die bereits bestehende Posthalterschaft gekauft, zu der man durch diese Lohne von der [[Westerstraße]] aus von hinten auf den Hof dieses Hauses fahren konnte, an dessen Nordseite ein weiterer Weg direkt zum [[Fräuleinshof]] führte.<ref>Schreiber, Gretje (2000): Norder Häuser, Bewohner Fräuleinshof, Ruthörn und Norddeicher Straße (II), in: Ostfriesischer Kurier 7. Oktober 2000, S. 29</ref> Der Beruf des Posthalters entstammt der Zeit, als es noch keine motorisierte Post gab. Posthalter hielten Postpferde, später auch Kutschen und stellten diese nach vertraglichen Vereinbarungen der Post zum Pferde- und Wagenwechsel zur Verfügung. | Die Bewohner des Hauses [[Fräuleinshof 8]] hatten 1821 die bereits bestehende Posthalterschaft gekauft, zu der man durch diese Lohne von der [[Westerstraße]] aus von hinten auf den Hof dieses Hauses fahren konnte, an dessen Nordseite ein weiterer Weg direkt zum [[Fräuleinshof]] führte.<ref>Schreiber, Gretje (2000): Norder Häuser, Bewohner Fräuleinshof, Ruthörn und Norddeicher Straße (II), in: Ostfriesischer Kurier 7. Oktober 2000, S. 29</ref> Der Beruf des Posthalters entstammt der Zeit, als es noch keine motorisierte Post gab. Posthalter hielten Postpferde, später auch Kutschen und stellten diese nach vertraglichen Vereinbarungen der Post zum Pferde- und Wagenwechsel zur Verfügung. | ||
In enger Zusammenarbeit mit dem [[Postamt]] sorgten die Betreiber dafür, dass stets frische Pferde für die Postkutschen nach Georgsheil und Esens zur Verfügung standen, wo die Post jeweils umgeschlagen wurde.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 42</ref> Mit dem Aufkommen des Kraftfahrzeugverkehrs und der Verwendung von motorisierten Postfahrzeugen schlug das Ende der Posthalterschaft. Ab dem 1. August 1926 wurden die bisherigen einspännigen Kutschen erstmals durch Kraftfahrzeuge ersetzt.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 168</ref><ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 9</ref> | In enger Zusammenarbeit mit dem [[Postamt]] sorgten die Betreiber dafür, dass stets frische Pferde für die Postkutschen nach Georgsheil und Esens zur Verfügung standen, wo die Post jeweils umgeschlagen wurde.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 42</ref> Mit dem Aufkommen des Kraftfahrzeugverkehrs und der Verwendung von motorisierten Postfahrzeugen schlug das Ende der Posthalterschaft. Ab dem 1. August 1926 wurden die bisherigen einspännigen Kutschen erstmals durch Kraftfahrzeuge ersetzt.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 168</ref><ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 9</ref> Noch im Adressbuch der Stadt Norden von 1897/1898 wird die Posthalterei mit der [[Liste der Häuser nach alter Adressierung|alten Hausnummer]] 679 B und dem Posthalter Johann Marcus genannt.<ref>Adressbuch der Stadt Norden von 1897/98, S. 60</ref> | ||
Zum 1. November 1926 zog das [[Bürohaus Janssen]] in die Posthalterschaft ein, ehe im Juni 1937 der Umzug an die [[Westerstraße 74]] erfolgte.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 170</ref> Das Gebäude blieb danach noch bis etwa 1980 erhalten und wurde erst mit dem Bau des bis heute hier bestehenden Ärztehauses abgebrochen. | Zum 1. November 1926 zog das [[Bürohaus Janssen]] in die Posthalterschaft ein, ehe im Juni 1937 der Umzug an die [[Westerstraße 74]] erfolgte.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 170</ref> Das Gebäude blieb danach noch bis etwa 1980 erhalten und wurde erst mit dem Bau des bis heute hier bestehenden Ärztehauses abgebrochen. | ||