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1951 wurde im Saal des Deutschen Hauses der Prozess gegen 19 Angeklagte geführt, denen ''Verbrechen gegen die Menschlichkeit'' sowie ''schwere Brandstiftung in Tateinheit mit schwerer Freiheitsberaubung'' im Zuge der Geschehnisse während der Reichspogromnacht vorgeworfen wurden.<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 391</ref> Der Prozess gestaltete sich insbesondere wegen des Bestreitens der Vorwürfe seitens der Angeklagten sowie des Fehlens von Zeugen schwierig, da viele von ihnen entweder tot oder wegen ihrer Traumatisierung nicht bereit waren, vor Gericht auszusagen. Zudem lebten einige der überlebenden Zeugen im Ausland und für eine Reise in die junge Bundesrepublik standen keine Devisen zur Verfügung, die das Gericht ihnen für die Anreise zahlen konnte.<ref name=":8">Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 392</ref> Schließlich fanden sich auf Vermittlung des Londoner Büros des ''Jüdischen Weltkongresses'' sieben Zeugen und Zeuginnen, die schriftlich und vier, die persönlich aussagten, darunter [[Heinz Ewald Samson]].<ref name=":8" /><ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 393</ref>
1951 wurde im Saal des Deutschen Hauses der Prozess gegen 19 Angeklagte geführt, denen ''Verbrechen gegen die Menschlichkeit'' sowie ''schwere Brandstiftung in Tateinheit mit schwerer Freiheitsberaubung'' im Zuge der Geschehnisse während der Reichspogromnacht vorgeworfen wurden.<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 391</ref> Der Prozess gestaltete sich insbesondere wegen des Bestreitens der Vorwürfe seitens der Angeklagten sowie des Fehlens von Zeugen schwierig, da viele von ihnen entweder tot oder wegen ihrer Traumatisierung nicht bereit waren, vor Gericht auszusagen. Zudem lebten einige der überlebenden Zeugen im Ausland und für eine Reise in die junge Bundesrepublik standen keine Devisen zur Verfügung, die das Gericht ihnen für die Anreise zahlen konnte.<ref name=":8">Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 392</ref> Schließlich fanden sich auf Vermittlung des Londoner Büros des ''Jüdischen Weltkongresses'' sieben Zeugen und Zeuginnen, die schriftlich und vier, die persönlich aussagten, darunter [[Heinz Ewald Samson]].<ref name=":8" /><ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 393</ref>


1967 bestehende Pläne für eine Aufstockung um ein viertes Stockwerk wurden hingegen nicht umgesetzt, da die Stadtverwaltung das Bauvorhaben ablehnte.<ref name=":6">Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 24</ref> Nach 39 Jahren übergab Meinberg sen. den Hotelbetrieb 1973 an seinen Sohn [[Herbert Meinberg]], der ihn mit seiner [[Helga Meinberg|Frau Helga]] erfolgreich weiterführte.<ref name=":2" /> Ihnen gelang es, die 1967 aufgegriffenen Pläne umzusetzen und erweiterten das Hotel schließlich 1976 um das begehrte vierte Stockwerk.<ref name=":6" /> Weiterhin passten sie es den aktuellsten technischen Gegebenheiten an und richteten eine Kegelbahn ein.<ref name=":2" /> Seit etwa Ende der 2000er Jahre firmierte das ehrwürdige Haus unter neuen Eigentümern als ''Hotel Stadt Norden'' weiter. Spätestens ab diesem Zeitpunkt ging es bergab, sodass sich die Kundenrezension in ihrer Negativität gegenseitig übertrumpften. Dies führte zu einem baldigen Ende des Traditionshotels.
1967 bestehende Pläne für eine Aufstockung um ein viertes Stockwerk wurden hingegen nicht umgesetzt, da die Stadtverwaltung das Bauvorhaben ablehnte.<ref name=":6">Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 24</ref> Nach 39 Jahren übergab Meinberg sen. den Hotelbetrieb 1973 an seinen Sohn [[Herbert Meinberg]], der ihn mit seiner [[Helga Meinberg|Frau Helga]] erfolgreich weiterführte.<ref name=":2" /> Ihnen gelang es, die 1967 aufgegriffenen Pläne umzusetzen und erweiterten das Hotel schließlich 1976 um das begehrte vierte Stockwerk.<ref name=":6" /> Weiterhin passten sie es den aktuellsten technischen Gegebenheiten an und richteten eine Kegelbahn ein.<ref name=":2" />
 
2007 gab das Ehepaar Meinberg den Hotelbetrieb auf.<ref>[https://www.maennergesangverein-norden.de/chronik-10.html Chronik des Norder Männergesangvereins von 1857], abgerufen am 1. Februar 2024</ref> Nach einem darauffolgenden Eigentümerwechsel firmierte das ehrwürdige Haus unter neuen Eigentümern als ''Hotel Stadt Norden'' weiter. Den neuen Eigentümern war kein großer Erfolg beschieden und der Hotelbetrieb ging einige Jahre später wieder ein.


===21. Jahrhundert===
===21. Jahrhundert===