Norddeich Radio: Unterschied zwischen den Versionen
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Auch der Sender in Osterloog wurde ''Norddeich Radio'' formell unterstellt, jedoch nicht für den eigentlichen Funkverkehr genutzt (siehe oben). | Auch der Sender in Osterloog wurde ''Norddeich Radio'' formell unterstellt, jedoch nicht für den eigentlichen Funkverkehr genutzt (siehe oben). | ||
Alle Anlagen der Hauptfunkstelle Norddeich waren mit [[Liste der Flakstellungen|leichten Flugabwehrkanonen]] (2 und 3,7 cm) gegen alliierte Luftangriffe, insbesondere durch Tiefflieger, gesichert. Um im Falle einer Zerstörung der Anlagen sofort Ersatz zu haben, ließ die Wehrmacht bereits in den ersten Kriegstagen in den Niederlanden eine Empfangsfunkstelle in Muiderberg aan Zee sowie eine Sendefunkstelle in Kootwijk einrichten, zu denen Mitarbeiter aus Ostfriesland regelmäßig zur Sicherstellung der Betriebsfähigkeit abgeordnet wurden. In den letzten Kriegstagen erhielten alle Anlagen je eine Tonne Sprengstoff zur Selbstzerstörung, die jedoch nie zur Anwendung kamen. Gegen Kriegsende wurde der Sprengstoff in das [[Marine-Durchgangslager Tidofeld]] verlagert, wo er wenig später durch Unachtsamkeit oder Vorsätzlichkeit alliierter Soldaten explodierte.<ref>[http://www.rundfunk-nostalgie.de/sendero.html Geschichte des Senders Osterloog], abgerufen am 27. Juli 2021</ref> | Alle Anlagen der Hauptfunkstelle Norddeich waren mit [[Liste der Flakstellungen|leichten Flugabwehrkanonen]] (2 und 3,7 cm) gegen alliierte Luftangriffe, insbesondere durch Tiefflieger, gesichert. Zudem wurde mindestens eine Schießscharte in den Utlandshörner Deich gebaut, die noch bis zur Deicherhöhung dort belassen wurde.<ref>Angaben des facebook-Nutzers Johann Schoolmann unter dem Beitrag vom 27. Juni 2023</ref> | ||
Um im Falle einer Zerstörung der Anlagen sofort Ersatz zu haben, ließ die Wehrmacht bereits in den ersten Kriegstagen in den Niederlanden eine Empfangsfunkstelle in Muiderberg aan Zee sowie eine Sendefunkstelle in Kootwijk einrichten, zu denen Mitarbeiter aus Ostfriesland regelmäßig zur Sicherstellung der Betriebsfähigkeit abgeordnet wurden. In den letzten Kriegstagen erhielten alle Anlagen je eine Tonne Sprengstoff zur Selbstzerstörung, die jedoch nie zur Anwendung kamen. Gegen Kriegsende wurde der Sprengstoff in das [[Marine-Durchgangslager Tidofeld]] verlagert, wo er wenig später durch Unachtsamkeit oder Vorsätzlichkeit alliierter Soldaten explodierte.<ref>[http://www.rundfunk-nostalgie.de/sendero.html Geschichte des Senders Osterloog], abgerufen am 27. Juli 2021</ref> | |||
Die Alliierten versuchten während des Zweiten Weltkriegs zu keinem Zeitpunkt, die Hauptfunkstelle Norddeich zu zerstören. Die abgehörten Funksignale wurden vielmehr gezielt ausgewertet, gaben sie doch wertvolle Hinweise über die Standorte deutscher Kriegsschiffe und U-Boote auf See. Am 6. Mai 1945 besetzten kanadische oder britische Streitkräfte die Küstenfunkstelle schließlich und verboten jeglichen Funkverkehr. Erst 1948 konnte dieser wieder einschränkungsfrei aufgenommen werden.<ref name=":2" /> | Die Alliierten versuchten während des Zweiten Weltkriegs zu keinem Zeitpunkt, die Hauptfunkstelle Norddeich zu zerstören. Die abgehörten Funksignale wurden vielmehr gezielt ausgewertet, gaben sie doch wertvolle Hinweise über die Standorte deutscher Kriegsschiffe und U-Boote auf See. Am 6. Mai 1945 besetzten kanadische oder britische Streitkräfte die Küstenfunkstelle schließlich und verboten jeglichen Funkverkehr. Erst 1948 konnte dieser wieder einschränkungsfrei aufgenommen werden.<ref name=":2" /> | ||