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Die '''Stadt Norden''' ist die nordwestlichste auf dem deutschen Festland. Sie hat 25.744 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2021), die sich auf einer Fläche von rund 106,33 km² verteilen. Gemessen an der Einwohnerzahl ist sie nach Emden, Aurich und Leer die viertgrößte Stadt Ostfrieslands und kann auf eine hochinteressante, wechselhafte Geschichte zurückbringen. Erstmals urkundlich erwähnt wird die Stadt im [[Norder Vertrag]] aus dem Jahre 1255. Fälschlicherweise wird dieses oftmals als das Gründungsjahr angesehen, Belege für eine wesentlich frühere Existenz der Stadt reichen weit voraus. Das formelle [[Stadtrechtsverleihung|Stadtrecht]] wurde Norden allerdings erst 1277 verliehen. Seit dem 1. Juli 1972 existiert die Stadt schließlich in ihrer heutigen Gliederung, nachdem die bis dahin überwiegend eigenständigen [[Norder Umlandgemeinden]] in die Stadt eingemeindet wurden.
Die '''Stadt Norden''' ist die nordwestlichste auf dem deutschen Festland. Sie hat 26.087 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2022), die sich auf einer Fläche von rund 106,33 km² verteilen. Gemessen an der Einwohnerzahl ist sie nach Emden, Aurich und Leer die viertgrößte Stadt Ostfrieslands und kann auf eine hochinteressante, wechselhafte Geschichte zurückbringen. Erstmals urkundlich erwähnt wird die Stadt im [[Norder Vertrag]] aus dem Jahre 1255. Fälschlicherweise wird dieses oftmals als das Gründungsjahr angesehen, Belege für eine wesentlich frühere Existenz der Stadt reichen weit voraus. Das formelle [[Stadtrechtsverleihung|Stadtrecht]] wurde Norden allerdings erst 1277 verliehen. Seit dem 1. Juli 1972 existiert die Stadt schließlich in ihrer heutigen Gliederung, nachdem die bis dahin überwiegend eigenständigen [[Norder Umlandgemeinden]] in die Stadt eingemeindet wurden.


In der absoluten Mehrzahl sind sich Heimatforscher und Wissenschaftler einig, dass die Entstehungsgeschichte der Stadt Norden untrennbar mit der [[Sandbauerschaft]] verbunden ist. Demnach wurden zunächst die Ränder der [[Geest]] besiedelt, von denen aus die umliegenden Marschgebiete besiedelt wurden. Um ihre wirtschaftlichen Interessen und Kräfte zu konzentrieren, schlossen sich die Bauern zu Bauerschaften (Gemeinsiedlungen mehrerer Höfe) wie [[Ekel]] und [[Westgaste]] und schließlich zu einer ''Gesamtbauerschaft'' zusammen: Die ''Bauerschaft auf dem [[Geest|Sand]];'' die ''Sandbauerschaft''. Die Edelleute unter ihnen siedelten sich später planmäßig in der Mitte der Bauerschaften - an der [[Osterstraße|Oster]]- und [[Westerstraße]] - an, um hier als Ende des Heer-  und Handelswegs zu fungieren und zu handeln. Ihre bisherigen Siedlungen am Geestrand wurden zu Außenhöfe, die sie zum Schutz des Gemeinwesens und ihrer selbst befestigten und zu [[Liste der Burgen und Wehrhäuser|Wehrhäusern]] ausbauen ließen. Durch den zunehmend blühenden Handel legten die Herrschenden den großflächigen [[Marktplatz]] an, um den dominierenden Viehhandel noch weiter zu stärken. Dadurch entstand aus sich heraus ein stadtähnliches Gebilde, das sich durch Macht- und Eigentumsverschiebungen immer weiter von der Sandbauerschaft löste und schließlich eigenständig wurde.
In der absoluten Mehrzahl sind sich Heimatforscher und Wissenschaftler einig, dass die Entstehungsgeschichte der Stadt Norden untrennbar mit der [[Sandbauerschaft]] verbunden ist. Demnach wurden zunächst die Ränder der [[Geest]] besiedelt, von denen aus die umliegenden Marschgebiete besiedelt wurden. Um ihre wirtschaftlichen Interessen und Kräfte zu konzentrieren, schlossen sich die Bauern zu Bauerschaften (Gemeinsiedlungen mehrerer Höfe) wie [[Ekel]] und [[Westgaste]] und schließlich zu einer ''Gesamtbauerschaft'' zusammen: Die ''Bauerschaft auf dem [[Geest|Sand]];'' die ''Sandbauerschaft''. Die Edelleute unter ihnen siedelten sich später planmäßig in der Mitte der Bauerschaften - an der [[Osterstraße|Oster]]- und [[Westerstraße]] - an, um hier als Ende des Heer-  und Handelswegs zu fungieren und zu handeln. Ihre bisherigen Siedlungen am Geestrand wurden zu Außenhöfe, die sie zum Schutz des Gemeinwesens und ihrer selbst befestigten und zu [[Liste der Burgen und Wehrhäuser|Wehrhäusern]] ausbauen ließen. Durch den zunehmend blühenden Handel legten die Herrschenden den großflächigen [[Marktplatz]] an, um den dominierenden Viehhandel noch weiter zu stärken. Dadurch entstand aus sich heraus ein stadtähnliches Gebilde, das sich durch Macht- und Eigentumsverschiebungen immer weiter von der Sandbauerschaft löste und schließlich eigenständig wurde.
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