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1796/1797 wurde der erste Torf im [[Norder Hafen]] angelandet, in umgekehrter Richtung wurde vor allem Dünger (Seeschlick, Kleierde, Straßenkot und Brennereiabfälle) transportiert. Der Schlick wurde vor allem abgetorfte Landstücke zur Bodenverbesserung aufgeschüttet.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S. 27</ref> Die Kosten des Kanals betrugen 27.314 Reichsthaler, hinzu kamen Entwässerungsgräben, Brücken, Schleusen, Wege, Torfschiffe, Entschädigungen für Ländereien, sodass sich die Gesamtkosten auf gut 60.000 Taler beliefen.<ref name=":1" /> Gebaut wurde der Kanal vor allem von Arbeitern aus dem Oldenburger Raum, da die Bürger Halbemonds, durch dessen Gebiet der Kanal in großen Teilen fließt, die entstehende Konkurrenz fürchteten und den Bau zu boykottieren versuchten. Auch Halbemond war damals noch Moorgebiet.
1796/1797 wurde der erste Torf im [[Norder Hafen]] angelandet, in umgekehrter Richtung wurde vor allem Dünger (Seeschlick, Kleierde, Straßenkot und Brennereiabfälle) transportiert. Der Schlick wurde vor allem abgetorfte Landstücke zur Bodenverbesserung aufgeschüttet.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S. 27</ref> Die Kosten des Kanals betrugen 27.314 Reichsthaler, hinzu kamen Entwässerungsgräben, Brücken, Schleusen, Wege, Torfschiffe, Entschädigungen für Ländereien, sodass sich die Gesamtkosten auf gut 60.000 Taler beliefen.<ref name=":1" /> Gebaut wurde der Kanal vor allem von Arbeitern aus dem Oldenburger Raum, da die Bürger Halbemonds, durch dessen Gebiet der Kanal in großen Teilen fließt, die entstehende Konkurrenz fürchteten und den Bau zu boykottieren versuchten. Auch Halbemond war damals noch Moorgebiet.


Die für den Transport notwendigen Schiffe wurden anfangs von der Gesellschaft selbst in einer betriebseigenen Werft nahe der [[Ölmühle]] in [[Bargebur]] gebaut und gewartet. Dort befand sich auch der Ausladeplatz für den Torf.<ref name=":1" />
Die für den Transport notwendigen Schiffe wurden anfangs von der Gesellschaft selbst in einer betriebseigenen Werft nahe der [[Ölmühle]] in [[Bargebur]] gebaut und gewartet. Dort befand sich auch der Ausladeplatz für den Torf.<ref name=":1" /> In Norderfehn errichtete die Gesellschaft um 1830 das ''Kompaniehaus'', welches damals wie heute als Gastwirtschaft diente.


Unter der Regie von Direktor [[Sicco Theodor van Hülst]] entstand 1894 im Berumerfehner Wald das große Denkmal mit den Namen der bis dahin tätigen Direktoren. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stand die Amtszeit von van Hülst jedoch unter keinem günstigen Stern. Die in den Geschäftsberichten der Fehngesellschaft immer wieder genannte Nässe des Bodens aufgrund ungünstiger Witterungsverhältnisse beeinträchtigten die Torfgewinnung und die Erträge erheblich. 1906 hatte die Gesellschaft nichtsdestotrotz immer noch 160 Torfgräber beschäftigt.
Unter der Regie von Direktor [[Sicco Theodor van Hülst]] entstand 1894 im Berumerfehner Wald das große Denkmal mit den Namen der bis dahin tätigen Direktoren. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stand die Amtszeit von van Hülst jedoch unter keinem günstigen Stern. Die in den Geschäftsberichten der Fehngesellschaft immer wieder genannte Nässe des Bodens aufgrund ungünstiger Witterungsverhältnisse beeinträchtigten die Torfgewinnung und die Erträge erheblich. 1906 hatte die Gesellschaft nichtsdestotrotz immer noch 160 Torfgräber beschäftigt.