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|Das '''[[ | |Das '''[[Kloster Marienthal]]''' war ein vom katholischen Benediktinerorden (Zisterzienser) gegründetes Kloster. Es befand sich auf dem Gebiet der heutigen Altenwohnanlage der AWO, wo die frühere Klosterumfriedung (Mauer) insbesondere noch [[Am Zingel]] erkennbar ist. Auch eine Statue der Heiligen Maria auf dem Gelände erinnert noch an das ehemalige Kloster. | ||
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Das Kloster erlangte im Laufe seiner Geschichte umfangreiche Besitztümer - vor allem Höfe in den Marschgebieten - und war sowohl für die hiesige Armen- und Krankenversorgung als auch das politische Geschehen von großer Bedeutung. Ebenso erteilten Mönche grundlegenden Unterricht in einer klostereigenen Schule. | |||
Am 21. April 1255 schloss das Emsigerland (historische Bezeichnung für die Stadt Emden und ihre Umgebung) mit der Stadt Bremen im Kloster den sogenannten Norder Vertrag, ein Abkommen zur Wahrung des Friedens und der Sicherung der Handelswege. Der Vertragstext, der auch Sühnemaßnahmen für bestimmte Straftaten vorsah, wurde hier von den Vertragsparteien unterzeichnet und besiegelt. Obgleich der Vertrag für die Stadt Norden an sich eher wenig Bedeutung hatte, gilt er als herausragendes Dokument der Norder Stadtgeschichte, denn hier werden die Stadt und das Kloster erstmals gesichert urkundlich erwähnt. Aus diesem Grund wird das Jahr 1255 heute im Allgemeinen - wenn auch fälschlicherweise - als das Gründungsjahr der Stadt Norden angesehen. | |||
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