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|Das '''[[Café ten Cate]]''' befindet sich in einem von 1908 bis 1909 errichteten, denkmalgeschützten Gebäude gleichen Namens an der [[Osterstraße]] 153. Der Ursprung der ältesten, noch bestehenden Bäckerei und Konditorei der Stadt geht auf das Jahr 1878 zurück.
|Das '''[[Kloster Marienthal]]''' war ein vom katholischen Benediktinerorden (Zisterzienser) gegründetes Kloster. Es befand sich auf dem Gebiet der heutigen Altenwohnanlage der AWO, wo die frühere Klosterumfriedung (Mauer) insbesondere noch [[Am Zingel]] erkennbar ist. Auch eine Statue der Heiligen Maria auf dem Gelände erinnert noch an das ehemalige Kloster.
[[Jan Tjarks ten Cate (1851)|Jan Tjarks ten Cate]] errichtete das Gebäude von 1908 bis 1909 auf dem Grund eines älteren, eingeschossigen Gebäudes des Bäckermeisters Taaks, das er dafür abreißen ließ. Zuvor war ten Cate mit seiner Backstube an der schräg gegenüberliegenden [[Osterstraße 2]] ansässig. Der junge ten Cate verstand es, seinen Kunden stets etwas Außergewöhnliches zu bieten.


1953 übernahm [[Jan Tjarks ten Cate (1925)|Jan Tjarks ten Cate II.]] den Familienbetrieb in der nunmehr dritten Generation. Gemeinsam mit seiner Frau gelang es ihm, die Umsätze und die Bekanntheit weiter zu steigern. Als eines der herausragenden Neuerungen war das ab August 1956 angebotene öffentliche Fernsehangebot. Auch wurde das Café um das benachbarte Grundstück (Nr. 154) erweitert und dort ein Neubau errichtet. Zum 1. Januar 1983 ging der Betrieb an den Sohn ten Cates, [[Jürgen ten Cate-Tapper]] über. Die Familie Tapper führt das Traditionsgeschäft bis heute fort.  
Das Kloster erlangte im Laufe seiner Geschichte umfangreiche Besitztümer - vor allem Höfe in den Marschgebieten - und war sowohl für die hiesige Armen- und Krankenversorgung als auch das politische Geschehen von großer Bedeutung. Ebenso erteilten Mönche grundlegenden Unterricht in einer klostereigenen Schule.
 
Am 21. April 1255 schloss das Emsigerland (historische Bezeichnung für die Stadt Emden und ihre Umgebung) mit der Stadt Bremen im Kloster den sogenannten Norder Vertrag, ein Abkommen zur Wahrung des Friedens und der Sicherung der Handelswege. Der Vertragstext, der auch Sühnemaßnahmen für bestimmte Straftaten vorsah, wurde hier von den Vertragsparteien unterzeichnet und besiegelt. Obgleich der Vertrag für die Stadt Norden an sich eher wenig Bedeutung hatte, gilt er als herausragendes Dokument der Norder Stadtgeschichte, denn hier werden die Stadt und das Kloster erstmals gesichert urkundlich erwähnt. Aus diesem Grund wird das Jahr 1255 heute im Allgemeinen - wenn auch fälschlicherweise - als das Gründungsjahr der Stadt Norden angesehen.
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