Lenhard Everwien: Unterschied zwischen den Versionen
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Everwiens vorletzter öffentlicher Auftritt datiert auf den 20. April 1945. Bei einer Rede anlässlich des Führergeburtstags im vollbesetzten Saal des [[Hotel Deutsches Haus|Deutschen Hauses]] gelobte er unter anderem die ''"unwandelbare Treue"'' der Nationalsozialisten zum ''Führer'' und schloss seine Rede mit den Worten: ''"Die Ostfriesen werden – wie ihre Vorfahren – stur und verbissen kämpfen, sich durch nichts irre machen lassen, bis der Sieg errungen ist!"'' Zum Zeitpunkt dieser Ansprache standen die alliierten Streitkräfte bereits im südlichen Ostfriesland bei Leer.<ref>Haddinga, Johann (1988): Stunde Null. 1944–1948. Ostfrieslands schwerste Jahre, Norden, S. 54</ref> Seine letzte öffentliche Rede hielt Everwien am 2. Mai 1945. Anlass war eine Trauerfeier für Adolf Hitler, die im NSDAP-Kreishaus (heute [[Polizei Norden|Polizeikommissariat]]) am [[Marktplatz]] stattfand. Wenige Tage später wurde er verhaftet und interniert.<ref name=":1" /> | Everwiens vorletzter öffentlicher Auftritt datiert auf den 20. April 1945. Bei einer Rede anlässlich des Führergeburtstags im vollbesetzten Saal des [[Hotel Deutsches Haus|Deutschen Hauses]] gelobte er unter anderem die ''"unwandelbare Treue"'' der Nationalsozialisten zum ''Führer'' und schloss seine Rede mit den Worten: ''"Die Ostfriesen werden – wie ihre Vorfahren – stur und verbissen kämpfen, sich durch nichts irre machen lassen, bis der Sieg errungen ist!"'' Zum Zeitpunkt dieser Ansprache standen die alliierten Streitkräfte bereits im südlichen Ostfriesland bei Leer.<ref>Haddinga, Johann (1988): Stunde Null. 1944–1948. Ostfrieslands schwerste Jahre, Norden, S. 54</ref> Seine letzte öffentliche Rede hielt Everwien am 2. Mai 1945. Anlass war eine Trauerfeier für Adolf Hitler, die im NSDAP-Kreishaus (heute [[Polizei Norden|Polizeikommissariat]]) am [[Marktplatz]] stattfand. Wenige Tage später wurde er verhaftet und interniert.<ref name=":1" /> | ||
[[Datei:Ostfriesischer Kurier Lenhard Everwien Tod Unfall Bahnunfall 26 10 1971.jpg|mini|Bericht des [[Ostfriesischer Kurier|Ostfriesischnr Kuriers]] über den Tod Everwiens.]] | |||
In zwei Prozessen wurde Everwien 1948 wegen Denunziation und Brandstiftung in der Norder Synagoge zu vier Jahren Zuchthaus und neun Monaten Gefängnis verurteilt. Auch wurden ihm für einen Zeitraum von vier Jahren die bürgerlichen Ehrenrechte aberkannt. Die Bielefelder Spruchkammer verurteilte ihn wegen der Zugehörigkeit zu einer verbrecherischen Organisation 1949 zu einer weiteren Gefängnisstrafe, die aber auf seine Internierungshaft angerechnet wurde.<ref name=":1" /> | |||
Am 25. Oktober 1971 starb Everwien bei einem Bahnunfall. Er kam vom [[Neuer Friedhof|Friedhof]] und überquerte mit seinem Fahrrad den unbeschrankten Bahnübergang am [[Barenbuscher Weg]] / [[Kiefernweg]]. Dabei achtete er nicht auf die Warnsignale und auch nicht den Zuruf eines wartenden Autofahrers, sodass er von einem herannahenden Zug erfasst wurde. Er verstarb noch vor Ort an seinen schweren Verletzungen.<ref>Bericht im Ostfriesischen Kurier vom 26. Oktober 1971</ref> | |||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||