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Nach langen Verhandlungen wird am 4. Mai 1872 endlich die Konzession zur Weiterführung der Bahntrasse von Emden über Norden - Dornum - Esens - Wittmund nach Jever erteilt und ein staatlicher Zuschuss zugesagt. Zwei Wochen später sind die Vermessungen bereits in vollem Gange, doch aus nicht näher nachvollziehbaren Gründen kommen die Planungen nicht über die Vermessungen hinaus.''<ref name=":0" />'' Die Gründe sind wahrscheinlich finanzieller Natur, der Deutsch-französische Krieg 1870/1871 dürfte die preußische Staatskasse nicht unerheblich belastet haben.
Nach langen Verhandlungen wird am 4. Mai 1872 endlich die Konzession zur Weiterführung der Bahntrasse von Emden über Norden - Dornum - Esens - Wittmund nach Jever erteilt und ein staatlicher Zuschuss zugesagt. Zwei Wochen später sind die Vermessungen bereits in vollem Gange, doch aus nicht näher nachvollziehbaren Gründen kommen die Planungen nicht über die Vermessungen hinaus.''<ref name=":0" />'' Die Gründe sind wahrscheinlich finanzieller Natur, der Deutsch-französische Krieg 1870/1871 dürfte die preußische Staatskasse nicht unerheblich belastet haben.
 
[[Datei:Bahnhof Dampflokomotive unbekanntes Datum.jpg|mini|Eine Dampflokomotive auf der Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole mit der [[Ölmühle]] im Hintergrund (undatierte Aufnahme, evtl. um 1975).]]
Weil auch weitere Versuche einer staatlichen Finanzierung scheitern, erwägt die Stadt Norden, die Bahntrasse auf eigene Kosten zu errichten. Damals wie heute ein unglaublich kostspieliges Unterfangen, das jedoch ein weiterer Beweis des einstigen Wohlstands der Stadt ist. Wahrscheinlich beeindruckt durch den energischen Einsatz der Ostfriesen ordnet der Preußische Staatsminister für öffentliche Bauvorhaben eine Vor-Ort-Besichtigung an. Im November 1879 wird nun endlich die feste Zusage des Baus erteilt. Der Minister entscheidet, dass der Streckenverlauf (wie heute) von Emden über Georgsheil bis nach Norden und von dort weiter über die Dörfer, Esens, Wittmund und bis nach Jever verlaufen soll. Graf Edzard zu Innhausen und Knyphausen hatte - allerdings mehr oder weniger alleine - für einen Streckenverlauf von Emden über Hinte, durch die Krummhörn nach Wirdum, Marienhafe und weiter nach Norden sowie von dort über Hage, Dornum, Esens bis nach Wittmund plädiert.''<ref name=":0" />'' Die Krummhörn wird jedoch einige Zeit später über eine Nebenbahn mit Emden (allerdings nicht mit Norden) verbunden, die im Volksmund ''Jan Klein'' genannt wurde.
Weil auch weitere Versuche einer staatlichen Finanzierung scheitern, erwägt die Stadt Norden, die Bahntrasse auf eigene Kosten zu errichten. Damals wie heute ein unglaublich kostspieliges Unterfangen, das jedoch ein weiterer Beweis des einstigen Wohlstands der Stadt ist. Wahrscheinlich beeindruckt durch den energischen Einsatz der Ostfriesen ordnet der Preußische Staatsminister für öffentliche Bauvorhaben eine Vor-Ort-Besichtigung an. Im November 1879 wird nun endlich die feste Zusage des Baus erteilt. Der Minister entscheidet, dass der Streckenverlauf (wie heute) von Emden über Georgsheil bis nach Norden und von dort weiter über die Dörfer, Esens, Wittmund und bis nach Jever verlaufen soll. Graf Edzard zu Innhausen und Knyphausen hatte - allerdings mehr oder weniger alleine - für einen Streckenverlauf von Emden über Hinte, durch die Krummhörn nach Wirdum, Marienhafe und weiter nach Norden sowie von dort über Hage, Dornum, Esens bis nach Wittmund plädiert.''<ref name=":0" />'' Die Krummhörn wird jedoch einige Zeit später über eine Nebenbahn mit Emden (allerdings nicht mit Norden) verbunden, die im Volksmund ''Jan Klein'' genannt wurde.