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| Title = Kloster Marienthal
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| Text = Gebäude in Norden
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Im Kloster Marienthal wurde 1255 der [[Norder Vertrag]] unterzeichnet, der oftmals (fälschlicherweise) als Gründungsvertrag der Stadt Norden angesehen wird.
Im Kloster Marienthal wurde 1255 der [[Norder Vertrag]] unterzeichnet, der oftmals (fälschlicherweise) als Gründungsvertrag der Stadt Norden angesehen wird.
 
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==Geschichte==
==Geschichte==
Marienthal war, wie die anderen frühen Niederlassungen des Ordens in Ostfriesland, ein Doppelkloster. An der Spitze stand ein Abt; die Nonnenabteilung leitete eine ihm unterstellte Priorin. Über dem Kloster stand der Bischof von Bremen, da Norden zu dieser Zeit dem Bistum Bremen zugeordnet war. Archäologische Funde belegen eine Nutzung des Geländes bereits in der Zeit vor 1200, weshalb eine Gründung für das 12. Jahrhundert angenommen werden kann.<ref name=":0">[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/af/norden04-31.htm Bericht über archäologische Funde] der Ostfriesischen Landschaft</ref> Jedoch ist nicht zweifelsfrei nachgewiesen, ob die Funde tatsächlich dem Kloster oder doch eher anderen Bauten zuzurechnen. Sicher ist, dass das Gelände in vorklösterlicher Zeit landwirtschaftlichen Zwecken diente.<ref>Bärenfänger, Rolf (2007): Archäologie auf den ehemaligen Klosterplätzen Ostfrieslands, Rahden/Westf, S. 67ff.</ref>
Marienthal war, wie die anderen frühen Niederlassungen des Ordens in Ostfriesland, ein Doppelkloster. An der Spitze stand ein Abt; die Nonnenabteilung leitete eine ihm unterstellte Priorin. Über dem Kloster stand der Bischof von Bremen, da Norden zu dieser Zeit dem Bistum Bremen zugeordnet war. Archäologische Funde belegen eine Nutzung des Geländes bereits in der Zeit vor 1200, weshalb eine Gründung für das 12. Jahrhundert angenommen werden kann.<ref name=":0">[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/af/norden04-31.htm Bericht über archäologische Funde] der Ostfriesischen Landschaft</ref> Jedoch ist nicht zweifelsfrei nachgewiesen, ob die Funde tatsächlich dem Kloster oder doch eher anderen Bauten zuzurechnen. Sicher ist, dass das Gelände in vorklösterlicher Zeit landwirtschaftlichen Zwecken diente.<ref>Bärenfänger, Rolf (2007): Archäologie auf den ehemaligen Klosterplätzen Ostfrieslands, Rahden/Westf, S. 67ff.</ref>
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== Nachnutzung ==
== Nachnutzung ==
Auf dem Areal des Klosters entstand das [[Gasthaus]], auch "Armenhaus" oder "Gasthausarmen" genannt. Dieses wurde mit einem Teil der Einkünfte des ehemaligen Klosters ausgestattet. Andere Einnahmen flossen an die Vorgängerinstitution des heutigen [[Ulrichsgymnasium|Ulrichsgymnasiums]]. Der Flächenbesitz fiel an das ostfriesische Fürstenhaus und ist heute noch größtenteils in staatlichem Besitz. Heute steht an der Stelle des Klosters ein Altenheim der [[AWO Norden|Arbeiterwohlfahrt]].
Auf dem Areal des Klosters entstand das [[Gasthaus]], auch "Armenhaus" oder "Gasthausarmen" genannt. Dieses wurde mit einem Teil der Einkünfte des ehemaligen Klosters ausgestattet. Andere Einnahmen flossen an die Vorgängerinstitution des heutigen [[Ulrichsgymnasium|Ulrichsgymnasiums]]. Der Flächenbesitz fiel an das ostfriesische Fürstenhaus und ist heute noch größtenteils in staatlichem Besitz. Heute steht an der Stelle des Klosters ein Altenheim der [[AWO Norden|Arbeiterwohlfahrt]].
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==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==