Altes Rathaus: Unterschied zwischen den Versionen
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1836 wurde das neue [[Amtsgericht Norden|Amtsgericht]] am [[Fräuleinshof]] erbaut. Bereits am 1. März 1827 und mit Abschluss vom 4. Dezember 1827 war das Stadtgericht aus finanziellen Gründen mit dem Amtsgericht vereinigt worden.<ref name=":2" /> Am 28. Juli 1861 erwarb die Stadt das Gebäude von der Kirche, blieb hier jedoch nicht mehr lange ansässig. Von Herbst 1883 bis zum Sommer 1884 zog die Stadtverwaltung wegen Raumnot in das [[Rathaus|neue Rathaus]] und vermietete einen Großteil der Räumlichkeiten des alten Rathauses ab 1922 an den [[Heimatverein Norderland|Norder Heimatverein]], der hier ein [[Heimat- und Teemuseum]] aufbaute. Zuvor wurde das Gebäude noch als Stadtbibliothek und als [[Finanzamt Norden|Finanzamt]] genutzt.<ref>Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2001): Norden/Norddeich – Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 66f.</ref> | 1836 wurde das neue [[Amtsgericht Norden|Amtsgericht]] am [[Fräuleinshof]] erbaut. Bereits am 1. März 1827 und mit Abschluss vom 4. Dezember 1827 war das Stadtgericht aus finanziellen Gründen mit dem Amtsgericht vereinigt worden.<ref name=":2" /> Am 28. Juli 1861 erwarb die Stadt das Gebäude von der Kirche, blieb hier jedoch nicht mehr lange ansässig. Von Herbst 1883 bis zum Sommer 1884 zog die Stadtverwaltung wegen Raumnot in das [[Rathaus|neue Rathaus]] und vermietete einen Großteil der Räumlichkeiten des alten Rathauses ab 1922 an den [[Heimatverein Norderland|Norder Heimatverein]], der hier ein [[Heimat- und Teemuseum]] aufbaute. Zuvor wurde das Gebäude noch als Stadtbibliothek und als [[Finanzamt Norden|Finanzamt]] genutzt.<ref>Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2001): Norden/Norddeich – Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 66f.</ref> | ||
Zum Schutz der alten Gemäuer vor etwaigen Bränden durch Luftangriffe wurde 1943 im Dachstuhl des Gebäudes ein feuerhemmender Firnis (Ölanstrich) angebracht. Die dort gelagerten Akten mussten in die Räumlichkeiten der Theelacht umgelagert werden, weshalb diese ihren traditionellen Auszahlungstermin im April des Jahres nicht durchführen konnte.<ref>Haddinga, Johann (1995): Kriegsalltag in Ostfriesland, Norden, S. 128f.</ref> | |||
Am 18. Oktober 1968 kam es im Keller zu zwei schweren Gasexplosionen, durch die große Schäden am Mauerwerk - auch an angrenzenden Gebäuden - entstanden.<ref>Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 60</ref><ref name=":3" /> In der Folge waren umfangreiche Restaurationsarbeiten erforderlich.<ref name=":3">Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 44</ref> Erst 1977 waren die letzten Arbeiten abgeschlossen, die Kosten beliefen sich auf rund 100.000 DM.<ref>Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 46</ref> Doch auch sonst wurden mehrere zehntausend Mark in den Folgejahren zum Erhalt und zur Sanierung der alten Gemäuer aufgewendet. Unter anderem wurde ab 1980 der ''Rummel'' wieder hergerichtet.<ref>Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 49</ref> | Am 18. Oktober 1968 kam es im Keller zu zwei schweren Gasexplosionen, durch die große Schäden am Mauerwerk - auch an angrenzenden Gebäuden - entstanden.<ref>Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 60</ref><ref name=":3" /> In der Folge waren umfangreiche Restaurationsarbeiten erforderlich.<ref name=":3">Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 44</ref> Erst 1977 waren die letzten Arbeiten abgeschlossen, die Kosten beliefen sich auf rund 100.000 DM.<ref>Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 46</ref> Doch auch sonst wurden mehrere zehntausend Mark in den Folgejahren zum Erhalt und zur Sanierung der alten Gemäuer aufgewendet. Unter anderem wurde ab 1980 der ''Rummel'' wieder hergerichtet.<ref>Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 49</ref> | ||