Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
Zeile 4: Zeile 4:
Picker wurde 1912 als Sohn eines Wilhelmshavener Kaufmanns und Senators in Wilhelmshaven geboren und bereits 1930 Mitglied der NSDAP. ER studierte Rechtswissenschaft an der Philipps-Universität Marburg, der Christian-Albrechts-Universität Kiel und der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin.<ref name=":0">Blaubuch des Corps Teutonia zu Marburg 1825 bis 2000</ref> Seit 1931 war er Mitglied des ''Corps Teutonia Marburg''.<ref>Kösener Corpslisten 1996, 171, 1292</ref> Seit 1934 Referendar, promovierte er 1936 in Kiel zum Doktor der Rechte.
Picker wurde 1912 als Sohn eines Wilhelmshavener Kaufmanns und Senators in Wilhelmshaven geboren und bereits 1930 Mitglied der NSDAP. ER studierte Rechtswissenschaft an der Philipps-Universität Marburg, der Christian-Albrechts-Universität Kiel und der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin.<ref name=":0">Blaubuch des Corps Teutonia zu Marburg 1825 bis 2000</ref> Seit 1931 war er Mitglied des ''Corps Teutonia Marburg''.<ref>Kösener Corpslisten 1996, 171, 1292</ref> Seit 1934 Referendar, promovierte er 1936 in Kiel zum Doktor der Rechte.


1936/37 war er (als Assessor) Hauptreferent und Auslandsrepräsentant der Reichsjugendführung. 1938/39 war er Regierungsrat in Jever und Brake (Unterweser). Nachdem er 1940/41 beim Stab des Stellvertreters des Führers in München gewesen war, kam er von März bis Juli 1942 als Oberregierungsrat und juristischer Mitarbeiter Hitlers ins Führerhauptquartier.<ref name=":0" /> In Vertretung von Heinrich Heim hatte er Hitlers Tischgespräche zu protokollieren. Am 19. September 1942 beauftragte der Reichsinnenminister Wilhelm Frick Picker mit der kommissarischen Verwaltung des [[Landrat|Landratsamtes]] des [[Landkreis Norden|Landkreises Norden]].<ref>Lüpke-Müller, Inge (1998): Eine Region im politischen Umbruch. Der Demokratisierungsprozess in Ostfriesland nach dem Zweiten Weltkrieg, Aurich,S. 84f.</ref>
1936/37 war er (als Assessor) Hauptreferent und Auslandsrepräsentant der Reichsjugendführung. 1938/39 war er Regierungsrat in Jever und Brake (Unterweser). Nachdem er 1940/41 beim Stab des Stellvertreters des Führers in München gewesen war, kam er von März bis Juli 1942 als Oberregierungsrat und juristischer Mitarbeiter Hitlers ins Führerhauptquartier.<ref name=":0" /> In Vertretung von Heinrich Heim hatte er Hitlers Tischgespräche zu protokollieren. Am 19. September 1942 beauftragte der Reichsinnenminister Wilhelm Frick Picker mit der kommissarischen Verwaltung des [[Landrat|Landratsamtes]] des [[Landkreis Norden|Landkreises Norden]].<ref>Lüpke-Müller, Inge (1998): Eine Region im politischen Umbruch. Der Demokratisierungsprozess in Ostfriesland nach dem Zweiten Weltkrieg, Aurich,S. 84f.</ref> Am 24. September nahm er diese Tätigkeit auf.<ref>Haddinga, Johann (1995): Kriegsalltag in Ostfriesland, Norden, S. 104</ref>


Seit 1943 Soldat der Wehrmacht, kam er als Fähnrich d. R. in britische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1947 entlassen wurde.<ref name=":0" /> Während seiner Abwesenheit blieb seine Stelle bis unbesetzt, faktisch diente der Leeraner Landrat Windels als sein Stellvertreter, ehe dieser im April 1945 noch von [[Friedrich-Wilhelm Fleischer|Admiral Fleischer]].<ref name=":1">Haddinga, Johann (1988): Stunde Null. Ostfrieslands schwerste Jahre, Norden, S. 49</ref> In der Nachkriegszeit vertrat Picker von 1948 bis 1951 das Notstandsgebiet Wilhelmshaven beim Bund in Frankfurt am Main und Bonn. Danach arbeitete er als Schriftsteller.<ref name=":0" /> Als solcher veröffentlichte er bald ein Buch über Hitlers ''Tischgespräche im Führerhauptquartier''.<ref name=":1" />
Seit 1943 Soldat der Wehrmacht, kam er als Fähnrich d. R. in britische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1947 entlassen wurde.<ref name=":0" /> Während seiner Abwesenheit blieb seine Stelle bis unbesetzt, faktisch diente der Leeraner Landrat Windels als sein Stellvertreter, ehe dieser im April 1945 noch von [[Friedrich-Wilhelm Fleischer|Admiral Fleischer]].<ref name=":1">Haddinga, Johann (1988): Stunde Null. Ostfrieslands schwerste Jahre, Norden, S. 49</ref> In der Nachkriegszeit vertrat Picker von 1948 bis 1951 das Notstandsgebiet Wilhelmshaven beim Bund in Frankfurt am Main und Bonn. Danach arbeitete er als Schriftsteller.<ref name=":0" /> Als solcher veröffentlichte er bald ein Buch über Hitlers ''Tischgespräche im Führerhauptquartier''.<ref name=":1" />