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|Entstehungszeit=um 1880 (vor 1719)
|Entstehungszeit=1882 (vor 1719)
|Erbauer=[[Norder Fehngesellschaft]]
|Erbauer=[[Norder Fehngesellschaft]]
|Bauweise=(verputzter) Ziegelsteinbau
|Bauweise=(verputzter) Ziegelsteinbau
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Die Geschichte der Bebauung an der [[Brückstraße]] 15 und 16 lässt sich bis in das Jahr 1719 zurückverfolgen. Im genannten Jahr wurde der mittelmäßige, das heißt durchschnittlich situierte Bürger [[Abraham Harems]] als Eigentümer des Hauses genannt. Ihm folgte noch vor 1751 der wohlhabende [[Reentje Janssen]], der durch die Gewährung eines Darlehens maßgeblichen Anteil am Aufstieg der damals noch jungen Tabakmanufaktur ''[[Steinbömer & Lubinus]]'' hatte.<ref name=":0">Schreiber, Gretje (1994): Die Bewohner der Brück- und Dammstraße</ref><ref name=":02">Behrends, Berend-Heiko (1969): Zwei Jahrhunderte Steinbömer Tabak, Norden, S. 8</ref>
Die Geschichte der Bebauung an der [[Brückstraße]] 15 und 16 lässt sich bis in das Jahr 1719 zurückverfolgen. Im genannten Jahr wurde der mittelmäßige, das heißt durchschnittlich situierte Bürger [[Abraham Harems]] als Eigentümer des Hauses genannt. Ihm folgte noch vor 1751 der wohlhabende [[Reentje Janssen]], der durch die Gewährung eines Darlehens maßgeblichen Anteil am Aufstieg der damals noch jungen Tabakmanufaktur ''[[Steinbömer & Lubinus]]'' hatte.<ref name=":0">Schreiber, Gretje (1994): Die Bewohner der Brück- und Dammstraße</ref><ref name=":02">Behrends, Berend-Heiko (1969): Zwei Jahrhunderte Steinbömer Tabak, Norden, S. 8</ref>


Janssen folgten die Eheleute [[Hermannus Jabben Bretthof]] und seine Frau, die das Haus mit Kaufvertrag vom 13. November 1773 erwarben. Etwa drei Jahre später wurden Haus und Grund dann öffentlich versteigert und am 14. November 1796 von der [[Norder Fehngesellschaft]] erworben, die für einen Großteil der Torfversorgung als seinerzeit wichtigstes Brenn- bzw. Heizmaterial verantwortlich war. Im Zuge dessen errichtete die Fehngesellschaft auch eine Schiffswerft (''Helling'') zwischen Kompaniehaus und dem dort entlanglaufenden [[Berumerfehnkanal]], die zunächst an den Schiffszimmermeister [[Jacob Klüin]] verpachtet wurde.<ref name=":0" /> Der Bereich wurde wegen seiner Nutzung umgangssprachlich auch als ''Torfhafen'' bezeichnet, denn hier wurde der Torf entladen und   
Janssen folgten die Eheleute [[Hermannus Jabben Bretthof]] und seine Frau, die das Haus mit Kaufvertrag vom 13. November 1773 erwarben. Etwa drei Jahre später wurden Haus und Grund dann öffentlich versteigert und am 14. November 1796 von der [[Norder Fehngesellschaft]] erworben, die für einen Großteil der Torfversorgung als seinerzeit wichtigstes Brenn- bzw. Heizmaterial verantwortlich war. Im Zuge dessen errichtete die Fehngesellschaft auch eine Schiffswerft (''Helling'') zwischen Kompaniehaus und dem dort entlanglaufenden [[Berumerfehnkanal]], die zunächst an den Schiffszimmermeister [[Jacob Klüin]] verpachtet wurde.<ref name=":0" /> Der Bereich wurde wegen seiner Nutzung umgangssprachlich auch als ''Torfhafen'' bezeichnet, denn hier wurde der Torf entladen und entweder weitertransportiert oder direkt verkauft.<ref>Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 44</ref>  


Nach dem Abzug der Fehngesellschaft befanden sich hier die Verwaltungsräume des [[Meliorationsverband Norden|Meliorationsverbandes]], nach dessen Auflösung im Jahre 1991 dient das Gebäude dem Jugendamt des Landkreises Aurich als Außenstelle.<ref>Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 44</ref>
Nachdem die Fehngesellschaft den Torftransport aufgegeben hatte, wurden die Räumlichkeiten vom [[Meliorationsverband Norden|Meliorationsverband]] übernommen. Nach dessen Auflösung im Jahre 1991 dient das Gebäude heute dem Jugendamt des Landkreises Aurich als Außenstelle.
 
Unmittelbar hinter dem Kompaniehaus befanden sich eine Schiffswerft der Gesellschaft zur Wartung der Torfkähne sowie Lagerstätten.  


==Galerie==
==Galerie==