Berumerfehnkanal: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Kosten des Kanals betrugen 27.314 Reichsthaler, hinzu kamen Entwässerungsgräben, Brücken, Schleusen, Wege, Torfschiffe, Entschädigungen für Ländereien. Gebaut wurde der Kanal vor allem von Arbeitern aus dem Oldenburger Raum, da die Bürger Halbemonds, durch dessen Gebiet der Kanal in großen Teilen fließt, die entstehende Konkurrenz fürchteten und den Bau zu boykottieren versuchten. | Die Kosten des Kanals betrugen 27.314 Reichsthaler, hinzu kamen Entwässerungsgräben, Brücken, Schleusen, Wege, Torfschiffe, Entschädigungen für Ländereien. Gebaut wurde der Kanal vor allem von Arbeitern aus dem Oldenburger Raum, da die Bürger Halbemonds, durch dessen Gebiet der Kanal in großen Teilen fließt, die entstehende Konkurrenz fürchteten und den Bau zu boykottieren versuchten. | ||
Die Transportkähne wurden in der Regel von zwei oder mehr Arbeitern gezogen, die links und rechts des Kanals liefen. Die Wege nannte man auch "Treckpadd" (Ziehpfad). Ein weiterer Arbeiter lenkte den Kanal, meistens nur mit einem langen Stock, den er auf den Kanalgrund steckte. Der Name "Treckpadd" ist bis heute der Name des Wanderwegs neben der [[Bundesstraße]] bei [[Nadörst]]. | Die Transportkähne wurden in der Regel von zwei oder mehr Arbeitern gezogen, die links und rechts des Kanals oder hintereinander liefen. Die Wege nannte man auch "Treckpadd" (Ziehpfad) oder "Treidelpfad". Ein weiterer Arbeiter lenkte den Kanal, meistens nur mit einem langen Stock, den er auf den Kanalgrund steckte. Der Name "Treckpadd" ist bis heute der Name des Wanderwegs neben der [[Bundesstraße]] bei [[Nadörst]]. Manchmal wurden die Kähne auch von Pferden oder anderen Lastentieren gezogen. | ||
Heute ist der Berumerfehnkanal längst kein Transportweg mehr, sondern dient lediglich zur Entwässerung. Auch fließt er nicht mehr in das [[Norder Tief|Norder Galgentief]], sondern endet in [[Bargebur]] als Stichkanal, wo er auch "Moortief" genannt wird. Dieser Namen entstand, da der Kanal in [[Süderneuland II]] durch die moorigen Gebiete am Tidofelder Holz (Wald an der Bundesstraße) fießt. Die Entwässerung erfolgt seit den 1970er Jahren über das [[Addinggaster Tief]]. | Heute ist der Berumerfehnkanal längst kein Transportweg mehr, sondern dient lediglich zur Entwässerung. Auch fließt er nicht mehr in das [[Norder Tief|Norder Galgentief]], sondern endet in [[Bargebur]] als Stichkanal, wo er auch "Moortief" genannt wird. Dieser Namen entstand, da der Kanal in [[Süderneuland II]] durch die moorigen Gebiete am Tidofelder Holz (Wald an der Bundesstraße) fießt. Die Entwässerung erfolgt seit den 1970er Jahren über das [[Addinggaster Tief]]. | ||