Frisiamühle: Unterschied zwischen den Versionen
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|Entstehungszeit | |Entstehungszeit | ||
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26506 Norden | 26506 Norden | ||
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Die '''Frisiamühle''' (auch "Ahtens Mühle", "Schmertmanns Mühle" und "Gnurremühle" bekannt) befindet sich auf dem Gelände des [[Norder Tor|Norder Tors]]. Es handelt sich um einen etwa 30 Meter hohen Galerieholländer. Gemeinsam mit der baugleichen [[Deichmühle]] dominiert die Frisiamühle das südliche Stadtbild und ist eines der Wahrzeichen von Norden. | Die '''Frisiamühle''' (auch "Ahtens Mühle", "Schmertmanns Mühle" und "Gnurremühle" bekannt) befindet sich auf dem Gelände des [[Norder Tor|Norder Tors]]. Es handelt sich um einen etwa 30 Meter hohen Galerieholländer. Gemeinsam mit der baugleichen [[Deichmühle]] dominiert die Frisiamühle das südliche Stadtbild und ist eines der Wahrzeichen von Norden. Bis zur Versiegelung lag es unmittelbar am Ufer des [[Fehnkanal|Fehnkanals]], der hier von [[Norderfehn]] (heute Berumefehn) bis zum [[Norder Hafen]] führte. | ||
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
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Spätestens ab 1906 verfügt die Mühle nun endlich über einen Blitzableiter und ist bei der "Mühlenbrand-Societät für Ostfriesland und Harlingerland" mit einer Versicherungssumme von 27.700 Goldmark versichert, das dazugehörige Wohnhaus mit weiteren 3.333 Goldmark.<ref>[http://muehlenemden.de/muehlenbrandsozietaet/muehlenbrandsocietaet_1906.pdf Auszug aus dem Register von 1906] der Mühlenbrand-Societät für Ostfriesland und Harlingerland</ref> | Spätestens ab 1906 verfügt die Mühle nun endlich über einen Blitzableiter und ist bei der "Mühlenbrand-Societät für Ostfriesland und Harlingerland" mit einer Versicherungssumme von 27.700 Goldmark versichert, das dazugehörige Wohnhaus mit weiteren 3.333 Goldmark.<ref>[http://muehlenemden.de/muehlenbrandsozietaet/muehlenbrandsocietaet_1906.pdf Auszug aus dem Register von 1906] der Mühlenbrand-Societät für Ostfriesland und Harlingerland</ref> | ||
Im Jahr 1929 wird die Mühle bis auf den steinernen Unterbau abgebrochen. 1934 erwirbt Albert Johann Weerda jun. den Mühlenstumpf und baut diesen 1935 zu Kornlagerzwecken um. Fortan ist die Mühle auch als [[Kornhaus Weerda]] bekannt. Mitte der fünfziger Jahre baut Weerda an der Ostseite des Steinstumpfes ein großes Packhaus, das schon 1986 wieder abgerissen wird.<ref>Schweling, Thorsten (1993): Die Geschichte der Norder Gnurremühle, in: Heim und Herd, Beilage zum Ostfriesischen Kurier vom 30. Oktober 1993, Nr. 10, S. 37ff.</ref> | Im Jahr 1929 wird die Mühle bis auf den steinernen Unterbau abgebrochen, nachdem der Eigentümer in eine finanzielle Notlage geriet. 1934 erwirbt daraufhin Albert Johann Weerda jun. den Mühlenstumpf und baut diesen 1935 zu Kornlagerzwecken um. Fortan ist die Mühle auch als [[Kornhaus Weerda]] bekannt. Mitte der fünfziger Jahre baut Weerda an der Ostseite des Steinstumpfes ein großes Packhaus, das schon 1986 wieder abgerissen wird.<ref>Schweling, Thorsten (1993): Die Geschichte der Norder Gnurremühle, in: Heim und Herd, Beilage zum Ostfriesischen Kurier vom 30. Oktober 1993, Nr. 10, S. 37ff.</ref> | ||
Ab 1984 setzte sich der [[Mühlenverein]] für den Wiederaufbau der Mühle ein. Dem Verein gelang es, den vollständigen Oberbau wieder herzurichten. Die Mühle ist bis heute theoretisch funktionsfähig, verfügt jedoch über kein Mahlwerk. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten und Mitgliederschwund musste sich der Verein im Jahr 2019 auflösen.<ref>[https://www.oz-online.de/-news/artikel/552438/Norder-Frisia-Muehle-Foerderverein-loest-sich-auf Online-Artikel der Ostfriesischen Zeitung] vom 25. Februar 2019</ref> Seit 2011 befindet sich ein kleiner Kunst- und Handwerksladen im vorderen, unteren Teil der Mühle ("Wallys Schatzkästchen"). Im | Ab 1984 setzte sich der [[Mühlenverein]] für den Wiederaufbau der Mühle ein. Dem Verein gelang es, den vollständigen Oberbau wieder herzurichten. Die Mühle ist bis heute theoretisch funktionsfähig, verfügt jedoch über kein Mahlwerk. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten und Mitgliederschwund musste sich der Verein im Jahr 2019 auflösen.<ref>[https://www.oz-online.de/-news/artikel/552438/Norder-Frisia-Muehle-Foerderverein-loest-sich-auf Online-Artikel der Ostfriesischen Zeitung] vom 25. Februar 2019</ref> Seit 2011 befindet sich ein kleiner Kunst- und Handwerksladen im vorderen, unteren Teil der Mühle ("Wallys Schatzkästchen"), der restliche Teil wird weitestgehend von einer Dauerausstellung über das tradtionelle Backhandwerk eingenommen. Im Obergeschoss befindet sich sogar eine historische Backstube. | ||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||