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Der Neue Weg gehört zu den ältesten Straßen von Norden und wurde planmäßig angelegt. Er ist jedoch jünger, aber auch etwas länger als die anderen, ebenfalls nach Süden führenden Straßen ([[Burggraben]], [[Kirchstraße]], [[Sielstraße]] und [[Uffenstraße|Uffen-]] bzw. [[Heringstraße]]). Der damals noch ''Langer Weg'' bzw. die ''Lange Lohne'' (lateinisch: ''longam plateam'') genannte Weg, der bis dahin ungefähr nur bis zur späteren [[Große Neustraße |Großneustraße]] ging, war seinerzeit eine vergleichsweise unbedeutende Verbindung nach Süden.<ref name=":0">Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 16</ref><ref name=":2">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 118</ref> Der südliche, unbebaute Teil wurde zu dieser Zeit noch [[Rispel]] bzw. [[Hammerk]] genannt.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 93</ref> Es handelte sich um gemeinschaftlich genutzte Weiden ([[Gemeinweide|Gemeinweiden]]).<ref name=":2" />
Der Neue Weg gehört zu den ältesten Straßen von Norden und wurde planmäßig angelegt. Er ist jedoch jünger, aber auch etwas länger als die anderen, ebenfalls nach Süden führenden Straßen ([[Burggraben]], [[Kirchstraße]], [[Sielstraße]] und [[Uffenstraße|Uffen-]] bzw. [[Heringstraße]]). Der damals noch ''Langer Weg'' bzw. die ''Lange Lohne'' (lateinisch: ''longa platea'') genannte Weg, der bis dahin ungefähr nur bis zur späteren [[Große Neustraße |Großneustraße]] ging, war seinerzeit eine vergleichsweise unbedeutende Verbindung nach Süden.<ref name=":0">Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 16</ref><ref name=":2">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 118</ref> Der südliche, unbebaute Teil wurde zu dieser Zeit noch [[Rispel]] bzw. [[Hammerk]] genannt.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 93</ref> Es handelte sich um gemeinschaftlich genutzte Weiden ([[Gemeinweide|Gemeinweiden]]).<ref name=":2" />


Nach dem zeitnahen Ausbau über die Gemeinweiden hinweg und dem Wiederaufbau nach einem schwerwiegenden Großbrand im Jahre 1509 erhielt der ''Lange Weg'' seinen heutigen Namen und führte schon bald bis an das [[Galgentief]].<ref name=":1">Schreiber, Gretje (1995): Norder Häuser (I), Die Bewohner des Neuen Weges, in: Ostfriesischer Kurier, vom 19./20. August 1995, S. 9</ref> In den 1542 angelegten Kontraktenprotokollen wird als Straßenname ebenfalls ''Neuer Weg'' als Name angegeben. Zu dieser Zeit war der Neue Weg schon eine wichtige Geschäftsstraße.<ref name=":1" />
Nach dem zeitnahen Ausbau über die Gemeinweiden hinweg und dem Wiederaufbau nach einem schwerwiegenden Großbrand im Jahre 1509 erhielt der ''Lange Weg'' seinen heutigen Namen und führte schon bald bis an das [[Galgentief]].<ref name=":1">Schreiber, Gretje (1995): Norder Häuser (I), Die Bewohner des Neuen Weges, in: Ostfriesischer Kurier, vom 19./20. August 1995, S. 9</ref> In den 1542 angelegten Kontraktenprotokollen wird als Straßenname ebenfalls ''Neuer Weg'' als Name angegeben. Zu dieser Zeit war der Neue Weg schon eine wichtige Geschäftsstraße.<ref name=":1" />
 
[[Datei:Neuer Weg Vogelperspektive.jpg|mini|Der Neue Weg als dicht bebaute Einfallstraße nach Norden, um 1950]]
Auch wenn der Neue Weg erst seit dem Bau der [[Alte Mühlenbrücke|Alten Mühlenbrücke]] um 1850 eine eigene Fortführung gen Süden hat, war er nie eine Sackgasse, da sich östlich die [[Brückstraße]] und westlich die [[Dammstraße]] öffneten. In dieser Zeit avancierte der Neue Weg schließlich auch zur Hauptgeschäftstraße der Stadt.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 108</ref>
Auch wenn der Neue Weg erst seit dem Bau der [[Alte Mühlenbrücke|Alten Mühlenbrücke]] um 1850 eine eigene Fortführung gen Süden hat, war er nie eine Sackgasse, da sich östlich die [[Brückstraße]] und westlich die [[Dammstraße]] öffneten. In dieser Zeit avancierte der Neue Weg schließlich auch zur Hauptgeschäftstraße der Stadt.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 108</ref>