Eievui (Diskussion | Beiträge)
Zeile 28: Zeile 28:


== Geschichte ==
== Geschichte ==
Bis zum Bau der [[Bahnhofstraße]] in der Mitte des 19. Jahrhunderts und dem damit einhergehenden Bau der [[Alte Mühlenbrücke|Mühlenbrücke]] war die [[Brückstraße]] das Haupteingangstor zur Stadt. Dementsprechend wird es hier schon sehr lange eine Brücke gegeben haben. Spätestens ab der Zeit um 1600, das [[Galgentief]] etwas weiter südlich verlegt wurde, lässt sich eine (hölzerne) Brücke nachweisen.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 174</ref> Die früheren Brücken verfügten dabei über Holztore, die bei Bedarf geschlossen werden konnten.<ref>Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 9</ref>
Die Brücke befindet sich in einem Bereich, in dem wahrscheinlich schon in vorgeschichtlicher Zeit der natürliche Wasserlauf des Tiefs bei niedrigem Wasserstand gefahrlos überquert werden konnte. Die frühere Furt bzw. heutige Brücke verband somit die isolierte Norder Geestinsel mit dem restlichen ostfriesischen Geestrücken. Um nach Norden zu gelangen, musste man das Tief hier queren.
 
Bis zum Bau der [[Bahnhofstraße]] in der Mitte des 19. Jahrhunderts und dem damit einhergehenden Bau der [[Alte Mühlenbrücke|Mühlenbrücke]] war die [[Brückstraße]] somit das Haupteingangstor zur Stadt. Dementsprechend wird es hier schon sehr lange eine Brücke gegeben haben. Spätestens ab der Zeit um 1600, als das [[Galgentief]] etwas weiter südlich verlegt wurde, lässt sich eine (hölzerne) Brücke nachweisen.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 174</ref> Die früheren Brücken verfügten dabei über Holztore, die bei Bedarf geschlossen werden konnten.<ref>Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 9</ref>


Die bis heute erhaltene Brücke wurde 1934 errichtet und im Frühjahr 2017 wegen schwerer Baufälligkeit für den allgemeinen Kraftfahrzeugverkehr gesperrt.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 25</ref><ref name=":0" /> Die Sanierungskosten in Höhe von etwa 1,1 Millionen Euro wurden 2020 vom [[Stadtrat|Rat der Stadt Norden]] als zu hoch abgelehnt.<ref name=":0">[https://www.oz-online.de/-news/artikel/848941/Stadt-Norden-will-gut-22-Millionen-Euro-in-Bruecken-stecken Online-Bericht der Ostfriesen Zeitung vom 6. August 2020], abgerufen am 7. Juni 2021</ref> Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] entging diese Brücke nur knapp ihrer Zerstörung. Fanatiker hatten diese noch in den letzten Kriegstagen mit Sprengstoff versehen, um sie vor dem Überqueren der herannahenden Alliierten zu sprengen.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 43</ref>
Die bis heute erhaltene Brücke wurde 1934 errichtet und im Frühjahr 2017 wegen schwerer Baufälligkeit für den allgemeinen Kraftfahrzeugverkehr gesperrt.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 25</ref><ref name=":0" /> Die Sanierungskosten in Höhe von etwa 1,1 Millionen Euro wurden 2020 vom [[Stadtrat|Rat der Stadt Norden]] als zu hoch abgelehnt.<ref name=":0">[https://www.oz-online.de/-news/artikel/848941/Stadt-Norden-will-gut-22-Millionen-Euro-in-Bruecken-stecken Online-Bericht der Ostfriesen Zeitung vom 6. August 2020], abgerufen am 7. Juni 2021</ref> Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] entging diese Brücke nur knapp ihrer Zerstörung. Fanatiker hatten diese noch in den letzten Kriegstagen mit Sprengstoff versehen, um sie vor dem Überqueren der herannahenden Alliierten zu sprengen.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 43</ref>