Bahnhof Norden-Stadt: Unterschied zwischen den Versionen
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Im Norder Volksmund wurde die Haltestelle schon früh als ''Lüttje Bahnhof'' (Kleiner Bahnhof) bezeichnet, was auch der Name einer dort befindlichen Gaststätte war. Überliefert ist, dass Gastwirt J. Fransen in seinem Garten Hühner und Pfaue zu halten pflegte. Seine beliebte Gaststätte war Gründungslokal mehrerer Vereine, so etwa des [[Boxclub Norden|Norder Boxclubs]].<ref>Zeitzeugenbefragung vom 23. Oktober 2021</ref> Auch der Name eines Bahnhofsvorstehers ist überliefert: ''Opa Jürgens'', ein respektierter, großgewachsener Mann, dessen Nachfolger der Gastwirt [[Hans Köppe]] wurde.<ref name=":0">Ostfriesischer Kurier vom 11. November 1995, S. 49</ref> | Im Norder Volksmund wurde die Haltestelle schon früh als ''Lüttje Bahnhof'' (Kleiner Bahnhof) bezeichnet, was auch der Name einer dort befindlichen Gaststätte war. Überliefert ist, dass Gastwirt J. Fransen in seinem Garten Hühner und Pfaue zu halten pflegte. Seine beliebte Gaststätte war Gründungslokal mehrerer Vereine, so etwa des [[Boxclub Norden|Norder Boxclubs]].<ref>Zeitzeugenbefragung vom 23. Oktober 2021</ref> Auch der Name eines Bahnhofsvorstehers ist überliefert: ''Opa Jürgens'', ein respektierter, großgewachsener Mann, dessen Nachfolger der Gastwirt [[Hans Köppe]] wurde.<ref name=":0">Ostfriesischer Kurier vom 11. November 1995, S. 49</ref> | ||
Nachdem sich die Beschwerden darüber häuften, dass die wartenden Fahrgäste am Bahnsteig den Witterungen schutzlos ausgeliefert waren, wurde etwa Anfang des 20. Jahrhunderts eine Überdachung errichtet. Aus den Berichten dieser Zeit geht hervor, dass gut 50 Leute im Bahnhofsgebäude und bis zu 300 Menschen an den Gleisen Platz hatten.<ref>Ostfriesischer Kurier vom 21. April 2007, S. 41</ref> | Nachdem sich die Beschwerden darüber häuften, dass die wartenden Fahrgäste am Bahnsteig den Witterungen schutzlos ausgeliefert waren, wurde etwa Anfang des 20. Jahrhunderts eine Überdachung errichtet. Aus den Berichten dieser Zeit geht hervor, dass gut 50 Leute im Bahnhofsgebäude und bis zu 300 Menschen an den Gleisen Platz hatten. 1938 wurde der Bahnhof dann aufwendig renoviert und erhielt einen frischen Anstrich.<ref>Ostfriesischer Kurier vom 21. April 2007, S. 41</ref> | ||
Der Fahrplanwechsel am 28. Mai 1983 besiegelte auch das endgültige Ende des beliebten Bahnhofs Norden-Stadt. Formell war die Station bis dahin zwar noch in den Fahrplänen der ''Emslandstrecke'' verzeichnet, jedoch hatte dort bereits seit Anfang der 1970er Jahre kein Zug mehr fahrplanmäßig gehalten. Der letzte Zug, der am 28. Mai am Bahnhof für ein Abschiedsfoto hielt, trug die Bezeichnung ''E 14205''.<ref name=":0" /> | Der Fahrplanwechsel am 28. Mai 1983 besiegelte auch das endgültige Ende des beliebten Bahnhofs Norden-Stadt. Formell war die Station bis dahin zwar noch in den Fahrplänen der ''Emslandstrecke'' verzeichnet, jedoch hatte dort bereits seit Anfang der 1970er Jahre kein Zug mehr fahrplanmäßig gehalten. Der letzte Zug, der am 28. Mai am Bahnhof für ein Abschiedsfoto hielt, trug die Bezeichnung ''E 14205''.<ref name=":0" /> | ||