Norder Tor: Unterschied zwischen den Versionen
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Vor dem Bau des Norder Tors befanden sich auf dem Gelände neben der bis heute erhaltenen [[Frisiamühle]] bereits ein kleines Einkaufszentrum, in dem ein ALDI- sowie ein Babymarkt ansässig waren. Dort gegenüberliegend hatte lange Jahre der [[Meliorationsverband Norden]] seinen Sitz. Die dortigen Hallen wurden auch ''Meli-Hallen'' genannt. | Vor dem Bau des Norder Tors befanden sich auf dem Gelände neben der bis heute erhaltenen [[Frisiamühle]] bereits ein kleines Einkaufszentrum, in dem ein ALDI- sowie ein Babymarkt ansässig waren. Dort gegenüberliegend hatte lange Jahre der [[Meliorationsverband Norden]] seinen Sitz. Die dortigen Hallen wurden auch ''Meli-Hallen'' genannt. Nachdem der Meli-Verband im Jahre 1991 seinen Betrieb einstellte, lag das Gelände brach. Seitdem gab es langwierige Diskussionen um eine Neugestaltung des uneinladend wirkenden Gebiets auf, die jedoch in Ermangelung von Investoren und am Widerstand der innerstädtischen Kaufmannschaft scheiterten.<ref>Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 72</ref> | ||
Gegen Ende der 2000er Jahre kamen dann Überlegungen zum Bau eines neuen, sogenannten ''Südeingangs'' auf. Fast zeitgleich mit dem Bekanntwerden richteten sich örtliche Einzelhändler an die Öffentlichkeit, indem sie in Presse und bei der Politik ihre Bedenken zum Plan eines großen Einkaufszentrums am südlichen Eingang der Norder Innenstadt äußerten. Die Beschwerden verliefen jedoch ergebnislos, da die wirtschaftlichen Interessen von Rat und Verwaltung der Stadt Norden überwogen und man bereits seit vielen Jahren eine neue Nutzung für die weitestgehend veralteten und brachliegenden Grundstücke rund um den bisherigen Einkaufskomplex und das Meli-Gelände beabsichtigte. | Gegen Ende der 2000er Jahre kamen dann neue Überlegungen zum Bau eines neuen, sogenannten ''Südeingangs'' auf. Fast zeitgleich mit dem Bekanntwerden richteten sich örtliche Einzelhändler an die Öffentlichkeit, indem sie in Presse und bei der Politik ihre Bedenken zum Plan eines großen Einkaufszentrums am südlichen Eingang der Norder Innenstadt äußerten. Die Beschwerden verliefen jedoch ergebnislos, da die wirtschaftlichen Interessen von Rat und Verwaltung der Stadt Norden überwogen und man bereits seit vielen Jahren eine neue Nutzung für die weitestgehend veralteten und brachliegenden Grundstücke rund um den bisherigen Einkaufskomplex und das Meli-Gelände beabsichtigte. | ||
Als somit klar wurde, dass Widerstand gegen das Bauvorhaben nichts bringen würde, erwarb ein bekannter Norder Kaufmann die seit langem leerstehende Gaststätte [[Im schwarzen Roß|''Im schwarzen Roß'']]. Damit beabsichtigte er, diesen aufgrund seines desaströsen Zustands als Schandfleck bezeichenbares Gebäude zu erhalten, um bestenfalls Kunden des Norder Tors zu vergraulen. Noch heute steht dieses Gebäude und verfällt zusehends weiter. | Als somit klar wurde, dass Widerstand gegen das Bauvorhaben nichts bringen würde, erwarb ein bekannter Norder Kaufmann die seit langem leerstehende Gaststätte [[Im schwarzen Roß|''Im schwarzen Roß'']]. Damit beabsichtigte er, diesen aufgrund seines desaströsen Zustands als Schandfleck bezeichenbares Gebäude zu erhalten, um bestenfalls Kunden des Norder Tors zu vergraulen. Noch heute steht dieses Gebäude und verfällt zusehends weiter. | ||