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In früheren Jahren wurde den heimkehrenden Kriegsteilnehmern am südlichen Neuen Weg ein feierlicher Empfang bereitet. So etwa nach den Befreiungskriegen gegen die französischen Besatzung im Jahre 1816.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 57</ref> Spätestens zu dieser Zeit und noch spät in das 20. Jahrhundert hinein war es üblich, dass die jüngeren Bürger den südlichen (von der [[Osterstraße]] aus gesehen rechten) Bürgersteig nutzten, während jener auf der anderen Seite den älteren Herrschaften vorbehalten war. Umgangssprachlich nannte man diesen daher auch spöttisch ''Ollwievenpadd'' (Altweiberpfad).<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 108</ref>
In früheren Jahren wurde den heimkehrenden Kriegsteilnehmern am südlichen Neuen Weg ein feierlicher Empfang bereitet. So etwa nach den Befreiungskriegen gegen die französischen Besatzung im Jahre 1816.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 57</ref> Spätestens zu dieser Zeit und noch spät in das 20. Jahrhundert hinein war es üblich, dass die jüngeren Bürger den südlichen (von der [[Osterstraße]] aus gesehen rechten) Bürgersteig nutzten, während jener auf der anderen Seite den älteren Herrschaften vorbehalten war. Umgangssprachlich nannte man diesen daher auch spöttisch ''Ollwievenpadd'' (Altweiberpfad).<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 108</ref>
Im Herbst 1949 entbrannte ein Streit um die Zukunft des Neuen Wegs. Hintergrund war das sich immer weiter verschärfende Verkehrschaos, insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten. Bemängelt wurden vor allem die parkenden und haltenden Fahrzeuge, die den Verkehrsfluss störten. Die Kaufmannschaft war zwiegespalten. Einerseits störten sie sich auch an dem Chaos, andererseits wollten sie ihre Kunden nicht vergraulen, die mit ihren Fahrzeugen oftmals direkt vor dem jeweiligen Geschäft hielten.<ref>Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 48</ref>


Als Norden ab Dezember 1958 endlich einen Anschluss an die [[Kanalisation]] bekam, war der Neue Weg einer der ersten Straßen in Norden, in der die Rohre verlegt wurden.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 67</ref> In den nächsten Jahren wurden viele historisch wertvolle Häuser entweder gänzlich abgerissen oder durch den Einbau unpassender Elemente, wie beispielsweise umfangreiche Schaufenster - denkmalpflegerisch nachhaltig entwertet. Dieser Trend änderte sich erst in den 1990er Jahren, insbesondere durch Baumaßnahmen der [[Sparkasse Aurich-Norden]], die eine Vielzahl historischer Gebäude aufwendig sanierte oder unter Beachtung des Stadtbildes neu aufbaute.
Als Norden ab Dezember 1958 endlich einen Anschluss an die [[Kanalisation]] bekam, war der Neue Weg einer der ersten Straßen in Norden, in der die Rohre verlegt wurden.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 67</ref> In den nächsten Jahren wurden viele historisch wertvolle Häuser entweder gänzlich abgerissen oder durch den Einbau unpassender Elemente, wie beispielsweise umfangreiche Schaufenster - denkmalpflegerisch nachhaltig entwertet. Dieser Trend änderte sich erst in den 1990er Jahren, insbesondere durch Baumaßnahmen der [[Sparkasse Aurich-Norden]], die eine Vielzahl historischer Gebäude aufwendig sanierte oder unter Beachtung des Stadtbildes neu aufbaute.