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Der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] verpasste dem Unternehmen jedoch einen schweren Schlag, ein großer Teil der Belegschaft wurde zum Kriegsdienst verpflichtet. Die Produktion kam dadurch gänzlich zum Erliegen. Erst 1920 konnte man diese wieder aufnehmen, ein Jahr später auch in der [[Brauerei Doornkaat|Brauerei]].<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 79</ref> Auch das Inflationsjahr 1923 wirkte sich negativ auf das Unternehmen aus. Erst mit der Währungsreform erholte es sich. Die vormals in Berlin, München und Leipzig betriebenen Vertretungen des Unternehmens wurden jedoch Ende der 1920er Jahre geschlossen.<ref name=":5">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 80</ref>
Der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] verpasste dem Unternehmen jedoch einen schweren Schlag, ein großer Teil der Belegschaft wurde zum Kriegsdienst verpflichtet. Die Produktion kam dadurch gänzlich zum Erliegen. Erst 1920 konnte man diese wieder aufnehmen, ein Jahr später auch in der [[Brauerei Doornkaat|Brauerei]].<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 79</ref> Auch das Inflationsjahr 1923 wirkte sich negativ auf das Unternehmen aus. Erst mit der Währungsreform erholte es sich. Die vormals in Berlin, München und Leipzig betriebenen Vertretungen des Unternehmens wurden jedoch Ende der 1920er Jahre geschlossen.<ref name=":5">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 80</ref>


Ab 1930 vertrieb Doornkaat mit ''Doka Tee'' auch einen eigenen Tee mit einem jährlichen Absatz von gut 23 Tonnen. Etwa zur gleichen Zeit begann man mit der Produktion vom ''Doka-Tafelwasser'', das aus einem Brunnen an der [[Große Hinterlohne|Großen Hinterlohne]] gewonnen und mit Sole aus Bad Wimpfen verfeinert wurde. Durch Schiffsbeteiligungen rundete das Unternehmen sein Portfolio ab. Das 20. Jahrhundert war jedoch vor allem durch Schwierigkeiten beim Absatz, nicht zuletzt bedingt durch die beiden Weltkriege, die die Weltwirtschaft im Allgemeinen und die deutsche im Speziellen lange Zeit lähmten. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] kam die Produktion, anders als im Ersten, nur teilweise zum Erliegen, da man die Wehrmacht bis April 1945 beliefern konnte.<ref name=":5" />
Ab 1930 vertrieb Doornkaat mit ''Doka Tee'' auch einen eigenen Tee mit einem jährlichen Absatz von gut 23 Tonnen. Etwa zur gleichen Zeit begann man mit der Produktion vom ''Doka-Tafelwasser'', das aus einem Brunnen an der [[Große Hinterlohne|Großen Hinterlohne]] gewonnen und mit Sole aus Bad Wimpfen verfeinert wurde. Durch Schiffsbeteiligungen rundete das Unternehmen sein Portfolio ab. Das 20. Jahrhundert war jedoch vor allem durch Schwierigkeiten beim Absatz, nicht zuletzt bedingt durch die beiden Weltkriege, die die Weltwirtschaft im Allgemeinen und die deutsche im Speziellen lange Zeit lähmten. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] kam die Produktion, anders als im Ersten, nur teilweise zum Erliegen, da man die Wehrmacht bis April 1945 beliefern konnte.<ref name=":5" /> Übrigens befand sich auf einem der Dächer des Unternehmens schon zu Kriegsbeginn ein Beobachtungsstand für die umliegenden [[Liste der Flakstellungen|Flakstellungen]].<ref>Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 41</ref>
[[Datei:Doornkaat Mann Werbung um 1960.jpg|mini|292x292px|Der ''Doornkaat-Kenner'': Die wohl bekannteste Werbefigur des Unternehmens.]]
[[Datei:Doornkaat Mann Werbung um 1960.jpg|mini|292x292px|Der ''Doornkaat-Kenner'': Die wohl bekannteste Werbefigur des Unternehmens.]]
Die Jahre nach dem Krieg brachten jedoch nochmals einen großen Aufschwung, nachdem man bereits kurz nach Kriegsende wieder mit Genehmigung der britischen Militärregierung produzieren durfte. In der letzten Hochblüte, Ende der 1960er Jahre, wurde Doornkaat mit dem legendären Doornkaat-Mann (von Ludwig Hohlwein bereits in den 1920er Jahren geschaffen), der die Doornkaat-Vierkantflasche in der Hand hält, mit dem Slogan ''Doornkaat - heiß geliebt und kalt getrunken'' beworben.
Die Jahre nach dem Krieg brachten jedoch nochmals einen großen Aufschwung, nachdem man bereits kurz nach Kriegsende wieder mit Genehmigung der britischen Militärregierung produzieren durfte. In der letzten Hochblüte, Ende der 1960er Jahre, wurde Doornkaat mit dem legendären Doornkaat-Mann (von Ludwig Hohlwein bereits in den 1920er Jahren geschaffen), der die Doornkaat-Vierkantflasche in der Hand hält, mit dem Slogan ''Doornkaat - heiß geliebt und kalt getrunken'' beworben.