Ekeler Vorwerk: Unterschied zwischen den Versionen
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Spätestens seit dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] befand sich hier der ''Gasthof Dittrich'' bzw. ''Dittrichsche Gasthof''.<ref name=":0" /> Hier gründete sich 1903 die [[Freie Turnerschaft|''Freie Turnerschaft'']], die den den Saal zugleich für ihre Leibesübungen nutzte. Auch war die Gaststätte Gründungslokal des [[Radfahrverein Frisch Auf|''Radfahrvereins Frisch Auf'']].<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 16</ref> | Spätestens seit dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] befand sich hier der ''Gasthof Dittrich'' bzw. ''Dittrichsche Gasthof''.<ref name=":0" /> Hier gründete sich 1903 die [[Freie Turnerschaft|''Freie Turnerschaft'']], die den den Saal zugleich für ihre Leibesübungen nutzte. Auch war die Gaststätte Gründungslokal des [[Radfahrverein Frisch Auf|''Radfahrvereins Frisch Auf'']].<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 16</ref> | ||
Während eines Feuers im Jahre 1916 brannten sämtliche Habseligkeiten der Vereine mit ab.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 5</ref><ref name=":1">Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 31</ref> Der Gasthof selbst erlitt dadurch ebenfalls schwere Schäden und musste neu aufgebaut werden.<ref name=":1" /> Am Tage des Kriegsendes, dem 11. November 1918, sprach im Gasthof ein Arbeiter- und Soldatenrat zu einer dichtgedrängten Volksmenge.<ref name=":0">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 17</ref> | Während eines Feuers im Jahre 1916 brannten sämtliche Habseligkeiten der Vereine mit ab.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 5</ref><ref name=":1">Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 31</ref> Der Gasthof selbst erlitt dadurch ebenfalls schwere Schäden und musste weitestgehend neu aufgebaut werden.<ref name=":1" /> Am Tage des Kriegsendes, dem 11. November 1918, sprach im Gasthof ein Arbeiter- und Soldatenrat zu einer dichtgedrängten Volksmenge.<ref name=":0">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 17</ref> | ||
Der neugebaute Gasthof wurde auch bekannt als ''Gewerkschaftshaus'', da sich hier neben der [[SPD Norden|örtlichen SPD]] auch die Gewerkschaften regelmäßig trafen. 1919 übernahm die Stadt das Gebäude und Gastwirt [[Bruno Dittrich]] eröffnete in der Nähe ein neues Geschäft.<ref name=":1" /> | |||
Von 1921 bis 1923 wurden Haus und Garten auch als Schützenhaus genutzt, damals hieß die Gaststätte hier ''Zum Stadtpark'' oder auch ''Gasthof Zum Ekeler Vorwerk''.<ref>Ostfriesischer Kurier vom 7. August 2021, S. 6</ref> Die benachbarte [[Schützenwiese]] erinnert noch heute mit ihrem Namen an diese Zeit. 1924 erbauten die Schützen das [[Schützenhaus]] am [[Ekeler Weg]] und zogen dorthin um. Seitdem wurde das Grundstück des Ekeler Vorwerks unter anderem für [[TC Blau-Gelb|Tennisspiele]] genutzt und dafür das Grundstück im Winkel von [[Baumstraße]] und [[Schulstraße]] zu einem Tennisplatz hergerichtet. Mit Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde das Gelände von der nationalsozialistischen Bautruppe ''Organisation Todt'' beschlagnahmt, die es zur Einlagerung von Material für den Bau von [[Liste der Bunker|Bunkern]] und [[Liste der Flakstellungen|Flakstellungen]] nutzten.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 8</ref> | Von 1921 bis 1923 wurden Haus und Garten auch als Schützenhaus genutzt, damals hieß die Gaststätte hier ''Zum Stadtpark'' oder auch ''Gasthof Zum Ekeler Vorwerk''.<ref>Ostfriesischer Kurier vom 7. August 2021, S. 6</ref> Die benachbarte [[Schützenwiese]] erinnert noch heute mit ihrem Namen an diese Zeit. 1924 erbauten die Schützen das [[Schützenhaus]] am [[Ekeler Weg]] und zogen dorthin um. Seitdem wurde das Grundstück des Ekeler Vorwerks unter anderem für [[TC Blau-Gelb|Tennisspiele]] genutzt und dafür das Grundstück im Winkel von [[Baumstraße]] und [[Schulstraße]] zu einem Tennisplatz hergerichtet. Mit Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde das Gelände von der nationalsozialistischen Bautruppe ''Organisation Todt'' beschlagnahmt, die es zur Einlagerung von Material für den Bau von [[Liste der Bunker|Bunkern]] und [[Liste der Flakstellungen|Flakstellungen]] nutzten.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 8</ref> | ||