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1719 gehörten noch 100 [[Diemat]] zum Anwesen, was einer Fläche von umgerechnet etwa 570.000 Quadratmetern entspricht. Ungefähr zwischen der [[Schulstraße]] und dem [[Langer Pfad |Langen Pfad]] existierte ein sogenannter ''Küchengarten'', ein Obst- und Gemüsegarten zur eigenen Versorgung. Ebenso sollen ein Hopfengarten und drei weitere Gärten zum Gut gehört haben.<ref>Schreiber, Gretje (2011): Finettenburg: Neue Erkenntnisse, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier 8. Januar 2011, S. 1ff.</ref> Die über die Jahrhunderte unveränderten Straßenzüge [[Looger Weg]], [[Heitsweg]], [[Ekeler Weg]], [[Baumstraße]] und [[Ekeler Gaste]] können als Abgrenzungen der Ausmaße der Ländereien angesehen werden.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> 1840 wurde das Land stückweise verkauft und das Gebäude fortan als Gastwirtschaft genutzt. Für das Jahr 1848 lässt sich nachweisen, dass das Ekeler Vorwerk zwei Gebäude und acht Einwohner umfasste.<ref>Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848</ref>
1719 gehörten noch 100 [[Diemat]] zum Anwesen, was einer Fläche von umgerechnet etwa 570.000 Quadratmetern entspricht. Ungefähr zwischen der [[Schulstraße]] und dem [[Langer Pfad |Langen Pfad]] existierte ein sogenannter ''Küchengarten'', ein Obst- und Gemüsegarten zur eigenen Versorgung. Ebenso sollen ein Hopfengarten und drei weitere Gärten zum Gut gehört haben.<ref>Schreiber, Gretje (2011): Finettenburg: Neue Erkenntnisse, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier 8. Januar 2011, S. 1ff.</ref> Die über die Jahrhunderte unveränderten Straßenzüge [[Looger Weg]], [[Heitsweg]], [[Ekeler Weg]], [[Baumstraße]] und [[Ekeler Gaste]] können als Abgrenzungen der Ausmaße der Ländereien angesehen werden.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> 1840 wurde das Land stückweise verkauft und das Gebäude fortan als Gastwirtschaft genutzt. Für das Jahr 1848 lässt sich nachweisen, dass das Ekeler Vorwerk zwei Gebäude und acht Einwohner umfasste.<ref>Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848</ref>


Spätestens seit dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] befand sich hier der ''Gasthof Dittrich'' bzw. ''Dittrichsche Gasthof''.<ref name=":0" /> Hier gründete sich 1903 die [[Freie Turnerschaft|''Freie Turnerschaft'']], die den den Saal zugleich für ihre Leibesübungen nutzte. Auch war die Gaststätte Gründungslokal des [[Radfahrverein Frisch Auf|''Radfahrvereins Frisch Auf'']].<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 16</ref> Während eines Feuers in der Kriegszeit brannten sämtliche Habseligkeiten der Vereine mit ab.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 5</ref> Am Tage des Kriegsendes, dem 11. November 1918, sprach im Gasthof ein Arbeiter- und Soldatenrat zu einer dichtgedrängten Volksmenge.<ref name=":0">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 17</ref>
Spätestens seit dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] befand sich hier der ''Gasthof Dittrich'' bzw. ''Dittrichsche Gasthof''.<ref name=":0" /> Hier gründete sich 1903 die [[Freie Turnerschaft|''Freie Turnerschaft'']], die den den Saal zugleich für ihre Leibesübungen nutzte. Auch war die Gaststätte Gründungslokal des [[Radfahrverein Frisch Auf|''Radfahrvereins Frisch Auf'']].<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 16</ref>
 
Während eines Feuers im Jahre 1916 brannten sämtliche Habseligkeiten der Vereine mit ab.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 5</ref><ref name=":1">Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 31</ref> Der Gasthof selbst erlitt dadurch ebenfalls schwere Schäden und musste neu aufgebaut werden.<ref name=":1" /> Am Tage des Kriegsendes, dem 11. November 1918, sprach im Gasthof ein Arbeiter- und Soldatenrat zu einer dichtgedrängten Volksmenge.<ref name=":0">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 17</ref>


Von 1921 bis 1923 wurden Haus und Garten auch als Schützenhaus genutzt, damals hieß die Gaststätte hier ''Zum Stadtpark'' oder auch ''Gasthof Zum Ekeler Vorwerk''.<ref>Ostfriesischer Kurier vom 7. August 2021, S. 6</ref> Die benachbarte [[Schützenwiese]] erinnert noch heute mit ihrem Namen an diese Zeit. 1924 erbauten die Schützen das [[Schützenhaus]] am [[Ekeler Weg]] und zogen dorthin um. Seitdem wurde das Grundstück des Ekeler Vorwerks unter anderem für [[TC Blau-Gelb|Tennisspiele]] genutzt und dafür das Grundstück im Winkel von [[Baumstraße]] und [[Schulstraße]] zu einem Tennisplatz hergerichtet. Mit Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde das Gelände von der nationalsozialistischen Bautruppe ''Organisation Todt'' beschlagnahmt, die es zur Einlagerung von Material für den Bau von [[Liste der Bunker|Bunkern]] und [[Liste der Flakstellungen|Flakstellungen]] nutzten.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 8</ref>
Von 1921 bis 1923 wurden Haus und Garten auch als Schützenhaus genutzt, damals hieß die Gaststätte hier ''Zum Stadtpark'' oder auch ''Gasthof Zum Ekeler Vorwerk''.<ref>Ostfriesischer Kurier vom 7. August 2021, S. 6</ref> Die benachbarte [[Schützenwiese]] erinnert noch heute mit ihrem Namen an diese Zeit. 1924 erbauten die Schützen das [[Schützenhaus]] am [[Ekeler Weg]] und zogen dorthin um. Seitdem wurde das Grundstück des Ekeler Vorwerks unter anderem für [[TC Blau-Gelb|Tennisspiele]] genutzt und dafür das Grundstück im Winkel von [[Baumstraße]] und [[Schulstraße]] zu einem Tennisplatz hergerichtet. Mit Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde das Gelände von der nationalsozialistischen Bautruppe ''Organisation Todt'' beschlagnahmt, die es zur Einlagerung von Material für den Bau von [[Liste der Bunker|Bunkern]] und [[Liste der Flakstellungen|Flakstellungen]] nutzten.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 8</ref>