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Am 18. Mai 1883 ereignete sich in nahe des [[Bahnhof Nadörst|Bahnhofs in Nadörst]] dann auch der wohl erste tödliche Bahnunfall Ostfrieslands, wenngleich die Bahn an sich nur mittelbar beteiligt war. Die Pferde eines Kutschers scheuten vor einer herannahenden Lokomotive auf, sodass diese den Schirrmeister Sulzberg aus Leezdorf niedertrampelten und tödlich verletzten.''<ref name=":0" />''<ref>Bericht des Ostfriesischen Kurier vom 19. Mai 1883</ref> Am 15. Juni des Jahres wird die Strecke ungeachtet dessen feierlich in Betrieb genommen und zunächst als ''Nebenbahn'' betrieben bzw. klassifiziert, was nur eine mäßige Geschwindigkeit von 20, später 30 km/h zuließ.''<ref name=":0" />'' Wegen der mit der Lage an der Straße verbundenen Beschränkung der Geschwindigkeit entstand ab 1903 eine weiter westlich gelegene Trasse, die zum 1. August 1906 als ''Hauptbahn'' freigegeben wurde.<ref name=":1" /><ref name=":2">Gerdes, Ute (2018): 200 Jahre Orsteil Nadörst ([https://www.norden.de/output/download.php?fid=3170.1002.1.PDF Online-Veröffentlichung])</ref> Die östliche Trasse wird abgebaut. 1885 wird der [[Alter Bahnhof Norden|Bahnhof Norden]] fertiggestellt.<ref name=":2" />
Am 18. Mai 1883 ereignete sich in nahe des [[Bahnhof Nadörst|Bahnhofs in Nadörst]] dann auch der wohl erste tödliche Bahnunfall Ostfrieslands, wenngleich die Bahn an sich nur mittelbar beteiligt war. Die Pferde eines Kutschers scheuten vor einer herannahenden Lokomotive auf, sodass diese den Schirrmeister Sulzberg aus Leezdorf niedertrampelten und tödlich verletzten.''<ref name=":0" />''<ref>Bericht des Ostfriesischen Kurier vom 19. Mai 1883</ref> Am 15. Juni des Jahres wird die Strecke ungeachtet dessen feierlich in Betrieb genommen und zunächst als ''Nebenbahn'' betrieben bzw. klassifiziert, was nur eine mäßige Geschwindigkeit von 20, später 30 km/h zuließ.''<ref name=":0" />'' Wegen der mit der Lage an der Straße verbundenen Beschränkung der Geschwindigkeit entstand ab 1903 eine weiter westlich gelegene Trasse, die zum 1. August 1906 als ''Hauptbahn'' freigegeben wurde.<ref name=":1" /><ref name=":2">Gerdes, Ute (2018): 200 Jahre Orsteil Nadörst ([https://www.norden.de/output/download.php?fid=3170.1002.1.PDF Online-Veröffentlichung])</ref> Die östliche Trasse wird abgebaut. 1885 wird der [[Alter Bahnhof Norden|Bahnhof Norden]] fertiggestellt.<ref name=":2" />


Schon kurz nach der Eröffnung der Bahn wird festgestellt, dass zwar viele Menschen (rund 10.000 jedes Jahr) mit dem Zug nach Norden reisen und von dort weiter zur Fähre nach Norderney möchten, doch müssen diese im [[Alter Bahnhof Norden|Bahnhof Norden]] aussteigen, warten und aufwendig mit Kutschen zum Fähranleger transportiert werden. Der Ruf nach einer Erweiterung der Strecke gen [[Mole Norddeich]] wird immer lauter. Tatsächlich wird 1892 die Strecke bis zum [[Bahnhof Norddeich]] und 1895 schließlich bis zum [[Bahnhof Norddeich-Mole]] verlängert.''<ref name=":0" />''
Schon kurz nach der Eröffnung der Bahn wird festgestellt, dass zwar viele Menschen (rund 10.000 jedes Jahr) mit dem Zug nach Norden reisen und von dort weiter zur Fähre nach Norderney möchten, doch müssen diese im [[Alter Bahnhof Norden|Bahnhof Norden]] aussteigen, warten und aufwendig mit Kutschen zum Fähranleger transportiert werden. Der Ruf nach einer Erweiterung der Strecke gen [[Mole Norddeich]] wird immer lauter. Tatsächlich wird 1892 die Strecke bis zum [[Bahnhof Norddeich]] und 1895 schließlich bis zum [[Bahnhof Norddeich-Mole]] verlängert.''<ref name=":0" />'' Die offizielle Eröffnung der Strecke wurde dabei am 15. Juni 1892 groß gefeiert.<ref>Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 5</ref>


Am 9. Oktober 1940 beschädigt eine britische Fliegerbombe die Bahngleise zwischen Hinte und Norden, sodass der Zugverkehr zeitweise zum Erliegen kam.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Norden.pdf Beschreibung von Norden] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref>
Am 9. Oktober 1940 beschädigt eine britische Fliegerbombe die Bahngleise zwischen Hinte und Norden, sodass der Zugverkehr zeitweise zum Erliegen kam.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Norden.pdf Beschreibung von Norden] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref>