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'''Julius Louis Netheim''' (* 20. Mai 1883 in Ottbergen; † 1943 im KZ Theresienstadt)<ref name=":0">[http://www.jacob-pins.de/?article_id=346&clang=0 Die Kaufmannsfamilie Netheim in Ottbergen und Höxter], abgerufen am 3. Dezember 2021</ref><ref name=":1">[https://www.geni.com/people/Julius-Netheim/6000000036460674049 Genealogische Aufzeichnung zu Julius Louis Netheim], abgerufen am 3. Dezember 2021</ref> war ein Norder Kaufmann [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdischen Glaubens]]. Er erbaute 1912 das nach ihm benannte [[Haus Netheim]] auf dem [[Neuer Weg|Neuen Weg]].<ref>Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 47</ref>
'''Julius Louis Netheim''' (* 20. Mai 1883 in Ottbergen; † 12. Mai 1943 im KZ Theresienstadt)<ref name=":0">[http://www.jacob-pins.de/?article_id=346&clang=0 Die Kaufmannsfamilie Netheim in Ottbergen und Höxter], abgerufen am 3. Dezember 2021</ref><ref name=":1">[https://www.geni.com/people/Julius-Netheim/6000000036460674049 Genealogische Aufzeichnung zu Julius Louis Netheim], abgerufen am 3. Dezember 2021</ref> war ein Norder Kaufmann [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdischen Glaubens]]. Er erbaute 1912 das nach ihm benannte [[Haus Netheim]] auf dem [[Neuer Weg|Neuen Weg]].<ref>Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 47</ref>


Netheim kam ursprünglich aus Ottbergen (heute ein Stadtteil von Höxter, Nordrhein-Westfalen) und war zunächst bei [[Speicher de Hoop|Getreidehändler Samson]] angestellt.<ref name=":2">Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 48</ref> Zunächst wohnte er an der [[Klosterstraße]], bis er sich 1912 das nach ihm benannte [[Haus Netheim]] erbaute.<ref name=":0" /><ref name=":2" /> Später heiratete er Anna Levy, die Tochter des Lehrers der [[Jüdische Schule|Jüdischen Schule]] und Predigers [[Abraham Levy]] und machte sich schließlich 1926 selbständig. Nachfolgend war er viele Jahre als Großhändler für Getreide, Futter- und Düngemittel tätig. Zudem gehörte er dem Vorstand der Synagogengemeinde an und engagierte sich auch in der jüdischen Wanderfürsorge, die sich um jüdische Durchreisende kümmerte.<ref name=":0" />
Netheim kam ursprünglich aus Ottbergen (heute ein Stadtteil von Höxter, Nordrhein-Westfalen) und war zunächst bei [[Speicher de Hoop|Getreidehändler Samson]] angestellt.<ref name=":2">Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 48</ref> Zunächst wohnte er an der [[Klosterstraße]], bis er sich 1912 das nach ihm benannte [[Haus Netheim]] erbaute.<ref name=":0" /><ref name=":2" /> Später heiratete er Anna Levy, die Tochter des Lehrers der [[Jüdische Schule|Jüdischen Schule]] und Predigers [[Abraham Levy]] und machte sich schließlich 1926 selbständig. Nachfolgend war er viele Jahre als Großhändler für Getreide, Futter- und Düngemittel tätig. Zudem gehörte er dem Vorstand der Synagogengemeinde an und engagierte sich auch in der jüdischen Wanderfürsorge, die sich um jüdische Durchreisende kümmerte.<ref name=":0" />