Bürohaus Janssen: Unterschied zwischen den Versionen
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Das Unternehmen wurde am 1. November 1926 als ''Büro-Organisation Johann Janssen'' von [[Johann Janssen (Kaufmann)|Johann Janssen]] in der [[Posthalterslohne]] 1 gegründet, die zu dieser Zeit nur aus diesem einen Gebäude bestand.<ref name=":1" /><ref>Schreiber, Gretje (2000): Norder Häuser, Bewohner Fräuleinshof, Ruthörn und Norddeicher Straße (II), in: Ostfriesischer Kurier 7. Oktober 2000, S. 29</ref> Es handelte sich um die ehemalige [[Posthalterschaft]], die im Zuge der Motorisierung der Post nicht mehr als solche benötigt wurde. | Das Unternehmen wurde am 1. November 1926 als ''Büro-Organisation Johann Janssen'' von [[Johann Janssen (Kaufmann)|Johann Janssen]] und seiner Ehefrau Friedel in der [[Posthalterslohne]] 1 gegründet, die zu dieser Zeit nur aus diesem einen Gebäude bestand.<ref name=":1" /><ref>Schreiber, Gretje (2000): Norder Häuser, Bewohner Fräuleinshof, Ruthörn und Norddeicher Straße (II), in: Ostfriesischer Kurier 7. Oktober 2000, S. 29</ref> Es handelte sich um die ehemalige [[Posthalterschaft]], die im Zuge der Motorisierung der [[Postamt|Post]] nicht mehr als solche benötigt wurde. | ||
Das Kerngeschäft bestand zunächst in der Durchführung von Schreibarbeiten sowie dem Anbieten von Schreibmaschinenkursen. | Das Kerngeschäft bestand zunächst in der Durchführung von Schreibarbeiten sowie dem Anbieten von Schreibmaschinenkursen.<ref name=":1" /> Weiterhin wurden Schreibmaschinen vertrieben. Janssen übernahm die örtliche Generalvertretung für die bekannten ''Triumph''-Maschinen und pflegte eine enge Zusammenarbeit mit den ''Greif''-Werken. Als erstes Transportfahrzeug zu den Kunden in Norden stand laut Firmenchronik lediglich ein ausgedienter Kinderwagen zur Verfügung.<ref name=":2">Ostfriesischer Kurier vom 21. Mai 2016, S. 41</ref> | ||
Im Juni 1937 zog das Unternehmen in die [[Westerstraße 74]]. In wirtschaftliche Not geriet das Unternehmen nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], da kaum Ware zur Verfügung stand und die Währung zusehends an Wert verlor. Man behalf sich daher damit, Waren gegen andere Naturalien einzutauschen. Da der Vater eines Lehrlings über Flächen im Arler Hochmoor verfügte, konnte man von dort kostengünstig Torf abbauen und zum Heizen der Privat- und Geschäftsräume benutzen.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 170</ref><ref name=":2" /> | |||
Am 1. Mai 1956 bezog man das neu erworbene Gebäude am [[Neuer Weg|Neuen Weg]] 83. | Der allgemeine Mangel an Schreibmaschinen führte dazu, dass das Unternehmen bald dazu überging, eine eigene Reparaturwerkstatt einzurichten. Als förderlich erwiesen sich heimkehrende Soldaten, von denen einige Feinmechaniker oder Facharbeiter für Büromaschinen erlernt hatten und im ''Bürohaus Janssen'' eine Anstellung fanden. Am 1. Mai 1947 trat der Schwiegersohn des Firmengründers, [[Hans Morgenweck]], in die Geschäftsführung ein, unter dem 1949 der Umzug in die [[Osterstraße 11]] erfolgte.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 171</ref> In dieser Zeit gab dessen Ehefrau, die Tochter Janssens, Schreibmaschinenunterricht an der [[Gräfin-Theda-Schule]].<ref name=":2" /> | ||
Am 1. Mai 1956 bezog man das neu erworbene Gebäude am [[Neuer Weg|Neuen Weg]] 83. 1955 oder 1956 später wurde das Nebengebäude (Nr. 84, ehemals ''Seilerei Harms'') ebenfalls erworben, beide Häuser abgebrochen und das neue Geschäftshaus errichtet.<ref name=":0" /> Ende August 2016 wurde der Geschäftsbetrieb in Ermangelung eines Nachfolgers<ref name=":2" /> eingestellt, das Gebäude 2020 abgebrochen. Bis 2021 entstand hier ein Wohn- und Geschäftshaus, erbaut durch das Norder Bauunternehmen [[Tell Bau|''Tell Bau'']]. | |||
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