Jüdische Schule: Unterschied zwischen den Versionen
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Im Jahre 1873/74 besuchten 15 Schüler jüdischen Glaubens das [[Ulrichsgymnasium]]. In den Folgejahren betrug ihre Zahl durchschnittlich zehn. Im Jahre 1930 waren es nur noch vier. Doppelt soviel werden im selben Jahr als Abgänger der [[Gräfin-Theda-Schule]] (Mittel- bzw. Realschule) genannt. | Im Jahre 1873/74 besuchten 15 Schüler jüdischen Glaubens das [[Ulrichsgymnasium]]. In den Folgejahren betrug ihre Zahl durchschnittlich zehn. Im Jahre 1930 waren es nur noch vier. Doppelt soviel werden im selben Jahr als Abgänger der [[Gräfin-Theda-Schule]] (Mittel- bzw. Realschule) genannt. | ||
Die jüdische Schule wurde am 1. April 1934 geschlossen, Lehrer Klein zwangsweise in den Ruhestand versetzt. Ab Juni 1934 konnte | Die jüdische Schule wurde am 1. April 1934 geschlossen, Lehrer Klein zwangsweise in den Ruhestand versetzt.<ref name=":0" /> Die jüdischen Kinder wurden daraufhin in die [[Katholische Schule]] umgeschult, was jedoch auf den Widerstand von Eltern der dortigen Schüler stieß.<ref name=":1">Forster, Hans / Schwickert, Günther (1988): Norden. Eine Kreisstadt unterm Hakenkreuz, Norden, S. 159</ref> Ab Juni 1934 konnte Klein die Jüdische Schule deshalb als eine private jüdische Elementarschule weiterführen.<ref name=":0" /><ref name=":1" /> 1939 schlug das endgültige Ende der jüdischen Schule. Bedingt durch die nationalsozialistische Verfolgung und insbesondere im Hinblick auf die erlittenen Gräueltaten während der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde der Schulbetrieb eingestellt. Die letzten Juden verließen bis 1940 die Stadt oder wurden deportiert. Ein Jahr später wurde die Gemeinde schließlich auch formell aufgelöst. | ||
Anfang 1992 übernahm die Ostfriesische Brandkasse das Gebäude und restaurierte es. Dabei wurde großen Wert auf denkmalpflegerische Gesichtspunkte gelegt.<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 132</ref> Heute befindet sich hier unter anderem ein Frisörsalon. | Anfang 1992 übernahm die Ostfriesische Brandkasse das Gebäude und restaurierte es. Dabei wurde großen Wert auf denkmalpflegerische Gesichtspunkte gelegt.<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 132</ref> Heute befindet sich hier unter anderem ein Frisörsalon. | ||