NSDAP Ortsgruppe Norden: Unterschied zwischen den Versionen
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=== Allgemeine Gliederung === | |||
Im Jahre 1938 setzte sich die Kreisgruppe Norden-Krummhörn aus 29 Ortsgruppen, 95 Zellen und 427 Blocks zusammen. Ortsgruppen gab es in Arle, Baltrum, Berumbur, Berumerfehn, Campen, Dornum, Greetsiel, Hagermarsch, Hinte, Juist, [[Lintelermarsch]], Loppersum, Lütetsburg-Hage, Manslagt, Marienhafe, Norderney, Osteel, Pewsum, [[Süderneuland]], Uphusen, Upleward, Uttum, Westerende, [[Westermarsch]], Wirdum und Wybelsum. Im Norder Stadtgebiet in den damaligen Grenzen gab es zudem die Gruppen [[Ekel]], [[Marktplatz|Markt]] und [[Westgaste]]. | Im Jahre 1938 setzte sich die Kreisgruppe Norden-Krummhörn aus 29 Ortsgruppen, 95 Zellen und 427 Blocks zusammen. Ortsgruppen gab es in Arle, Baltrum, Berumbur, Berumerfehn, Campen, Dornum, Greetsiel, Hagermarsch, Hinte, Juist, [[Lintelermarsch]], Loppersum, Lütetsburg-Hage, Manslagt, Marienhafe, Norderney, Osteel, Pewsum, [[Süderneuland]], Uphusen, Upleward, Uttum, Westerende, [[Westermarsch]], Wirdum und Wybelsum. Im Norder Stadtgebiet in den damaligen Grenzen gab es zudem die Gruppen [[Ekel]], [[Marktplatz|Markt]] und [[Westgaste]]. | ||
Die Ortsgruppen gliederten sich in Zellen und diese wiederum in Blocks, wobei eine Zelle aus vier bis acht Blocks bestand. Ein Block wiederum bestand aus 40 bis 60 Haushalten bzw. 160 bis 240 Personen und wurde von einem ''Blockleiter'' geführt, der nicht nur Spitzel und Aufpasser sein sollte, sondern die in seinem Block wohnenden Menschen auch zum Besuch nationalsozialistischer Veranstaltungen anhalten sollte. | Die Ortsgruppen gliederten sich in Zellen und diese wiederum in Blocks, wobei eine Zelle aus vier bis acht Blocks bestand. Ein Block wiederum bestand aus 40 bis 60 Haushalten bzw. 160 bis 240 Personen und wurde von einem ''Blockleiter'' geführt, der nicht nur Spitzel und Aufpasser sein sollte, sondern die in seinem Block wohnenden Menschen auch zum Besuch nationalsozialistischer Veranstaltungen anhalten sollte. | ||
=== Hitlerjugend === | |||
Die Hitlerjugend (kurz: ''HJ'') hatte ihr eigenes Heim in Norden. Das sogenannte [[Hitlerjugend-Heim]] als solches besteht bis heute ([[Am Sportplatz]] 17). Insgesamt gab es 1937 gut 1.450 Jungen und Mädchen in Norden, die der Hitlerjugend angehörten. Nach der Gründung Ende 1929 war die HJ lange Zeit schwach aufgestellt, ehe ihr im Sommer 1931 eine Gruppe des Nationalsozialistischen Schülerbundes vom [[Ulrichsgymnasium]] beitrat. Die seit März 1939 gesetzlich vorgeschriebene ''Jugenddienstpflicht'' verpflichtete alle Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren, in die für sie vorgesehene Unterorganisation der HJ einzutreten, wo an zwei Tagen pro Woche Dienst zu leisten war. Im Mittelpunkt der nach dem Führerprinzip geordneten Organisationen stand die körperliche und ideologische Schulung; sie umfasste rassistische und sozialdarwinistische Indoktrination und gemeinsame Wanderungen bzw. Märsche und körperliche Übungen im Freien. | |||
Die Norder HJ war unterteilt in drei ''Fähnlein''. Es gab das Fähnlein 11 (''Waterkant''), 12 (''Seeräuber'') und 19. Daneben gab es die ''Gefolgschaften'' 6 und 9 einschließlich der ''Motor-HJ'', der ''Marine-HJ'' und die ''HJ-Luftsportschar'' sowie den ''Bund Deutscher Mädel'' (BDM) und die ''Jungmädelschaft''. Die Gründungsversammlung des BDM-Norden fand am 18. März 1932 im [[Gasthof Zur Börse]] statt. | |||
== Literatur == | == Literatur == | ||