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Das als '''Ceka Centralkaufhaus''' (kurz: ''Ceka'') bekannte Gebäude an der [[Osterstraße]] 15-16 blickt auf eine bis in das Jahr 1572 zurückreichende Historie zurück. In weiten Teilen seiner Geschichte war das hier befindliche Gebäude ein Gasthof bzw. ein Hotel. 1924 erhielt das Gebäude im Wesentlichen seine heutigen Form und beherbergt seit 1956 das ''Kaufhaus Radefeldt'' und seit 1994 das ''Ceka Centralkaufhaus''. Es steht unter Denkmalschutz.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 11. November 2021</ref>
Das als '''Ceka Centralkaufhaus''' (kurz: ''Ceka'') bekannte Gebäude an der [[Osterstraße]] 15-16 blickt auf eine bis in das Jahr 1572 zurückreichende Historie zurück. In weiten Teilen seiner Geschichte war das hier befindliche Gebäude ein Gasthof bzw. ein Hotel. 1924 erhielt das Gebäude im Wesentlichen seine heutigen Form und beherbergt seit 1956 das ''Kaufhaus Radefeldt'' und seit 1994 das ''Ceka Centralkaufhaus'', das zeitweise zusätzlich im benachbarten ''[[Haus Cremer]]'' ansässig war. Es steht unter Denkmalschutz.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 11. November 2021</ref>
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==Geschichte==
==Geschichte==
Am Standort des heutigen Centralkaufhaus soll sich bereits 1572 ein Gasthof namens ''In de gulden Wagen'' oder auch ''De golden Kutzwagen'' befunden haben, der insbesondere bei den sogenannten ''Geusen'' ein beliebter Treffpunkt gewesen sein soll.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 184</ref> Die ''Geusen'' waren niederländische Aufständische bzw. Protestanten, die sich im Achtzigjährigen Krieg (1568 - 1648) gegen die Obrigkeit auflehnten und daher Verfolgung ausgesetzt waren. Viele von ihnen flohen als Glaubensflüchtlinge nach Ostfriesland und gingen der Piraterie nach.
Am Standort des heutigen Centralkaufhaus soll sich bereits 1572 ein Gasthof namens ''In de gulden Wagen'' oder auch ''De golden Kutzwagen'' befunden haben, der insbesondere bei den sogenannten ''Geusen'' ein beliebter Treffpunkt gewesen sein soll.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 184</ref> Die ''Geusen'' waren niederländische Aufständische bzw. Protestanten, die sich im Achtzigjährigen Krieg (1568-1648) gegen die Obrigkeit auflehnten und daher Verfolgung ausgesetzt waren. Viele von ihnen flohen als Glaubensflüchtlinge nach Ostfriesland und gingen der Piraterie nach.


Um 1812 besaß der Bierbrauer und Kaufmann [[Jan Gerjets Cremer]] das Grundstück. Bis zum Jahr 1897 wurde hier eine Schankwirtschaft mit kleinem Saal betrieben. In dieser Zeit werden zwei unverheiratete Schwestern mit Namen Taddigs als Eigentümer im Grundbuch genannt.<ref name=":0" />
Um 1812 besaß der Bierbrauer und Kaufmann [[Jan Gerjets Cremer]] das Grundstück. Bis zum Jahr 1897 wurde hier eine Schankwirtschaft mit kleinem Saal betrieben. In dieser Zeit werden zwei unverheiratete Schwestern mit Namen Taddigs als Eigentümer im Grundbuch genannt.<ref name=":0" />