Weinhaus: Unterschied zwischen den Versionen
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Erneut wurde das Weinhaus im Jahre 1813 im Zusammenhang mit dem ''[[Seebergskrug]]'' in [[Norddeich]] erwähnt. Der Betreiber bot den im Weinhaus und im [[Vossenhus]] logierenden Gästen einen Kutschenservice zu einer Gastwirtschaft an.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 322</ref> Die mit dem Seebergskrug zusammenhängende Werbung gilt als erster Beleg touristischer Werbung für Norddeich. | Erneut wurde das Weinhaus im Jahre 1813 im Zusammenhang mit dem ''[[Seebergskrug]]'' in [[Norddeich]] erwähnt. Der Betreiber bot den im Weinhaus und im [[Vossenhus]] logierenden Gästen einen Kutschenservice zu einer Gastwirtschaft an.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 322</ref> Die mit dem Seebergskrug zusammenhängende Werbung gilt als erster Beleg touristischer Werbung für Norddeich. | ||
Am 1. Mai 1833 erwarb [[Johann Carstens]] aus Emden das Weinhaus. Da Carstens zur 1848 gegründeten [[Bürgerwehr]] gehörte, nutzte diese den Saal im Weinhaus für ihre Zusammenkünfte. Ab 1857 gehörte das Gebäude dem Gastwirt Dippel, dessen Witwe es 1898 weiterverkaufte. In den Folgejahren wechselte es mehrfach den Besitzer, genannt werden die von Norderney stammenden Wirtsleute Schuchardt und Hahn.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S. 13</ref><ref name=":4">Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 72</ref> Die [[Doornkaat|Brennerei Doornkaat]] unterstützte die neuen Inhaber durch Gewährung von Bürgschaften.<ref>WirtA NW WAN F 20 Nr. 45</ref> So konnte dieser das Gebäude 1899 mit einer neuen Fassade versehen.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 11. November 2021</ref> | Am 1. Mai 1833 erwarb [[Johann Carstens]] aus Emden das Weinhaus. Da Carstens zur 1848 gegründeten [[Bürgerwehr]] gehörte, nutzte diese den Saal im Weinhaus für ihre Zusammenkünfte. Ab 1857 gehörte das Gebäude dem Gastwirt Dippel, dessen Witwe es 1898 weiterverkaufte. In den Folgejahren wechselte es mehrfach den Besitzer, genannt werden die von Norderney stammenden Wirtsleute Schuchardt und Hahn sowie die Gebrüder Schmidt.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S. 13</ref><ref name=":4">Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 72</ref> Die [[Doornkaat|Brennerei Doornkaat]] unterstützte die neuen Inhaber durch Gewährung von Bürgschaften.<ref>WirtA NW WAN F 20 Nr. 45</ref> So konnte dieser das Gebäude 1899 mit einer neuen Fassade versehen.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 11. November 2021</ref> | ||
1919 wird ein neuer Hotelbetrieb im Weinhaus genehmigt, aber schon kurz darauf wegen Unrentabilität wieder aufgegeben.<ref name=":0" /> Kurz zuvor - am 13. Oktober - wurde hier noch der [[Heimatverein Norderland]] gegründet.<ref>Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 7</ref> Der Hotelbetrieb war unrentabel geworden, denn die 1883 erbaute [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole]] wurde 1892 bis zur [[Mole Norddeich]] erweitert, sodass die zahlreichen Inselgäste nicht mehr einen Zwischenhalt in Norden machen mussten.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 125</ref> Ab dem 1. Januar 1921 zog das [[Finanzamt Norden|Finanzamt]] hier ein, der [[Landkreis Norden]] hatte das Gebäude kurz zuvor erworben und die Aufgaben des Finanzamtes von dem am [[Fräuleinshof]] ansässigen [[Landratsamt]] abgetrennt.<ref name=":3" /><ref>Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S. 12</ref> | 1919 wird ein neuer Hotelbetrieb im Weinhaus genehmigt, aber schon kurz darauf wegen Unrentabilität wieder aufgegeben.<ref name=":0" /> Kurz zuvor - am 13. Oktober - wurde hier noch der [[Heimatverein Norderland]] gegründet.<ref>Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 7</ref> Der Hotelbetrieb war unrentabel geworden, denn die 1883 erbaute [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole]] wurde 1892 bis zur [[Mole Norddeich]] erweitert, sodass die zahlreichen Inselgäste nicht mehr einen Zwischenhalt in Norden machen mussten.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 125</ref> Ab dem 1. Januar 1921 zog das [[Finanzamt Norden|Finanzamt]] hier ein, der [[Landkreis Norden]] hatte das Gebäude kurz zuvor erworben und die Aufgaben des Finanzamtes von dem am [[Fräuleinshof]] ansässigen [[Landratsamt]] abgetrennt.<ref name=":3" /><ref>Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S. 12</ref> | ||