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|1848 (faktisch); 1850 (offiziell)
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=== Gründungsgeschichte ===
=== Gründungsgeschichte ===
1849 erwarb die Firma [[Julius Meyer]] & Co. die [[Osterburg]] samt Grundstück sowie einer Scheune für 5.000 Reichstaler in Gold und gründete hier, unmittelbar an der Grenze zur Norder Umlandgemeinde [[Sandbauerschaft]] und in Nachbarschaft zur Firma [[Doornkaat]], die Eisenhütte.<ref name=":2">Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 125</ref><ref name=":3">Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 96</ref> Der aus Westfalen kommende Meyer wählte Norden als Standort für das Werk aus, da die Stadt seinerzeit gute Schiffsanbindungen mit England unterhielt und dadurch die Bedingungen für den Zugang zu den erforderlichen Rohstoffen, insbesondere Eisen und Koks aus Schottland, relativ günstig waren.<ref name=":2" /><ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 111</ref> Dass es hierzu kam, war vor allem Zufall. Meyer nächtigte seinerzeit in Norden, als er auf dem Weg zur Kur nach Norderney war und sah dabei im [[Norder Hafen]] anlegende Schiffe, die Kohle aus England importierten.<ref>Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 95</ref> Zwischen England und dem Königreich Hannover, zu dem Ostfriesland seit 1815 gehörte, bestand damals ein Handels- und Wirtschaftsvertrag, der umfangreiche Zollvergünstigungen genehmigte. Meyer erkannte das Potential darin, sich die günstigen Verkehrs- und Zollbedingungen zueigen zu machen und ein Stahlwerk, seinerzeit ''Eisenhütte'' genannt, in Norden zu errichten. Dabei zog er die Stadt einer Niederlassung in Emden vor, da Norden ihm als geeigneter erschien.<ref name=":3" />
1848 erwarb die Firma [[Julius Meyer]] & Co. die [[Osterburg]] samt Grundstück sowie einer Scheune für 5.000 Reichstaler in Gold und gründete hier, unmittelbar an der Grenze zur Norder Umlandgemeinde [[Sandbauerschaft]] und in Nachbarschaft zur Firma [[Doornkaat]], die Eisenhütte.<ref name=":2">Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 125</ref><ref name=":3">Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 96</ref> Der aus Westfalen kommende Meyer wählte Norden als Standort für das Werk aus, da die Stadt seinerzeit gute Schiffsanbindungen mit England unterhielt und dadurch die Bedingungen für den Zugang zu den erforderlichen Rohstoffen, insbesondere Eisen und Koks aus Schottland, relativ günstig waren.<ref name=":2" /><ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 111</ref> Dass es hierzu kam, war vor allem Zufall. Meyer nächtigte seinerzeit in Norden, als er auf dem Weg zur Kur nach Norderney war und sah dabei im [[Norder Hafen]] anlegende Schiffe, die Kohle aus England importierten.<ref>Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 95</ref> Zwischen England und dem Königreich Hannover, zu dem Ostfriesland seit 1815 gehörte, bestand damals ein Handels- und Wirtschaftsvertrag, der umfangreiche Zollvergünstigungen genehmigte. Meyer erkannte das Potential darin, sich die günstigen Verkehrs- und Zollbedingungen zueigen zu machen und ein Stahlwerk, seinerzeit ''Eisenhütte'' genannt, in Norden zu errichten. Dabei zog er die Stadt einer Niederlassung in Emden vor, da Norden ihm als geeigneter erschien.<ref name=":3" />


Nach der Erwerbung der Osterburg, die selbst noch innerhalb der Stadtgrenzen lag, deren nördliche Ländereien sich jedoch bereits innerhalb der Grenzen der [[Sandbauerschaft]] befanden, begannen zeitnah die Umbau- und Erweiterungsarbeiten.<ref name=":3" /> Das [[Osterburg|Osterhaus]] nahm sodann die Werkstätten auf. Die Gießerei mit den Schmelzöfen und dem Kupolofen befand sich in der alten Gulfscheune.<ref name=":3" /><ref name=":4" /> Weiterhin wurden eine Schlosserei, ein Lagerhaus mit Schmiede sowie ein Nebengebäude errichtet.<ref name=":5">Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 97</ref>
Nach der Erwerbung der Osterburg, die selbst noch innerhalb der Stadtgrenzen lag, deren nördliche Ländereien sich jedoch bereits innerhalb der Grenzen der [[Sandbauerschaft]] befanden, begannen zeitnah die Umbau- und Erweiterungsarbeiten.<ref name=":3" /> Das [[Osterburg|Osterhaus]] nahm sodann die Werkstätten auf. Die Gießerei mit den Schmelzöfen und dem Kupolofen befand sich in der alten Gulfscheune.<ref name=":3" /><ref name=":4" /> Weiterhin wurden eine Schlosserei, ein Lagerhaus mit Schmiede sowie ein Nebengebäude errichtet.<ref name=":5">Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 97</ref>