Sandbauerschaft: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 29: | Zeile 29: | ||
==Gliederung== | ==Gliederung== | ||
Die Sandbauerschaft umschloss die Stadt Norden von Westen nach Osten in einem Dreiviertelring. | Die Sandbauerschaft umschloss die Stadt Norden von Westen nach Osten in einem Dreiviertelring. Zu ihr gehörten folgende Ortschaften, Wohnplätze und Güter: | ||
Ortschaften: [[Ekel]], [[Hollweg]], [[Laukeriege]], [[Mackeriege]], [[Martensdorf]], [[Mühlenlohne]], [[Ostlintel]], [[Westlintel]], [[Westgaste]] sowie die westlichen Bereiche der [[Westerstraße]], ab der [[Lentzlohne]] und [[Mühlenlohne]]. | Ortschaften: [[Ekel]], [[Hollweg]], [[Laukeriege]], [[Mackeriege]], [[Martensdorf]], [[Mühlenlohne]], [[Ostlintel]], [[Westlintel]], [[Westgaste]] sowie die westlichen Bereiche der [[Westerstraße]], ab der [[Lentzlohne]] und [[Mühlenlohne]]. | ||
| Zeile 40: | Zeile 38: | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Der Eingemeindung gingen konfliktreiche Verhandlungen voraus. Besonders strittig war die Frage, ob es den | Die ältesten Belege über eine Besiedlung der Sandbauerschaft stammen aus dem 12. Jahrhundert. Zu dieser Zeit errichtete der Benediktinerorden das [[Kloster Marienthal]] auf dem Gelände der heutigen Seniorenwohnanlage der [[AWO Norden]]. Das dazugehörige Land reichte von der Altenwohnanlage bis zur nordöstlichen Ecke der Norder Marktplatzes. An das Kloster und seine Umlande erinnert heute noch unter anderem die [[Klosterstraße]] sowie eine Statue der heiligen Maria auf dem Gelände. | ||
Im Laufe der Jahrhunderte schlossen sich die Bauern, welche die die Stadt umgebende Geestlande besiedelten, zusammen und gründeten die Sandbauerschaft. Die Stadt erbaute [[Liste der Burgen und Wehrhäuser|mehrere Wehrtürme und Steinhäuser]] zur Verteidigungszwecken ringförmig um die Stadt. Eine Stadtmauer hat es in Norden nie gegeben. Erbauer dieser Wehranlagen waren (bis auf die [[Oldeburg]]) adelige Familien, die für die Entwicklung der Stadt Norden und des umliegenden Norderlandes große Bedeutung hatten. (siehe auch: [[Liste der Burgen und Wehrhäuser]]) | |||
Nach dem Ersten Weltkrieg und der Gründung der Weimarer Republik kam es zu ersten Kommunalreformen, in deren Folge die Sandbauerschaft ihre Eigenständigkeit verlor und nach Norden eingemeindet wurde. Der Eingemeindung gingen konfliktreiche Verhandlungen voraus. Besonders strittig war die Frage, ob es den Einwohnern der Sandbauerschaft auch nach dem Zusammenschluss erlaubt bleiben sollte, Hausschlachtungen durchzuführen. | |||
==Verwaltung== | ==Verwaltung== | ||
Die Verwaltung der Gemeinde hatte ihren Sitz in den Vorderräumen des [[Westerburg||Westgaster Bauernhofs]] an der [[Alleestraße]] 33. Der Verwaltung stand ein Bürgermeister vor. | |||
==Bildung== | ==Bildung== | ||
==Religion== | ==Religion== | ||
Innerhalb der Gemeinde hat es keine Kirchen gegeben, da diese nicht sturmflutsicher gebaut werden konntn. Vielmehr war die [[Ludgerikirche]] bis zur Zerstörung der [[Andreaskirche]] die Kirche der Norder Umlandgemeinde. Auch wurden die Toten hier auf dem [[Alter Friedhof|Alten Friedhof]] bestattet. | |||
==Gesundheit und Soziales== | ==Gesundheit und Soziales== | ||
| Zeile 56: | Zeile 61: | ||
==Quellenverzeichnis== | ==Quellenverzeichnis== | ||
* Arend, Fridrich (1824): Erdbeschreibung des Fürstenthums Ostfriesland und des Harlingerlandes, Emden, S. 396 | * Arend, Fridrich (1824): Erdbeschreibung des Fürstenthums Ostfriesland und des Harlingerlandes, Emden, S. 396 | ||
* Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 20f. | |||
* Remmers, Arend (2004): Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 191 | * Remmers, Arend (2004): Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 191 | ||