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|[[Datei:Norder Hafen um 1900 01.jpg|zentriert|380x305px|Packhaus Neuer Weg 38]]
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|Die '''[[Doornkaat|Doornkaat AG]]''' war lange Zeit das überregional (und oftmals auch bis heute) bekannteste Norder Unternehmen. Der Name ''Doornkaat'' wird meist synonym mit dem Hauptabsatzprodukt, einem Genever und späteren Kornbrand verwendet, der seit dem Niedergang der Firma bei ''Berentzen'' in Haselünne weitergebrannt wird.
|Der '''[[Norder Hafen]]''' war bis in das 20. Jahrhundert ein bedeutender Seehafen, dessen wirtschaftliche Glanzzeit im 16. Jahrhundert zu suchen. Möglich wurde der Bau eines Hafens für die Stadt durch schwere Sturmfluten im 14. Jahrhundert, durch die die [[Leybucht]] ihre größte Ausdehnung erreichte und bis nach Lütetsburg reichte, wo noch heute [[Kolk|Kolke]] an der [[Umgehungsstraße]] von den Fluten zeugen.


Neben seinem traditionellen Kerngeschäft bot das Unternehmen auch weitere Getränke an, darunter Fruchtsäfte, Teemischungen und ein Mineralwasser namens ''[[St. Ansgari]]''. Sogar Bier wurde zeitweise in einer [[Brauerei Doornkaat|eigenen Brauerei]] in [[Westgaste]] gebraut und vermarktet.


Aus verschiedensten Gründen ging das Traditionsunternehmen, das im Jahre 1991 immerhin noch 232 Mitarbeiter beschäftigte, zu Beginn der 1990er Jahre in den Konkurs und wechselte den Inhaber. Nach und nach wurde die Produktion verlagert, die Gebäude wurden teilweise sofort, teilweise später abgebrochen. Ein Teil von ihnen befindet sich wegen mangelnder Instandhaltung in einem ruinösen Zustand, andere erfuhren eine neue Nutzung, so etwa durch das [[Gesundheitsamt]] des Landkreises Aurich, das mit einer Nebenstelle in das Hauptverwaltungsgebäude einzog.
Ursprünglich befand sich der Hafen ungefähr in Höhe der Straße [[Am Alten Siel]], wo sich auch das [[Erstes Siel|Erste Norder Siel]] befand. Ungefähr 1570 wurde er an seine heutige Stelle verlegt und fortan ausgebaut. Infolge der zunehmenden Verlandung des [[Norder Tief|Norder Tiefs]] sowie zahlreicher [[Liste der Eindeichungen|Eindeichungen]] rund um die Leybucht entwickelte sich der Hafen im Laufe der Zeit zu einem Binnenhafen ohne direkten Zugang zum Meer, dessen endgültiges Ende als Seehafen mit dem Bau des [[Leybuchtsiel|Leybuchtsiels]] im Jahre 1929 besiegelt wurde.
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