Tidofeld: Unterschied zwischen den Versionen
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== Geschichte == | == Geschichte == | ||
Der Name geht auf ein um 1614 an dieser Stelle durch Freiherr Tido zu Innhausen und Knyphausen erbautes [[Schloss Tidofeld | Schloss namens Tidofeld]] zurück. Tido war ein Bruder von Dodo, dem damaligen Grafen von Lütetsburg. Das Schloss wurde aus abgetragenen Bestandteilen der dem Verfall überlassenen Burg Innhausen bei Wilhelmshaven (Sengwarden) errichtet. <ref>Müller, Günter: 293 Burgen und Schlösser im Raum Oldenburg-Ostfriesland, Oldenburg 1977</ref> Das Land kaufte, welches zuvor zu [[Bargebur]] gehörte, erwarb Tido von Junker Albrecht Schwinge aus Emden. Dieser wiederum erbte es von einem Mann namens Siptet Remtsna, zu dem jedoch keine weiteren Daten bekannt sind. Nach der Landerwerbung gehörte Tidofeld somit zu Lütetsburg.<ref>Arends, Friedrich: Erdbeschreibung des Fürstenthums Ostfriesland und des Harlingerlandes, unveränderter Nachdruck 1972 der Ausgabe Emden 1824, S. 407</ref><ref>Houtrouw, O.G.: Ostfriesland, eine geschichtlich-ortskundige Wanderung gegen Ende der Fürstenzeit, unveränderter Nachdruck der Ausgabe Aurich 1889/1891, Leer 1974, S. 255 f.</ref><ref>Das Bürgerhaus in Norden, Manuskript 2017</ref><ref>Remmers, Arend: Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 219</ref> | Der Name geht auf ein um 1614 an dieser Stelle durch Freiherr Tido zu Innhausen und Knyphausen erbautes [[Schloss Tidofeld | Schloss namens Tidofeld]] zurück. Tido war ein Bruder von Dodo, dem damaligen Grafen von Lütetsburg. Das Schloss wurde aus abgetragenen Bestandteilen der dem Verfall überlassenen Burg Innhausen bei Wilhelmshaven (Sengwarden) errichtet. <ref>Müller, Günter: 293 Burgen und Schlösser im Raum Oldenburg-Ostfriesland, Oldenburg 1977</ref> Das Land kaufte, welches zuvor zu [[Bargebur]] gehörte, erwarb Tido von Junker Albrecht Schwinge aus Emden. Dieser wiederum erbte es von einem Mann namens Siptet Remtsna, zu dem jedoch keine weiteren Daten bekannt sind. Nach der Landerwerbung gehörte Tidofeld somit zu Lütetsburg.<ref>Arends, Friedrich: Erdbeschreibung des Fürstenthums Ostfriesland und des Harlingerlandes, unveränderter Nachdruck 1972 der Ausgabe Emden 1824, S. 407</ref><ref>Houtrouw, O.G.: Ostfriesland, eine geschichtlich-ortskundige Wanderung gegen Ende der Fürstenzeit, unveränderter Nachdruck der Ausgabe Aurich 1889/1891, Leer 1974, S. 255 f.</ref><ref>Das Bürgerhaus in Norden, Manuskript 2017</ref><ref>Remmers, Arend: Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 219</ref> Der Ort war ansonsten kaum besiedelt. Genaue Einwohnerangaben sind nicht belegt. | ||
Besondere Bedeutung erlangte Tidofeld dadurch, dass nach dem Zweiten Weltkrieg in einem ehemaligen Barackenlager der Wehrmacht (Marine-Durchgangslager) ein [[Vertriebenenlager Tidofeld | Vertriebenenlager]] mit rund 6.000 Bewohnern (eines der größten Lager Deutschlands) entstand. | |||
Besondere Bedeutung erlangte Tidofeld dadurch, dass nach dem Zweiten Weltkrieg in einem ehemaligen Barackenlager der Wehrmacht (Marine-Durchgangslager) ein [[Vertriebenenlager Tidofeld | Vertriebenenlager]] mit rund | |||
== Sehenswürdigkeiten == | == Sehenswürdigkeiten == | ||
Zu den Sehenswürdigkeiten Tidofelds gehört eine Dauerausstellung in der profanierten evangelisch-lutherischen [[Gnadenkirche Tidofeld]], die Flucht und Vertreibung von Bewohnern der ehemaligen deutschen Ostgebiete sowie das [[Vertriebenenlager Tidofeld]] dokumentiert.<ref>[http://www.kirchenkreis-norden.de/go/kknorden/home/gnadenkirchetidofeld.xhtml Evangelisch-lutherischer Kirchenkreis Norden: ''Gnadenkirche Tidofeld'']; abgerufen am 13. Januar 2010</ref> Dieses Projekt steht unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Ministerpräsidenten | Zu den Sehenswürdigkeiten Tidofelds gehört eine Dauerausstellung in der profanierten evangelisch-lutherischen [[Gnadenkirche Tidofeld]], die Flucht und Vertreibung von Bewohnern der ehemaligen deutschen Ostgebiete sowie das [[Vertriebenenlager Tidofeld]] dokumentiert.<ref>[http://www.kirchenkreis-norden.de/go/kknorden/home/gnadenkirchetidofeld.xhtml Evangelisch-lutherischer Kirchenkreis Norden: ''Gnadenkirche Tidofeld'']; abgerufen am 13. Januar 2010</ref> Dieses Projekt steht unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister. Margot Käßmann, ehemalige Landesbischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover, war bis zu ihrem Rücktritt ebenfalls Schirmherrin des Dokumentationszentrums. | ||
== Einzelnachweise == | == Einzelnachweise == | ||