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Durch Registerauszüge der Jahre 1580 und 1611 wird ersichtlich, dass die Ländereien der Höfe in "Neuland" und "Altland" unterteilt war. Mit "Neuland" ist jenes Land gemeint, das erst nach dem Bau des Deiches von 1576 gewonnen wurde und mit "Altland" das bereits vorher bestehende. So umfasste die Ostermarsch in 1611 insgesamt 724,25 Diemat Altland und 790 Diemat Neuland. Ein Diemat ist ein historisches, ostfriesisches Flächenmaß und beschreibt die Fläche, die ein guter Landarbeiter an einem Tag mit der Sense mähen konnte. Ein Diemat sind in etwa 5.700 Quadratmeter, womit die Gesamtfläche von Ostermarsch umgerechnet etwa 8,7 Quadratkilometer umfasste. Die Eindeichung war zu keinem Zeitpunkt ausschlaggebend für die Entstehung neuer Höfe und auch deren Zahl hat sich dadurch nicht verändert. Zwar sank die Zahl der Kleinbauern seit dem Mittelalter kontinuierlich, doch hat dies eher wirtschaftliche Gründe, die sich überregional gleich darstellten. Die Kleinbauern konnten mit den Großbauern wirtschaftlich nicht mithalten und wurden dadurch von diesen abhängig und letztlich "aufgesogen". Die durchschnittliche Größe eines Marschhofes stieg somit bis zum Doppelten und Dreifachen. Durch die neue Landvergabe konnten sich jedoch auch einige mittelgroße Höfe halten und brachten es teils auf immerhin 30 bis 80 Diemat Land.
Durch Registerauszüge der Jahre 1580 und 1611 wird ersichtlich, dass die Ländereien der Höfe in "Neuland" und "Altland" unterteilt war. Mit "Neuland" ist jenes Land gemeint, das erst nach dem Bau des Deiches von 1576 gewonnen wurde und mit "Altland" das bereits vorher bestehende. So umfasste die Ostermarsch in 1611 insgesamt 724,25 Diemat Altland und 790 Diemat Neuland. Ein Diemat ist ein historisches, ostfriesisches Flächenmaß und beschreibt die Fläche, die ein guter Landarbeiter an einem Tag mit der Sense mähen konnte. Ein Diemat sind in etwa 5.700 Quadratmeter, womit die Gesamtfläche von Ostermarsch umgerechnet etwa 8,7 Quadratkilometer umfasste. Die Eindeichung war zu keinem Zeitpunkt ausschlaggebend für die Entstehung neuer Höfe und auch deren Zahl hat sich dadurch nicht verändert. Zwar sank die Zahl der Kleinbauern seit dem Mittelalter kontinuierlich, doch hat dies eher wirtschaftliche Gründe, die sich überregional gleich darstellten. Die Kleinbauern konnten mit den Großbauern wirtschaftlich nicht mithalten und wurden dadurch von diesen abhängig und letztlich "aufgesogen". Die durchschnittliche Größe eines Marschhofes stieg somit bis zum Doppelten und Dreifachen. Durch die neue Landvergabe konnten sich jedoch auch einige mittelgroße Höfe halten und brachten es teils auf immerhin 30 bis 80 Diemat Land.


1679 wird der [[Mandepolder]] fertiggestellt und dadurch weiteres Land dem Meer abgewonnen. Der Bau wurde von [[Christine Charlotte von Württemberg]], der damaligen (vormundschaftlichen) Regentin Ostfrieslands und einigen Interessanten vorangetrieben.
1679 wird der [[Mandepolder]] fertiggestellt und dadurch weiteres Land dem Meer abgewonnen. Der Bau wurde von Christine Charlotte von Württemberg, der damaligen (vormundschaftlichen) Regentin Ostfrieslands und einigen Interessanten vorangetrieben.


Bei der [[Weihnachtsflut]] im Jahr 1717 bricht auch der Deich vor Ostermarsch und richtet großes Unheil im Ort an.
Bei der [[Weihnachtsflut]] im Jahr 1717 bricht auch der Deich vor Ostermarsch und richtet großes Unheil im Ort an.