Haus de Löwe: Unterschied zwischen den Versionen
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Ursprünglich gegründet wurde das Textilgeschäft von [[Salomon Levy de Löwe]].<ref>Ökumenischer Arbeitskreis (2021): Kleiner Rundgang durch Norden, Norden, S. 15</ref><ref>Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 7</ref> Erbaut haben das bis heute bestehende Haus jedoch seine Söhne [[Levi Louis de Löwe]] und [[Jacob de Löwe]].<ref name=":0" /> | Ursprünglich gegründet wurde das Textilgeschäft von [[Salomon Levy de Löwe]].<ref>Ökumenischer Arbeitskreis (2021): Kleiner Rundgang durch Norden, Norden, S. 15</ref><ref>Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 7</ref> Als Gründungsjahr wurde in den Schaufensters das Jahr 1845 angegeben.<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 369</ref> Erbaut haben das bis heute bestehende Haus jedoch seine Söhne [[Levi Louis de Löwe]] und [[Jacob de Löwe]].<ref name=":0" /> Teilweise wird Salomon - auch ''Samuel'' genannt - als Erbauer angegeben, doch war dieser 1909 schon längst verstorben. | ||
Die Familie de Löwe (auch: ''de Loewe''), wurde 1938 - wie alle [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdischen Familien]] - von den Nationalsozialisten enteignet. | Die Familie de Löwe (auch: ''de Loewe''), wurde 1938 - wie alle [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdischen Familien]] - von den Nationalsozialisten enteignet, nachdem sie bereits einen Großteil ihrer landwirtschaftlichen Besitztümer im Jahre 1936 weit unter Wert verkauften mussten.<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 367</ref> Im September 1938 wurde das Gebäude von Karl und [[Heike Hinrichs]] (und vermutlich einem weiteren Bruder) erworben. Während Karl kurze Zeit später nach Emden verzog, erwarb Heike in den 1950er Jahren noch das Haus am [[Neuer Weg 70|Neuen Weg 70]].<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 172</ref> Er war in Norden einer der größten Nutznießer der nationalsozialistischen Enteignungen gegen jüdische Mitbürger. | ||
1967 wurde das Haus de Löwe modernisiert und das Erdgeschoss mit einer Schaufensteranlage ausgestattet.<ref>Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 35</ref> An die Familie de Loewe erinnern noch heute fünf Stolpersteine vor dem Haus. Auch finden sich am Giebel noch die Initialien ''dL''. Wegen seiner historischen Bedeutung steht es unter Denkmalschutz.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 11. November 2021</ref> | |||
Am frühen Abend des 17. März 2022 kam es zu einem Brand im Röstofen der ''Norder Kaffeemanufaktur''. Durch beherztes Eingreifen der Mitarbeiter sowie der [[Feuerwehr Norden|Norder Feuerwehr]] konnte ein größerer Schaden an dem historisch wertvollen Gebäude verhindert werden. | Am frühen Abend des 17. März 2022 kam es zu einem Brand im Röstofen der ''Norder Kaffeemanufaktur''. Durch beherztes Eingreifen der Mitarbeiter sowie der [[Feuerwehr Norden|Norder Feuerwehr]] konnte ein größerer Schaden an dem historisch wertvollen Gebäude verhindert werden. | ||